Anfang Juli konnte Vin Diesel für einen kurzen Moment den Eindruck erwecken, dass „Fast 11“ alias „Fast Forever“ tatsächlich endlich gedreht wird. Schließlich veröffentlichte er auf Instagram offenbar ein Foto vom Set, bedankte sich bei den Fans für ihre Geduld und versprach, ein großartiges Finale für die „Fast & Furious“-Reihe ausgearbeitet zu haben. Wie sich später herausstellte, befand sich Diesel doch nur bei den Dreharbeiten zu einem Werbeclip, der im Rahmen der Weltmeisterschaft ausgestrahlt werden sollte.
Dass sich drei Jahre nach „Fast X“ und dem gewaltigen Cliffhanger am Ende noch immer keine echte Bewegung in die Produktion eingeschlichen hat, macht deutlich, dass hinter den Kulissen offenbar irgendetwas nicht stimmt. Kürzlich war Alan Ritchson, der in „Fast X“ als Aimes eingeführt wurde, zu Gast im Podcast Happy Sad Confused. Dort sprach der „Reacher“-Star offen darüber, warum „Fast 11“ bislang nicht in die Spur findet – und das trotz des angesetzten Kinostarts am 16. März 2028.
Es geht (natürlich!) um das liebe Geld
In dem Gespräch erklärte Alan Ritchson ausführlich: „Es gibt einfach viele Hürden. Die Produktion ist teuer – zu teuer. Es ergibt nicht allzu viel Sinn. Es gibt effizientere Wege, solche Filme zu drehen. Man muss also einen Weg finden, sich zu mäßigen und gleichzeitig der Tatsache Rechnung zu tragen, dass diese Welt zu etwas Gigantischem herangewachsen ist. Wir stehen an einem Punkt, an dem eine Lösung schwer zu finden ist, aber alle arbeiten daran.“
Ja, die „Fast & Furious“-Reihe ist nicht nur zu einem gewaltigen, sondern folgerichtig auch zu einem extrem kostspieligen Franchise angewachsen. „Fast X“ verschlang zuletzt ein kolportiertes Budget von rund 340 Millionen US-Dollar, spielte weltweit jedoch lediglich knapp 705 Millionen US-Dollar ein und blieb damit hinter den Erwartungen zurück. Universal dürfte deshalb Vorsicht walten lassen und Vin Diesel dazu anhalten, bei der Produktion wirtschaftlicher zu arbeiten. Letztlich geht es immer um Gewinn und Verlust, weshalb finanzielle Risiken möglichst vermieden werden sollen.
"Fast 11" bleibt in der Schwebe
Wie es in nächster Zeit mit „Fast 11“ weitergehen wird und ob Vin Diesel und Universal eine Einigung erzielen können, bleibt abzuwarten. Bislang befindet sich das Projekt jedenfalls weiterhin in einer seltsamen Schwebe. Die offizielle Besetzung steht nach wie vor nicht fest. Auch die Rückkehr von Regisseur Louis Leterrier gilt zwar als wahrscheinlich, ist vom Studio aber noch nicht final bestätigt. Zuletzt hieß es außerdem, dass das Drehbuch noch immer nicht fertig sei und Universal gefordert habe, das ursprünglich von Diesel veranschlagte Budget um satte 140 Millionen US-Dollar zu kürzen.
Ritchson gab im Podcast ebenfalls zu Protokoll, dass fortlaufend Gespräche geführt werden, was hoffen lässt, dass intensiv an einer schnellstmöglichen Lösung gearbeitet wird. Außerdem zeigte er sich sicher: „Es wird einen weiteren Teil geben, und ich glaube, er wird großartig. Es geht nur darum, einige große Probleme zu lösen.“
Bis ihr Alan Ritchson das nächste Mal auf der großen Leinwand sehen könnt, müsst ihr euch allerdings nicht mehr lange gedulden. Bereits am 17. September startet sein neuer Actionfilm „Runner“ hierzulande in den Kinos. An der Seite von Owen Wilson darf der Hüne erneut seine Muskeln spielen lassen. Den Trailer könnt ihr euch nachfolgend anschauen: