Heute Abend streamen: Einer der besten Science-Fiction-Filme der letzten 15 Jahre

Großes Sci-Fi-Kino muss nicht unbedingt 200 Millionen Dollar kosten: „Star Wars 8“-Macher Rian Johnson erzählt in „Looper“ eine packende Geschichte in beeindruckenden Bildern – die ihr aktuell u.a. im Streaming findet.

Science-Fiction-Filme gibt’s in allen nur erdenklichen Formen – explosiv oder philosophisch, minimalistisch oder spektakulär, zum Nachdenken anregend oder einfach nur zum Staunen. Wie vielseitig das Genre sein kann, zeigt ein kurzer Blick auf unsere Liste der besten Science-Fiction-Filme aller Zeiten, in der ihr alles Mögliche findet – von „2001: Odyssee im Weltraum“ bis „Total Recall“. Unter anderem auch Looper“ aus dem Jahr 2012.

Dass „Star Wars 8“-Macher Rian Johnson sowohl als Drehbuchautor als auch als Regisseur einiges drauf hat, zeigt ein schneller Blick auf die FILMSTARTS-Kritiken seiner Filme – denn gleich drei von ihnen schrammen mit 4,5 von 5 möglichen Sternen nur knapp an der Höchstwertung vorbei. Und einen davon wollen wir euch heute Abend wieder einmal ans Herz legen (die anderen beiden sind übrigens „Brick“ und „Knives Out“): „Looper“.

Der Zeitreise-Thriller kann bereits für einen schmalen Taler gestreamt werden, etwa bei Amazon Prime Video. In einem Streaming-Abo ist das Highlight aktuell nicht enthalten, und auch DVD und Blu-ray* sind kaum noch im Handel erhältlich.

Darum geht's in "Looper"

Das Jahr 2040: Joe (Joseph Gordon-Levitt) arbeitet als sogenannter Looper – und tötet per Zeitreise zurückgeschickte Menschen für Geld. In der Zukunft sind Zeitreisen allerdings verboten und werden nur von Verbrechensorganisationen durchgeführt, um die Existenz ihrer Opfer für immer auszulöschen.

Joe nimmt seinen Job sehr genau und hat sich über die Jahre einen Ruf als einer der besten Looper überhaupt erarbeitet. Er ist gewissenhaft, diszipliniert und lässt keine Fehler zu – bis eines Tages sein zukünftiges Ich (Bruce Willis) vor ihm steht...

Neo-Noir-Zukunftsvision mit Tiefgang

„Rian Johnsons ‚Looper‘ hatten wohl die wenigsten ganz oben auf der Liste“, heißt es in unserer Kritik zum Science-Fiction-Thriller, der verglichen zu Blockbustern wie „Marvel’s The Avengers“, „The Dark Knight Rises“ oder „Prometheus“ als Underdog ins Kinojahr 2012 ging.

„Looper“ spielt schließlich auch in einer anderen Größenordnung, verschlang in der Produktion gerade einmal 30 Millionen Dollar und spielte in Anbetracht dessen auch durchaus ordentliche 176 Millionen Dollar ein. Klar, weit weg von einem Milliarden-Hit – nichtsdestotrotz blieb uns der Zeitreise-Thriller am Ende aber als ganz besonderes Highlight seines Jahrgangs in Erinnerung.

„Looper“ ist eine gut durchdachte Zukunftsvision, die vor allem von ihrer emotionalen Tiefe lebt, ein Thriller, der nicht nur stark gespielt (u.a. auch mit dabei sind Emily Blunt und Paul Dano), sondern vor allem packend und originell erzählt ist, und eine Geschichte, die vor allem zum Ende hin eine schiere Wucht entwickelt, der man sich kaum mehr entziehen kann. Das Fazit unserer 4,5-Sterne-Kritik kommt dementsprechend einer praktisch uneingeschränkten Empfehlung gleich:

„Regisseur Rian Johnson gelingt mit seinem meisterhaften Zeitreise-Thriller „Looper" ein ebenso spannendes wie intelligentes Lehrstück über komplexe moralische Fragen und macht seinen Science-Fiction-Film im Neo-Noir-Gewand im Kern zu einem universellen und zeitlosen Charakterdrama.“

Welcher Science-Fiction-Film demnächst besser als je zuvor werden soll, erfahrt ihr indes in einem anderen Artikel:

Im Kino enttäuschte dieser Sci-Fi-Film die Fans – 18 (!) Jahre später soll ein deutlich härterer Director's Cut alles besser machen

*Bei diesen Links zum Angebot von Amazon handelt es sich um sogenannte Affiliate-Links. Bei einem Kauf über diese Links oder dem Abschluss eines Streaming-Abos erhalten wir eine Provision. Auf den Preis hat das keinerlei Auswirkung.

Dies ist eine aktualisierte Wiederveröffentlichung eines bereits auf FILMSTARTS erschienenen Artikels.

Daniel Fabian
Daniel Fabian
-Senior-Redakteur
Berührt und fasziniert zu werden, aber auch etwas über sich selbst lernen – das bedeutete Kino schon immer für Daniel. Darum machte der einstige Sozialarbeiter am Ende seine Leidenschaft auch zum Beruf.
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