Erfolgsproduzent Jerry Bruckheimer steht üblicherweise für krachende Action wie in „The Rock“, „Con Air“ und „Armageddon“. Gelegentlich betätigt er sich aber abseits dieses Metiers – beispielsweise produzierte er den 1980er-Megahit „Flashdance“. Auch zu Beginn der 2000er machte Bruckheimer einen Film, in dem es nicht um Heldentaten und Adrenalin, sondern um Musik und klopfende Herzen geht.
Und doch mischt sich die Romantikkomödie „Coyote Ugly“ stimmig in die Bruckheimer-Vita. Denn sie setzt nur dann und wann auf Kuschelstimmung. Über weite Strecken geht es in „Coyote Ugly“ darum, einem besorgten Vater beizubringen, dass ein Job in einer lauten Bar, wo die Bardamen vor räudigen Männern tanzen, gar nicht übel ist, und um Outfits, die einem pubertierenden Publikum ein knallrotes Gesicht verpassen.
Das klingt wie eine krude Mischung, die in einem Hollywood-Konferenzraum am Reißbrett entworfen wurde, um gegensätzliche Zielgruppen kalkuliert abzuholen. Doch das Ergebnis ist ein erstaunlich spaßiger Barbesuch, der im launigen Tempo von geselliger Partystimmung zu zweisamer Schmachterei und zurück wechselt – fetziger Soundtrack und zwischenmenschliches Prickeln sind da inklusive. Heute, am 20. August 2026, zeigt der Disney Channel „Coyote Ugly“ ab 20.15 Uhr – zudem könnt ihr den Film zeitlich flexibel bei Disney+ abrufen:
Darum geht es in "Coyote Ugly"
Violet Sanford (Piper Perabo) verlässt gegen den Rat ihres Vaters (John Goodman) ihre kleine Heimatstadt, um in New York als Songschreiberin Karriere zu machen. Angesichts arger Startschwierigkeiten braucht sie in ihrer neuen Heimat dringend einen Job, weshalb sie in einer Bar namens Coyote Ugly anheuert, die ein eigenwilliges Konzept verfolgt:
Barchefin Lil (Maria Bello) hat ein lautes, wildes Etablissement begründet, in dem die Bardamen singen, auf der Theke tanzen, Dinge anzünden, mit Wasser herumspritzen und mit den Gästen flirten – wenn sie sie nicht vermöbeln oder beschimpfen, weil die Typen sich nicht zurückhalten können.
Mit der Energie von Rachel (Bridget Moynahan), Cammie (Izabella Miko), Zoe (Tyra Banks) und Lil kann Violet nicht mithalten, aber ihre Flirts mit dem flunkernden Kevin (Adam Garcia) und die Freude am Rampenlicht geben ihr den nötigen Willen zum Durchhalten – bis Übermut, Terminprobleme und Missverständnisse drohen, Violets neues Leben zum Einsturz zu bringen...
Ein anderes New York, ein anderes Partyleben
„Coyote Ugly“ ist eine waschechte Zeitkapsel: Als im August 2000 in die US-Kinos gelangte, in New York City spielende Party-RomCom fängt sie den Big Apple in einer Weise ein, die etwas mehr als ein Jahr später für immer unmöglich werden sollte. Auch ungeachtet dessen, dass Skyline und Mentalität der US-Metropole sich massiv verändern sollten:
Vergleicht man die Freizeitgepflogenheiten Jugendlicher und junger Erwachsener im Jahr 2026 mit der überspitzten, allerdings plausiblen Fantasie dieses Film, Nacht für Nacht Zeit und Geld für ausufernde Barbesuche zu haben, zeigt sich überdeutlich, wie sich die Wirtschaftslage sowohl auf den Alltag als auch auf Eskapismus auswirkt. Ganz davon zu schweigen, dass die in „Coyote Ugly“ gezeigten Dating-Gewohnheiten zwar 2000 schon Hollywood-Kopfgeburten waren, 2026 aber völlig abstrus wirken – in einer Smartphone-Welt ist dieser Film einfach undenkbar.
Undenkbar ist „Coyote Ugly“ auch ohne seinen starken Soundtrack, der fetzige Charthits mit Originalsongs mischt, die Liebessehnsucht mit tanzbarem Rhythmus und Ohrwurm-Melodien zum Ausdruck bringen. Country-Popstar LeAnn Rimes übernimmt darin für Violet-Darstellerin Piper Perabo die Singstimme, im Finale tritt sie sogar selbst in Erscheinung. 2027 soll in London übrigens eine Bühnenmusical-Adaption von „Coyote Ugly“ Premiere feiern, in der diese Lieder gewiss prominent Raum einnehmen! Eine Kinofortsetzung wiederum wird in Interviews sporadisch in Aussicht gestellt, doch Fans sollten besser nicht ungeduldig den Atem anhalten.
Bezüglich der Fortsetzung einer anderen Bruckheimer-Produktion brodelt es derweil wieder ordentlich in der Gerüchteküche: Kehrt Johnny Depp etwa als Jack Sparrow zurück? Mehr dazu erfahrt ihr im folgenden Artikel...
Werden Fan-Träume doch noch wahr? Gespräche mit Johnny Depp für "Fluch der Karibik 6" laufen!*Bei diesem Link zu Disney+ handelt es sich um einen Affiliate-Link. Mit dem Abschluss eines Abos über diesen Link unterstützt ihr FILMSTARTS. Auf den Preis hat das keinerlei Auswirkung.