Von November 1945 bis Oktober 1946 standen während der Nürnberger Prozesse Hermann Göring, Rudolf Heß und viele weitere ranghohe Nazis vor einem internationalen Gericht. Diese juristische Aufarbeitung der fürchterlichen NS-Verbrechen wurde später im Justizdrama „Das Urteil von Nürnberg“ des Regisseurs Stanley Kramer eindrucksvoll filmisch verarbeitet.
Da systematische Massenmorde und die Folgen von faschistoidem Gedankengut seit Kramers Kino-Meilenstein weiterhin Themen von brenzliger Aktualität sind, war es eine Frage der Zeit, bis sich Hollywood erneut mit Starbesetzung an die Prozesse heranwagt: Im September 2025 feierte der historische Justiz-Thriller „Nürnberg“ seine Weltpremiere, im Mai dieses Jahres kam er auf die hiesigen Leinwände. Und diese Woche ist „Nürnberg“ im Heimkino erschienen – darunter als Limited Edition 4K-Disc im Steelbook.
Das 4K-Steelbook enthält „Nürnberg“ auf UHD-Scheibe und auf regulärer Blu-ray, als Bonusmaterial gibt es Interviews mit Cast und Crew sowie einen Audiokommentar. In dem sind Regisseur und Drehbuchautor James Vanderbilt („Der Moment der Wahrheit“) sowie Kameramann Dariusz Wolski („Fluch der Karibik“) zu hören.
Parallel zum Limited Edition Steelbook mit dem Film in 4K-Qualität sind zudem DVD* und Blu-ray* erschienen, außerdem ist der Historien-Thriller auf diversen Plattformen als VOD verfügbar, etwa bei Amazon Prime Video*.
Darum geht es in "Nürnberg"
Nürnberg nNach Ende des Zweiten Weltkriegs: Den faschistischen Haupt-Kriegsverbrechern, die die Alliierten noch lebend zu fassen bekommen haben, soll der Prozess gemacht werden. Speziell zu diesem Zweck wurde ein Internationaler Militärgerichtshof einberufen. Zu den Angeklagten zählt auch Hitlers frühere rechte Hand, Hermann Göring (Russell Crowe).
Um einen wasserdichten, erfolgreichen Prozess zu gewährleisten, wird der Psychiater Douglas Kelly (Rami Malek) herbeibestellt. Er soll überprüfen, ob Göring überhaupt prozesstauglich ist und sich im Laufe ausführlicher Gespräche ein Bild von seiner Psyche machen. Allerdings droht Kelly, der Präsenz des manipulativen Strippenziehers Göring zu verfallen...
Neben „Gladiator“-Star Crowe und Malek („Bohemian Rhapsody“) standen unter anderem Michael Shannon („Man Of Steel“), „Mad Men“-Mime John Slattery, Leo Woodall („Bridget Jones 4“), Richard E. Grant („Can You Ever Forgive Me?“) sowie „Nobody 2“-Mime Colin Hanks vor der Kamera, genauso wie Andreas Pietschmann („Dark“). Die Musik zum Film stammt indes von Brian Tyler, der üblicherweise leichtgängige Popcornfilme wie „Fast & Furious 10“, „Die Unfassbaren 3 - Now You See Me“ und „Iron Man 3“ untermalt.
Einen actionreichen Popcorn-Blockbuster hat Vanderbilt aus „Nürnberg“ zwar nicht gemacht, allerdings ist sein Film auch nicht darum bemüht, die Schwere und Relevanz von Kramers „Das Urteil von Nürnberg“ erneut einzufangen. FILMSTARTS-Autor Markus Tschiedert bezeichnet die Gerichtsszenen in seiner Kritik als „ziemlich klischeehaft komprimiert“. Weiter bezeichnet er Menschen, „die nur wenig bis gar nichts über die historischen Hintergründe vor 80 Jahren wissen“ als Kernzielgruppe des Films – doch „als Einstieg in das Thema hat [er] seine Berechtigung“, so Tschiedert.
Und wenn ihr nach „Nürnberg“ einen leichter verdaulichen Film mit Crowe sehen möchtet: Kennt ihr schon den folgenden Titel?
Mit Russell Crowe und einem DER Action-Stars der Stunde: Knüppelharter Martial-Arts-Kracher à la "Warrior" feiert Heimkino-Premiere*Bei den Links zum Angebot von Amazon handelt es sich um sogenannte Affiliate-Links. Bei einem Kauf über diese Links oder beim Abschluss eines Abos erhalten wir eine Provision. Auf den Preis hat das keinerlei Auswirkung.