"Bitte helft mir, einen Film wie diesen zu finden": Anne Hathaway war von diesem einzigartigen Geheimtipp so begeistert, dass sie ihn kopieren wollte

Vor 13 Jahren sah „Die Odyssee“-Star Anne Hathaway eine Mischung aus Historienfilm, Folk-Horror und Drogentrip – und war so angetan, dass sie am liebsten auch so einen Film drehen wollte!

Kaum ein Hollywood-Star ist in diesem Jahr so präsent wie Anne Hathaway. Mit dem Psycho-Horror „Mother Mary“, dem Komödien-Sequel „Der Teufel trägt Prada 2“ sowie Christopher Nolans Mammut-Epos „Die Odyssee“ liefen bereits drei Filme mit der 43-Jährigen in den Kinos – und es folgen sogar noch zwei weitere: Am 13. August startet der 80er-Jahre-Gedächtnis-Blockbuster „The End Of Oak Street“, am 1. Oktober folgt die Colleen-Hoover-Verfilmung „Verity – Dunkle Geheimnisse“.

Hathaway ist also gefragter denn je und bewegt sich mühelos zwischen Arthouse und Big-Budget-Kino – und vor allem scheint sie mehr als genug Stoffe zu finden, die sie reizen. Das war nicht immer so: Denn vor 13 Jahren sah die Schauspielerin einen Film, der sie so nachhaltig beeindruckte, dass sie unbedingt auch so etwas machen wollte. Die Rede ist von „A Field In England“, dem dritten Langfilm von Ben Wheatley („Meg 2“, „Normal“).

A Field in England
A Field in England
Starttermin 5. November 2013 | 1 Std. 30 Min.
Von Ben Wheatley
Mit Julian Barratt, Richard Glover, Peter Ferdinando
Pressekritiken
4,0
User-Wertung
3,1

Es ist gar nicht so leicht, den in Schwarz-Weiß gedrehten Film einzuordnen: Vor dem Hintergrund des Englischen Bürgerkriegs folgt „A Field In England“ einer Gruppe desertierter Soldaten, die unter dem Einfluss eines mysteriösen Alchemisten nach einem verborgenen Schatz suchen. Was zunächst wie ein Historienfilm wirkt, entwickelt sich zunehmend zu einem halluzinogenen Trip mit psychedelischen Stroboskop-Sequenzen und Folk-Horror-Anleihen.

Das Publikum blieb wenig überraschend aus – doch die Fachpresse war überwiegend angetan von dem stilistisch radikalen Leinwand-Experiment. Die Kritiken-Sammelseite Rotten Tomatoes zählt so 86 Prozent an überwiegend positiven Rezensionen, The-Guardian-Kritiker Peter Bradshaw nannte „A Field In England“ einen „grausamen und geradezu körperlich spürbaren Film“.

Und auch Anne Hathaway zeigte sich überwältigt. Im Interview mit dem Collider erzählte sie, dass sie nach der Sichtung sofort aktiv wurde: „Ich schrieb meinen Agenten: ‚Hört zu, ich habe gerade diesen Film gesehen […]‘ Ich gab ihnen das Drehbuch und sagte: ‚Bitte helft mir, einen Film wie diesen zu finden‘“.

Anne Hathaway wollte "A Field In England" – und bekam einen ungewöhnlichen Monster-Film

Im Ergebnis habe sie das Drehbuch zu „Colossal“ auf den Tisch bekommen – und es sofort geliebt. Der inzwischen etwas in Vergessenheit geratene Film wurde oft als Mischung aus „Godzilla“ und „Lost In Translation“ beschrieben. Abgesehen von einer eigenwilligen Prämisse hat er allerdings nicht allzu viel mit „A Field In England“ gemein – und mit einem Einspielergebnis von rund 4,5 Millionen US-Dollar (gegenüber einem Budget von 15 Millionen!) war er ein astreiner Flop. Dieses Schicksal wird die nächsten Anne-Hathaway-Filme wahrscheinlich eher nicht ereilen!

Wenn ihr übrigens wissen wollt, welche ikonische Rolle Anne Hathaway abgeben musste, dann lest auch den nachfolgenden Artikel:

"Einfach großartig": Anne Hathaway musste eine ikonische Rolle abgeben – und schwärmt in höchsten Tönen von ihrer Nachfolgerin!

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Michael Bendix
Michael Bendix
-Redakteur
Schaut pro Jahr mehrere hundert Filme und bricht niemals einen ab. Liebt das Kino in seiner Gesamtheit: von Action bis Musical, von Horror bis Komödie, vom alten Hollywood bis zum jüngsten "Mission: Impossible"-Blockbuster.
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