Nach dem Ende der Zusammenarbeit zwischen der BBC und Disney steht die britische Science-Fiction-Institution „Doctor Who“ vor einem wichtigen Wendepunkt. Die BBC sucht nach einem neuen Produktionspartner und will damit festlegen, wie es mit der beliebten Kultserie weitergeht.
Dabei geht es um weit mehr als die Besetzung des nächsten Doctors. Nach Jahren sinkender Zuschauerzahlen und dem Ende der Disney-Partnerschaft könnte die Serie vor einem größeren kreativen Neustart stehen. Hollywood-Produzent Dean Devlin hat nun Interesse signalisiert, sich mit seiner Produktionsfirma an der Zukunft von „Doctor Who“ zu beteiligen. Und damit nimmt ein Gerücht Fahrt auf, das es in sich hat.
Beliebter Doctor vor der Rückkehr?
Dean Devlin, war unter anderem als Produzent und Drehbuchautor an „Stargate“ und „Independence Day“ beteiligt. Seine Firma Electric Entertainment steckt außerdem hinter Serien wie „Leverage“, „The Librarians“ und „The Ark“. Ein Einstieg bei „Doctor Who“ könnte der Serie entsprechend einen deutlich stärker auf großes Genre-Entertainment ausgerichteten Anstrich geben.
Zunächst sorgte ein Bericht der Times für Aufsehen. Demnach sollte Electric Entertainment bereits mit der BBC über eine Übernahme beziehungsweise eine neue Produktionspartnerschaft sprechen. Noch spektakulärer war allerdings die Behauptung, dass Fanliebling David Tennant im Zuge dieser Pläne angesprochen worden sei und als Doctor zurückkehren könnte.
Für Fans wäre das keine völlig neue Idee. Tennant verkörperte die Titelfigur zunächst als zehnten Doctor und kehrte 2023 im Rahmen der 60-Jahre-Specials noch einmal zurück – diesmal als 14. Doctor. Durch die sogenannte „Bi-Generation“ wurde zudem eine ungewöhnliche Ausgangslage geschaffen: Tennants Doctor blieb auf der Erde zurück, während die Inkarnation, die Ncuti Gatwa spielt, weiter durch das Universum reiste.
Genau diese Besonderheit könnte theoretisch die Tür für eine weitere Geschichte mit Tennant offenhalten. Der ursprüngliche Bericht spekulierte deshalb darüber, dass ein Neustart auf seiner Version des Doctors aufbauen könnte. Bestätigt ist das allerdings keineswegs. Denn inzwischen gibt es einen entscheidenden Haken.
Dean Devlin hat gegenüber Radio Times klargestellt, dass es bislang keine Verhandlungen mit der BBC gegeben habe. Er betonte, dass entsprechende Gespräche noch nicht stattgefunden hätten. Gleichzeitig machte er aber deutlich, dass Electric Entertainment großes Interesse daran hat, sich zu einem späteren Zeitpunkt mit der BBC über „Doctor Who“ auszutauschen.
Damit ist zumindest eines klar: Electric Entertainment ist tatsächlich an der Serie interessiert. Die angeblichen Gespräche und insbesondere eine mögliche Kontaktaufnahme mit David Tennant sind dagegen derzeit als Gerücht einzustufen. Ein Tennant-Comeback ist also längst nicht beschlossene Sache.
Interessant ist außerdem, dass Devlin und Tennant bereits zusammengearbeitet haben. Tennant spielte die Hauptrolle in dem Thriller „Bad Samaritan“, bei dem Devlin Regie führte. Eine erneute Zusammenarbeit wäre daher zumindest nicht völlig aus der Luft gegriffen.
Für „Doctor Who“ könnte tatsächlich ein spektakulärer Neustart bevorstehen. Ob dieser allerdings mit einem neuen Gesicht oder mit einem äußerst vertrauten Doctor erfolgt, bleibt abzuwarten. David Tennant als Doctor Nummer 10 beziehungsweise 14 zurückzubringen, dürfte aber bei vielen Fans vorsichtige Vorfreude auslösen.
Für die aktuell ungewisse Zukunft der Kultserie sprechen auch aktuelle Nachrichten der BBC. Für Fans gab es wenig erfreuliche Neuigkeiten. Mehr dazu erfahrt ihr hier:
Ärger um ikonischen Sci-Fi-Hit: Fans sprechen von "Lüge", nachdem die Fortsetzung der Serie abgesagt wurde*Bei diesem Link zu Disney+ handelt es sich um einen Affiliate-Link. Mit dem Abschluss eines Abos über diesen Link unterstützt ihr FILMSTARTS. Auf den Preis hat das keinerlei Auswirkung.