Viele Horror- und Mystery-Filme funktionieren gerade deshalb so gut, weil sie mit Ängsten spielen, die tief in uns verankert sind. So werden wir etwa in „Arachnophobia“ mit der Angst vor Spinnen, in „Lights Out“ mit der Furcht im Dunkeln und in „Fall“ mit Höhenangst konfrontiert.
Auch die sogenannte Cleithrophobie – die Angst davor, eingesperrt oder gefangen zu sein – bietet für Horror- und Mystery-Geschichten reichlich Potenzial. Im vergangenen Jahr konnten wir das etwa im deutschen Netflix-Film „Brick“ erleben. Darin wird ein Hamburger Wohnhaus über Nacht von einer undurchdringlichen schwarzen Wand eingeschlossen. Für die Bewohner gibt es plötzlich kein Entkommen mehr.
Dass dieses ungewöhnliche Szenario beim Publikum auf großes Interesse stieß, zeigte sich schließlich auch in den Streaming-Charts. „Brick“ schlug auf Netflix ein wie eine Bombe und befindet sich bis heute auf Platz 10 der Liste der meistgeschauten nicht-englischsprachigen Netflix-Filme aller Zeiten.
Nun sorgt ein Sci-Fi-Horrorfilm mit einer ganz ähnlichen Prämisse für Aufsehen. „The Last House“ erzählt von einer Familie, die ihr Zuhause plötzlich nicht mehr verlassen kann. Inszeniert wurde der Film von „Fast & Furious“-Regisseur Louis Leterrier, und beim Publikum kommt der mysteriöse Horror offenbar ausgesprochen gut an. Laut Auswertungen der auf Streaming-Zahlen spezialisierten Website FlixPatrol steht „The Last House“ derzeit nämlich in insgesamt 89 Ländern auf Platz 1 der aktuell meistgestreamten Filme auf Netflix (Stand: 10. August 2026).
Darum geht es in "The Last House"
Im Mittelpunkt stehen Riley (Greta Lee), Jason (Wagner Moura) und ihre beiden Kinder Graham (Noah Alexander Sosnowski) und Ruth (Riley Chung). Eigentlich scheint es ein ganz gewöhnlicher Tag im Leben der Familie zu sein. Alle haben sich für einen gemeinsamen Ausflug fertig gemacht und wollen gerade ihr Haus in der Vorstadt verlassen. Doch als Graham und Ruth die Haustür öffnen wollen, stellen sie fest: Sie lässt sich nicht mehr öffnen.
Schnell wird klar, dass das Problem weit größer ist. Auch sämtliche anderen Türen und Fenster lassen sich nicht öffnen, während gleichzeitig die Telekommunikation komplett ausfällt. Jeder Versuch, das Haus zu verlassen, scheitert. Zunehmend macht sich Panik unter den Familienmitgliedern breit – insbesondere, als sie erkennen, dass hinter ihrer Lage offenbar kein natürliches Phänomen steckt.
Durch die Fenster können sie lediglich beobachten, dass auch ihre Nachbarn von dem mysteriösen Ereignis betroffen sind. Doch damit beginnt der eigentliche Albtraum erst. Denn während die Familie in ihrem eigenen Zuhause gefangen bleibt, werden die Vorräte allmählich knapp. Und je länger sie nach einem Ausweg suchen, desto deutlicher wird: Irgendjemand oder irgendetwas scheint mit ihrer ausweglosen Situation einen ganz bestimmten Plan zu verfolgen...
Übrigens: Ein Action-Thriller, der es im vergangenen Jahr schaffte, sich einen Platz in der All-Time-Bestenliste von Netflix zu sichern, bekommt eine Fortsetzung spendiert. Mehr dazu erfahrt ihr im nachfolgenden Artikel:
63,1 Millionen Views für Teil 1: Netflix setzt einen seiner erfolgreichsten Action-Thriller fort – mit gleich 2 "James Bond"-Stars