Mit einem muskulösen Barbaren in der Titelrolle, Monstern aus Latex und möglichst wenig Zurückhaltung beim Blutvergießen ist das „Deathstalker“-Remake bestens aufgestellt, um dem 80er-Jahre-Trash-Original in Sachen Kultfaktor Konkurrenz zu machen. Davon konnten wir uns auch bereits im September 2026 beim Fantasy Filmfest überzeugen. Dort sorgte die Neuverfilmung mit Action-Experte Daniel Bernhardt in der Titelrolle für prächtige Stimmung in den Kinos, was auch der Autor dieser Zeilen hautnah miterleben durfte.
Jetzt wissen wir endlich, wann auch alle deutschen Fantasy-Fans, die damals nicht ins Kino gehen konnten, in den Genuss dieser Gaudi kommen: „Deathstalker“ erscheint am 13. November 2026 in Deutschland. Lighthouse Home Entertainment veröffentlicht den Fantasy-Reißer unter anderem in einer auf 777 Exemplare limitierten 4K-Ultra-HD-Mediabook-Edition, die für alle Fans der Reihe besonders interessant ist. Diese enthält nämlich neben dem neuen Film auf UHD auch das Original „Deathstalker – Der Todesjäger“ von 1983 auf Blu-ray. Die Mediabook-Edition kann bei Händlern wie Amazon bereits vorbestellt werden, was nötig sein dürfte. Denn es ist damit zu rechnen, dass diese Version dann vergriffen sein wird.
Natürlich erscheint die Neuverfilmung auch als reguläre Blu-ray am selben Tag. Zum Zeitpunkt des Erscheinens dieses Artikels kann diese Fassung bei Amazon noch nicht vorbestellt werden, das sollte sich aber zeitnah ändern. Einen Eintrag gibt es bei Amazon nämlich schon:
Das ist "Deathstalker": Die blutige Antwort auf "Conan"
Das ursprüngliche „Deathstalker“ entstand Anfang der 80er-Jahre, als Arnold Schwarzeneggers „Conan – Der Barbar“ gerade eine ganze Welle von Nachahmern losgetreten hatte. Damals wollte auch B-Movie-Legende Roger Corman ein Stück vom Fantasy-Kuchen abhaben und drehte für – wie es bei ihm meist der Fall war – vergleichsweise sehr wenig Geld 1983 „Deathstalker“, hierzulande auch als „Der Todesjäger“ bekannt. Der Film erhielt in Deutschland eine FSK-18-Freigabe und entwickelte sich trotz (oder wohl gerade wegen) seiner Mischung aus Gewalt, nackter Haut, Gummi-Monstern und hemmungslosem Fantasy-Trash zum Kultfilm.
Der Erfolg des Films, der nur 500.000 Dollar kostete, aber knapp zwölf Millionen einspielte, reichte sogar für die Produktion von insgesamt drei Fortsetzungen, die zwischen 1987 und 1991 in schneller Abfolge gedreht und veröffentlicht wurden. Mehr als 40 Jahre später durfte Regisseur Steven Kostanski nach seinem schrägen Geheimtipp „Psycho Goreman“ nun in diese Welt eintauchen.
"John Wick"-Star Daniel Bernhardt wird zum Barbaren
Im neuen „Deathstalker“ übernimmt der Schweizer Daniel Bernhardt die Titelrolle. Action-Fans kennen ihn unter anderem als Kirill aus „John Wick“ sowie als Agent Johnson aus „Matrix Reloaded“. Darüber hinaus arbeitet Bernhardt seit Jahrzehnten als Stuntman und Kampfchoreograph. Dabei ist er einer der Besten seines Faches und war so schon an zahlreichen großen Hollywood-Produktionen beteiligt.
Als gewissenloser Söldner Deathstalker schlägt er sich in der Neuversion durch das Königreich Abraxeon, das von den sogenannten Dreadites heimgesucht wird. Die brutalen Krieger gelten als Vorboten des längst totgeglaubten Zauberers Nekromemnon. Doch als ihm ein mysteriöses Amulett Deathstalker in die Hände fällt, zieht er nicht nur einen Fluch auf sich, sondern wird auch zur Zielscheibe. Aus dem eigentlich nur auf seinen eigenen Vorteil bedachten Krieger wird unfreiwillig der Mann, der das ganze Königreich retten könnte.
Wieder Gummi-Monster und Co. statt CGI
Regisseur Steven Kostanski hat sich wie bei seinen vorherigen Filmen auf die Ursprünge der Trash-Reihe besonnen. Hochwertige CGI moderner Fantasy-Blockbuster solltet ihr in „Deathstalker“ nicht erwarten. Stattdessen wandeln Menschen in Monsteranzügen mit Prothesen und Old-School-Make-up-Effekten herum. Sogar Stop-Motion-Animationen kommen zum Einsatz.
Genau dieser Ansatz brachte dem Projekt die Unterstützung eines ziemlich prominenten Fantasy-Fans ein. Guns-N'-Roses-Gitarrist Slash erklärte sich bereits, als Ausführender Produzent dem Projekt zu helfen. Zudem steuerte er auch einen Song zum Rock-Soundtrack des erfolgreichen Komponisten Bear McCreary bei. Den kennt man vor allem durch seine Arbeit an zahlreichen großen Serien wie „Battlestar Galactica“, „Outlander“, „The Walking Dead“ und „Der Herr der Ringe: Die Ringe der Macht“. Wer sich die englische Originalfassung anschaut, bekommt zudem noch „King Of Queens“-Legende Patton Oswalt als Stimme des freundlichen Zauberers Doodad zu hören.
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