Weil Peter Jackson ihn gerade als Regisseur der geplanten „Der Hobbit“-Reihe engagiert hatte (letztlich inszenierte Jackson die Filme dann doch selbst), war „Pans Labyrinth“-Regie-Genie Guillermo del Toro zeitlich nicht in der Lage, den von ihm geschriebenen Supernatural-Gruselfilm „Don't Be Afraid Of The Dark“ zu machen.
Deshalb engagierte der aber weiterhin als Produzent des Projekts tätige Mexikaner den aus Kanada stammenden Comic-Illustrator Troy Nixey als Regisseur. Del Toro hatte dessen Kurzfilm „Latchkey's Lament“ gesehen und war überzeugt, die richtige Wahl getroffen zu haben. Wie Nixey sich auf dem Regiestuhl geschlagen hat, lest ihr etwas weiter unten in diesem Artikel. Oder ihr schaltet den mit den Christopher-Nolan-Veteran*innen Katie Holmes („Batman Begins“) und Guy Pearce („Memento“) hochkarätig besetzten Streifen am Abend einfach ein und schaut selbst:
„Don't Be Afraid Of The Dark“ läuft am heutigen 7. August 2026 um 22.05 Uhr auf Tele 5. Eine Wiederholung folgt in der Nacht vom 9. auf den 10. August um 0.25 Uhr. Zudem steht der Film nach Ende der ersten Ausstrahlung bis zum 7. September 2026 als Gratis-Stream in der Mediathek des Senders zur Verfügung. Wer bereit ist, ein paar Euro zu investieren, kann auch auf Blu-ray und DVD* oder Video-on-Demand ausweichen:
Falls ihr ein Abo von Amazon Prime Video haben solltet, könnt ihr den FSK-16-Titel unter dem obigen Link übrigens ganz ohne Aufpreis streamen. Dazu müsst ihr euch lediglich für den siebentägigen Gratis-Test des Home-Of-Horror-Channels* mit jeder Menge weiterer Grusel-Highlights im Programm anmelden. Sofern ihr vor Ablauf des Probezeitraums nicht wieder stornieren wollt, werden im Anschluss daran 3,99 Euro pro Monat fällig.
Großartige Grusel-Atmosphäre
„Don't Be Afraid Of The Dark“ basiert auf einem gleichnamigen TV-Film aus dem Jahre 1973, den del Toro in seiner Kindheit gesehen hatte. Für die Neuauflage überarbeitete er die Geschichte stark und machte aus der damals von der bereits erwachsenen Kim Darby verkörperten Protagonistin ein kleines Mädchen. Auch sonst wurden viele Details der Handlung, des Schauplatzes und der Charaktere umgeschrieben. Wobei del Toro sich von den Werken der klassischen Gruselautoren H.P. Lovecraft und vor allem Arthur Machen inspirieren ließ, um die Kreaturen im Film zu erschaffen.
Wie in unserer solide 3 von 5 möglichen Sternen vergebenden FILMSTARTS-Kritik herausgearbeitet, gelingt es den Filmemachern über weite Strecken, mit atmosphärischem Haunted-House-Grusel abzuliefern. Setzt der Film zu Beginn doch voll auf psychologischen Horror im Stile Alejandro Amenábars („The Others“). Durch die dann aber etwas überstürzte und dazu viel zu radikale Enthüllung des Grusels ist die eben noch so effektiv aufgebaute Spannung innerhalb weniger Augenblicke komplett flöten. Was natürlich schade ist.
Am Ende ist „Don't Be Afraid Of The Dark“ leider nicht der Grusel-Superhit geworden, den man sich aufgrund der beteiligten Stars und vor allem des Drehbuchautors/Produzenten vielleicht erhoffen durfte. Komplett misslungen ist er dennoch auf keinen Fall. Dafür sorgen schon der gute Cast, die schaurige Atmosphäre und eine gute Portion Suspense im klassischen Stil. Einfach mal einschalten, kann man das Ganze als Genre-Fan also schon. Ihr dürft dabei nur bitte kein Guillermo-del-Toro-Meisterwerk erwarten.
Wer Lust hat, kann sich hier jetzt schon den eingangs erwähnten Fantasy-Kurzfilm (17 Minuten) von „Don't Be Afraid Of The Dark“-Macher Troy Nixey ansehen, der ihm damals den Job für seinen bisher einzigen Kinobeitrag einbrachte – „Latchkey's Lament“:
"Don't Be Afraid Of The Dark": Das ist die Story
Die achtjährige Sally Hurst (Bailee Madison aus „Pretty Little Liars: Original Sin“) zieht mit ihrem Dad Alex (Guy Pearce) und dessen noch immer recht neuen Lebensgefährtin Kim Raphael (Katie Holmes) in ein riesiges altes Herrenhaus im bewaldeten Nordosten der USA. Während der Vater der Kleinen vor allem damit beschäftigt ist, das Gebäude richtig auf Vordermann zu bringen, um es später gewinnbringend verkaufen zu können, versucht Kim vergeblich einen emotionalen Zugang zu dem Mädchen zu finden.
Sally zeigt einfach keinerlei Interesse an einer neuen Mutterfigur und macht sich stattdessen allein daran, ihr neues Zuhause und das Gelände darum zu erkunden. Schon bald glaubt sie, mysteriös flüsternde Stimmen zu hören, die sie in den Keller rufen. Neugierig geht sie die Treppen hinunter, um in dem düsteren Gewölbe auf furchteinflößende Wesen zu stoßen. Verzweifelt wendet sie sich an die Erwachsenen, doch die halten ihren Bericht für ein Hirngespinst. Ein folgenschwerer Fehler, wie sich später herausstellt...
Der für viele seiner Fans (den Autor dieser Zeilen inklusive!) noch immer beste Film des mexikanischen Regie-Großmeisters Guillermo del Toro kommt zurück in die Kinos. Und das in einer aufwendig gestalteten, neuen Version. Alle relevanten Infos dazu lest ihr im folgenden Artikel:
"Ohne gottverdammte KI": Bildgewaltiges Fantasy-Meisterwerk wird für Kino-Comeback zum 3D-Spektakel*Bei den Links zum Angebot von Amazon handelt es sich um sogenannte Affiliate-Links. Bei einem Kauf oder beim Abschluss eines Abos über diese Links erhalten wir eine Provision. Auf den Preis hat das keinerlei Auswirkung.