Fünf Jahre mussten Fans warten, doch nun darf Tom Holland („Die Odyssee“) als freundliche Spinne aus der Nachbarschaft in „Spider-Man: Brand New Day“ endlich wieder die Leinwände erobern. Das darf man in diesem Fall sogar ganz wörtlich verstehen, denn glaubt man den ersten Prognosen, könnte der vierte Teil der Blockbuster-Reihe schon am ersten Wochenende Rekorde an den Kinokassen brechen.
Verdient hätte er es allemal, denn „Brand New Day“ ist ein richtig guter Film geworden. In der offiziellen FILMSTARTS-Kritik gab es 4 von 5 möglichen Sternen. In seinem Fazit attestiert unser Autor Markus Trutt dem Film einen „fantastischen Spagat zwischen erwachsenem Tiefgang und purem Blockbuster-Fun“. Dabei hätte alles auch ganz anders kommen können – zumindest, wenn man den Reaktionen des Testpublikums gefolgt wäre.
Diese Schnittfassung hätte "Spider-Man: Brand New Day" beinahe zerstört
Im Gespräch mit Quotable erklärte Tom Holland: „Das wirklich Interessante ist: Wir haben viele verschiedene Schnittfassungen dieses Films gesehen. Bei einer davon wurden sämtliche Anmerkungen der unterschiedlichsten Testzuschauer eingearbeitet und der Film entsprechend umgestaltet. Als wir ihn uns dann ansahen, hassten wir ihn.“
Testvorführungen werden von Studios durchgeführt, um herauszufinden, wie ein Film beim Publikum ankommt. Dafür werden ausgewählte Zuschauer*innen eingeladen, die nach der Vorführung Fragebögen ausfüllen oder an Diskussionsrunden teilnehmen. Im Mittelpunkt stehen dabei unter anderem das Tempo, die Nachvollziehbarkeit der Handlung, die emotionale Wirkung, die Figuren und natürlich der Gesamteindruck. Auf Grundlage dieses Feedbacks können Studios anschließend Änderungen vornehmen. Vor allem bei großen Blockbustern spielt das eine besonders wichtige Rolle, schließlich ist hier auch das finanzielle Risiko am höchsten.
Wie Tom Holland in dem Interview weiter erklärt, wurden bei besagter Schnittfassung zwar sämtliche Wünsche des Testpublikums berücksichtigt, doch genau das schadete dem Film erheblich: „Es hat überhaupt nicht funktioniert. Es war zwar genau das, was sich das Publikum gewünscht hatte, aber nicht das, was wir als Kreative wollten. Doch aus dieser Erfahrungen haben sie gelernt. Ein Film kann sich im Schnittraum eben auf tausend verschiedene Arten verändern.“
Was genau an dieser Version verändert wurde, wollte Tom Holland zwar nicht verraten. Da er jedoch ausdrücklich den kreativen Aspekt hervorhebt, liegt die Vermutung nahe, dass das Testpublikum sich vor allem mehr Erklärungen und eindeutigere Antworten gewünscht hatte. „Spider-Man: Brand New Day“ ist zwar kein Film, der seine Zuschauer mit zahllosen offenen Fragen zurücklässt, dennoch erlaubt er sich hier und dort – auch emotionale – Leerstellen.
Ihr habt „Spider-Man: Brand New Day“ bereits gesehen und fragt euch, was es mit der allerletzten Szene eigentlich auf sich hat? Der nachfolgende Artikel liefert euch die Antwort:
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