Im offiziellen FILMSTARTS-Ranking der besten Gangsterfilme aller Zeiten belegt „Heat“ den herausragenden fünften Platz, für unsere Community ist der epische Action-Thriller zudem das beste Remake der Kinogeschichte – und auch international mischt das Meisterwerk mit Al Pacino und Robert De Niro in allerhand renommierten Bestenlisten mit. Daher ist es keinesfalls zu hoch gegriffen, „Heat 2“ als die wohl meistererwartete Action-Fortsetzung der Dekade zu bezeichnen – wobei der Film genau genommen Sequel und Prequel in einem sein soll.
Gesteigert wird die Vorfreude durch die schlicht atemberaubende Besetzung: Während Michael Mann erneut die Inszenierung übernimmt, erwarten uns so etwa Leonardo DiCaprio in der Rolle des einst von Val Kilmer gespielten Chris Shiherlis, Christian Bale tritt Al Pacinos Nachfolge als Vincent Hanna an. „Adolescence“-Star Stephen Graham soll in De Niros Rolle von Gangster Neil McCauley schlüpfen, Adam Driver ist im Gespräch für den neuen Antagonisten. Die Kamera wird zudem Dion Beebe führen, der auch schon die atmosphärischen Bilder zu Manns „Collateral“ und „Miami Vice“ lieferte.
Dennoch war das Projekt lange in der Schwebe – und ein ausführlicher Bericht von The Wrap zeigt jetzt, warum. Demzufolge musste Mann in Hollywood Klinkenputzen gehen, bis er endlich grünes Licht – und die nötige finanzielle Rückendeckung – erhielt.
(Fast) Niemand traute sich an "Heat 2"
Die erste Anlaufstelle war 2025 naturgemäß Warner Bros., schließlich brachte das ehrwürdige Studio auch schon den ersten Teil auf den Weg. Nach einer Reihe von mehreren großen Kassenflops hintereinander – „The Alto Knights“, „Mickey 17“ und „Joker: Folie À Deux“ – war den Verantwortlichen das Projekt allerdings zu heiß. Dass Manns letzter Film „Ferrari“ nur 43 Millionen Dollar und damit nicht einmal die Hälfte seiner Kosten einspielen konnte, dürfte ebenfalls nicht geholfen haben. Die Option, den Film für 125 Millionen Dollar zu realisieren, schlug Mann aus …
… und ging schließlich zu Sony und Paramount, die in einer einzigartigen Kollaboration zusicherten, jeweils 80 Millionen Dollar zur Verfügung zu stellen. Kurz vor Bekanntgabe des Deals machte Paramount jedoch einen Rückzieher. Und da Sony sich weigerte, die gesamte Summe aufzubringen, stand Mann wieder alleine da. Dann kam Amazon ins Spiel – und machte 165 Millionen Dollar locker, mit denen der Regisseur sein Vorhaben nun endlich in die Tat umsetzen kann.
Wird bereits an "Heat 3" gearbeitet?
Traumfabrik-Legende Jerry Bruckheimer ist als Produzent an Bord – und zeigt sich sicher, nach „Top Gun: Maverick“ und „F1“ einen weiteren Hit zu landen. Und da Hollywood nun mal ein Ort der Extreme ist, schlägt das beinahe nie zustande gekommene Projekt jetzt auch schon in die entgegengesetzte Richtung aus: Die Macher scheinen von dem Film sogar so überzeugt, dass nicht näher genannten Quellen zufolge sogar auch schon an „Heat 3“ getüftelt wird.
Erst einmal muss „Heat 2“ auf die Beine gestellt werden. Die Dreharbeiten sollen im kommenden November beginnen und Cast und Crew unter anderem nach Los Angeles und Chicago sowie nach Singapur und Paraguay verschlagen. Während eine andere Regie-Legende gerade offiziell ihren krankheitsbedingten Rückzug aus dem Filmgeschäft bestätigte, dürfen sich Action-Aficionados in den kommenden Monaten übrigens über ein ganz besonderes Highlight in den hiesigen Kinos freuen:
Er stand 25 Jahre auf dem Index – jetzt kommt der vielleicht beste Actionfilm aller Zeiten erstmals in die deutschen Kinos