In jüngeren Jahren wechselte Ron Howard zwischen Blockbuster-Auftragsarbeiten wie „Solo: A Star Wars Story“ und schmaler budgetierten Filmen über aufreibende, wahre Geschichten wie „Eden“. Doch der munter zwischen den Genres wechselnde „Apollo 13“-Regisseur verantwortete früher auch beliebte Komödien, die sogar bei den Academy Awards mitmischten.
So wurde die übernatürliche Romantikkomödie „Splash – Eine Jungfrau am Haken“ mit Tom Hanks und „Kill Bill“-Star Daryl Hannah in der Sparte „Bestes Original-Drehbuch“ nominiert. Und die Dramödie „Eine Wahnsinnsfamilie“ erhielt Nominierungen in der Sparte „Bester Song“ sowie für Dianne Wiests Leistung als Nebendarstellerin.
Aus heutiger Sicht ist der US-Kassenschlager zudem aufgrund früher Performances von „John Wick“-Titelheld Keanu Reeves und „Joker“-Mime Joaquin Phoenix mehr als nur einen flüchtigen Blick wert. Und das lässt sich nun in höherer Auflösung erledigen als je zuvor. Denn diese Woche ist „Eine Wahnsinnsfamilie“ erstmals im deutschen Heimkino in 4K erschienen.
Darum geht es in "Eine Wahnsinnsfamilie"
Familie Buckman will sich als modern sowie aufgeschlossen verstehen – und hofft daher, in Sachen Kindeserziehung auf dem neusten Stand zu sein und alles richtig zu machen. Daher bemüht sich Familienoberhaupt Gil (Steve Martin) redlich, parallel zu seiner erfolgreichen Karriere stets Zeit für seine Kinder zu finden und sie mit Liebe und Humor zu überschütten. Doch das ist nicht immer so leicht, wie Gil sich das vorstellt, zumal seine Frau Karen (Mary Steenburgen) zum vierten Mal schwanger ist. Geldsorgen sind da nicht fern...
In „Eine Wahnsinnsfamilie“ bewies Steve Martin schon vor dem charmanten 1990er-Klassiker „Vater der Braut“ und der Chaos-Familienkomödie „Im Dutzend billiger“, wie lustig er als überforderter, aber liebevoller Vater ist. Und mit „Zurück in die Zukunft III“-Nebendarstellerin Mary Steenburgen, „Edward mit den Scherenhänden“-Star Dianne Wiest und „Liebling, ich habe die Kinder geschrumpft“-Hauptdarsteller Rick Moranis sind auch drei weitere Erwachsenenrollen in dieser bittersüßen Coming-Of-Age-Komödie punktgenau besetzt.
Anders als spätere, bewusst überzeichnete Familienkomödien mit Steve Martin hat „Eine Wahnsinnsfamilie“ jedoch einen auf Schwerpunkt auf Rückschlägen, Konflikten und Missverständnissen, die direkt aus dem Leben gegriffen sind: Der vom Autoren-Duo Babaloo Mandel & Lowell Ganz („City Slickers – Die Großstadt-Helden“) verfasste Film hat zwar einen alles in allem versöhnlichen Duktus, ist aber in seinen Beobachtungen über Familiendynamiken und Wendepunkten, die man mit der Verwandtschaft durchsteht, deutlich wirklichkeitsnaher als etwa der laute, turbulente Familienspaß „Im Dutzend billiger“.
Turbulenten Spaß bietet euch derweil unser folgender, noch dazu von Christopher Nolan abgesegneter, Heimkino-Tipp:
Unglaublich, aber wahr: DIESER Blockbuster ist einer von Christopher Nolans Lieblingsfilmen – zum 20. Jubiläum kehrt er endlich ins Heimkino zurück*Bei den Links zum Angebot von Amazon handelt es sich um sogenannte Affiliate-Links. Bei einem Kauf über diese Links oder beim Abschluss eines Abos erhalten wir eine Provision. Auf den Preis hat das keinerlei Auswirkung.