Heute im TV: Eine legendäre Comic-Verfilmung – auch 37 (!) Jahre nach Veröffentlichung noch immer richtig starkes Kino!

Wer an Comic-Blockbuster denkt, dem kommt sofort das MCU oder auch das DC-Gegenstück in den Sinn. Doch natürlich gab es auch schon früher Comic-Verfilmungen. Bis heute unvergessen ist Tim Burtons „Batman“. Am 25. August 2026 um 20.15 Uhr auf Nitro.

Film- und Comic-Batman haben einen komplett unterschiedlichen Werdegang. Während Gothams dunkler Ritter im Comic-Universum bereits in den 70ern und 80ern langsam zu einer geerdeten Figur wurde, deren Abenteuer sich ernst, tragisch und gruselig präsentierten – eine Transformation, die mit der Neugestaltung durch Comic-Genie Frank Miller ins Extreme getrieben wurde, hallte im Film- und Fernsehbereich noch lange die Erinnerung an den von Adam West verkörperten Batman nach. Doch die albernen Zeiten des Batusi und schlechter Bat-Jokes waren lange vorbei – und es brauchte auch im Kino einen neuen Batman!

Auftritt Tim Burton. Der angehende Regie-Legende hatte gerade mit „Pee-Wee’s irre Abenteuer“ von 1985 und dem drei Jahre später erschienenen Kassenhit „Beetlejuice“ zwei echte Erfolge gefeiert – und war auf der Suche nach der nächsten Herausforderung. Für Warner sollte er „Batman“ inszenieren – ein gewagtes Unterfangen, denn es herrschte Unsicherheit, ob Burton in der Lage sei, ein solches Big-Budget-Projekt umzusetzen. Doch es sollte sich auszahlen – denn nicht nur war „Batman“ 1989 ein echter Kassenerfolg, sondern Tim Burtons Superhelden-Vision auch das fehlende Bindeglied zwischen dem Komödien-Batman der TV-Landschaft und dem düsteren Rächer der Comics.

Wer den Film mal wieder – oder vielleicht sogar zum ersten Mal – schauen will, hat am heutigen 25. August 2026 die ideale Gelegenheit dazu, denn „Batman“ läuft um 20.15 Uhr beim Spartensender Nitro. Wer den Film zu jeder Zeit sehen möchte, der findet diesen aktuell im Streaming-Abo von HBO Max oder alternativ im Amazon-Prime-Video-Channel von HBO Max:

Darum geht es in "Batman"

Kleinganove Jack Napier (Jack Nicholson) hat es endgültig satt! Für Gangsterboss Carl Grissom (Jack Palance) erledigt er immer und immer wieder die Drecksarbeit. Aufstiegschancen? Fehlanzeige! Und so schmiedet er einen Plan, um seinen Boss aus dem Weg zu räumen und selbst die Kontrolle über Gothams Unterwelt zu übernehmen. Doch Grissom durchschaut seine Absichten und lockt ihn in eine Falle. Bei der folgenden Auseinandersetzung stürzt Napier in einen Säuretank. Doch er überlebt – aber mit einem grotesk entstellten Gesicht. Fortan nennt er sich Joker und stürzt sich in einen immer hemmungsloseren Feldzug gegen Gotham City.

Während der Joker mit seinen bizarren Verbrechen die Stadt ins Chaos stürzt, gerät auch die Fotografin Vicky Vale (Kim Basinger) in sein Visier. Die hat inzwischen ein Auge auf den wohlhabenden Bruce Wayne (Michael Keaton) geworfen, ahnt jedoch nicht, dass sich hinter dem zurückhaltenden Millionär niemand anderes als der geheimnisvolle Batman verbirgt. Als maskierter Rächer zieht dieser Nacht für Nacht durch Gotham City und sorgt für Recht und Ordnung. Nun muss er sich dem Joker stellen, um seine Heimatstadt und Vicky vor dem wahnsinnigen Verbrecher zu bewahren.

"Batman": Die Stadt ist der Star

„Batman“ lebt von Tim Burtons Gespür für schräge Außenseiterfiguren – das ist logisch. Figuren wie Jack Nicholsons Joker, der hier eher eine Art anarchistischer Entertainer ist, oder Michael Keaton, der hier in einem extrem unflexiblen Bat-Suit durch die Nacht rauscht, haben ihren ikonischen Status zurecht bekommen. Gerade auch, weil sie in ihren Figuren den bunten Nonsene der frühen Comic-Tage als auch die düstere Comic-Ära der 80er-Jahre vereinen. Doch viel mehr noch verdankt „Batman“ seinen Kultstatus dem ikonischen Design von Gotham City.

Verantwortlich dafür ist der Designer Anton Furst. Dieser legte die DC-Großstadt als betongewordenen Albtraum an, die dennoch mit einer fast zeitlosen Schönheit begeistern kann – und die Welt des dunklen Rächers nachhaltig beeinflusst hat. So wurde beispielsweise das Gotham City in „Batman: The Animated Series“ nach diesem Vorbild wiederbelebt und erweitert. In dem urbanen Labyrinth aus Häuserschluchten trifft deutscher Expressionismus auf gotische Architektur und Art Déco. Eine faszinierende Metropole, an der man sich kaum sattsehen kann, die aber dennoch eine fast beklemmende Wirkung entfaltet.

Wer derweil wissen möchte, wie es mit Batman im Kino weitergeht, der klickt hier:

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Stefan Geisler
Stefan Geisler
-Redakteur
Stefan ist ein echter Comic-Fan: Er liebt Graphic Novels und klassische Comics wie "Hellboy" und "Batman". Er hofft auch immer noch auf eine Film-Umsetzung von Eric Powells "The Goon"!
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