„The Saga Of Rex“ ist nicht etwa das neue Werk von Disney, Pixar oder den „Minions“-Machern aus dem Hause Illumination, sondern eine Arbeit des kanadischen Cartoonisten und Animators Michel Gagné. Das Besondere daran: Er hat den Film, der im Laufe des Jahres 2027 erscheinen soll, fast im Alleingang fertiggestellt. Nur ein langjähriger Freund half ihm beim sogenannten Inbetweening, also beim Erstellen von Zwischenbildern, aus.
Bereits 1998 nahm das Projekt mit einer Buchveröffentlichung seinen Anfang, später wurde daraus ein Comic. Ab 2012 machte sich Gagné an die Umsetzung des Animationsprojekts. Mit Spenden über Kickstarter finanzierte er zuerst einen Kurzfilm, mit dem er bei Studios vorstellig wurde. Obwohl ihm Angebote vorlagen, entschied er sich dafür, seinen Traum vom Kinofilm unabhängig und alleine weiterzuverfolgen.
Ein Trailer sorgt für Begeisterung: Das ist "The Saga Of Rex"
Nicht nur aufgrund dieser Hintergrundgeschichte sorgt der Trailer für Begeisterung und sammelte innerhalb kürzester Zeit tausende Likes auf Videoplattformen, in sozialen Netzwerken und Diskussionsforen wie Reddit. Er bietet einen ersten Einblick in eine fantasievolle sowie farbenprächtige Welt und sieht schlicht wunderschön aus. Die handgezeichneten Bilder sind ziemlich einzigartig und natürlich ein Kontrast zu dem KI-Slop, der viele Videoplattformen flutet.
Michel Gagne
Im Mittelpunkt des Films steht der titelgebende kleine Fuchs Rex, der gemeinsam mit anderen Tieren von Außerirdischen entführt und quer durch das Universum gebracht wird. Dort trifft er auf das mysteriöse Wesen Aven. Gemeinsam müssen sich die beiden einer Reihe ungewöhnlicher Prüfungen stellen, während zwischen ihnen allmählich eine besondere Verbindung entsteht. Die noch dialogfreie und nur von Musik unterlegte Vorschau macht dabei deutlich, dass Rex und Aven allerlei Gefahren meistern müssen und es auch mit zahlreichen abgefahrenen Monstern zu tun bekommen.
Mit Acht-Stunden-Tagen und Nebenjobs für Marvel, LEGO und Co.
Dass der Mann hinter „The Saga Of Rex“ sein Handwerk versteht, ist übrigens keine Überraschung. Zur ganzen Geschichte gehört nämlich, dass Gagné keineswegs ein unerfahrener Neuling oder Quereinsteiger ist. Er ist ein erfahrener und bekannter Name in der Animationsbranche. Seit über 40 Jahren ist er in dieser tätig. Als Animator und Effektspezialist war er an Klassikern wie „Feivel, der Mauswanderer“, „Der Gigant aus dem All“, „Das magische Schwert – Die Legende von Camelot“ oder „Ratatouille“ und auch an der „Star Wars“-Serie „The Clone Wars“ beteiligt.
Seine Kontakte in die Branche halfen ihm auch, das Herzensprojekt zu finanzieren. Während der gesamten Arbeitsphase an „The Saga Of Rex“ nahm er als Freiberufler weiterhin Aufträge für große Hollywood-Produktionen an. So war er unter anderem an „Space Jam 2“, dem Marvel-Highlight „Spider-Man: A New Universe“, dem LEGO-Musik-Biopic „Piece By Piece“ oder dem mit Spannung erwarteten Netflix-Film „Ray Gunn“ beteiligt.
Michel Gagne
Sein Hauptjob war laut eigener Aussage aber immer „The Saga Of Rex“. Mindestens acht Stunden hat er laut Berichten jeden Tag an seinem Film gearbeitet. Selbst als er zwei Monate lang seine rechte Hand nicht mehr benutzen konnte, arbeitete er weiter und brachte sich bei, die nötigen Arbeiten mit der linken zu erledigen. Jetzt bleibt mit Spannung abzuwarten, wann und wie wir das Ergebnis sehen können. Michel Gagné kündigte an, dass er „The Saga Of Rex“ 2027 erst einmal auf Filmfestivals präsentieren will, bevor der weitere Vertrieb des Films entschieden wird.
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