Keine Frage wird in Hollywood seit einer ganzen Weile so intensiv diskutiert wie diese: Wer tritt die Nachfolge von Daniel Craig als James Bond an? Seit Jahren kursieren dazu etliche Namen, doch nun könnte sich das Kandidatenfeld tatsächlich ganz entscheidend verkleinert haben. Zuletzt wurde schon bekannt, dass in Kürze ein Vorsprechen stattfinden wird, bei dem die finale Auswahl an Kandidaten sich beweisen darf. Laut Page Six, der Klatschseite der New York Post, soll es Anfang September so weit sein. Zudem will das Magazin erfahren haben, welche Schauspieler daran teilnehmen. Es handelt sich um sechs Darsteller, die noch eine Chance auf die Rolle des Agenten mit der Lizenz zum Töten haben.
Mit Callum Turner, Jacob Elordi und Harris Dickinson ist auch jenes Trio dabei, welches schon länger mit dem Part in Verbindung gebracht wird. Schon im Juni konnten wir berichten, dass sie alle bei dem Vorsprechen dabei sein werden.
Amazon / Constantin Film
Damals vermeldeten wir aber, dass Casting-Direktorin Nina Gold den Auftrag habe, ganz bewusst auch weniger bekannte Schauspieler an Bord zu holen, die mit den prominenteren Anwärtern konkurrieren könnten. Das ist ihr wohl gelungen, denn die besten Chancen soll ausgerechnet der mit Abstand unbekannteste Schauspieler auf der Liste haben.
Jack Barton vor Mescal, Elordi und Co.
Laut dem Bericht gehören aktuell folgende sechs Darsteller zum Kreis der Kandidaten:
- Jack Barton („Heartstopper“, „SAS: Rogue Heroes“)
- Jack Lowden („Slow Horses“, „Dunkirk“)
- Callum Turner („Phantastische Tierwesen“, „Masters Of The Air“)
- Jacob Elordi („Euphoria“, „Saltburn“)
- Paul Mescal („Gladiator II“, „Aftersun“)
- Harris Dickinson („Babygirl“, „Triangle Of Sadness“)
Für Diskussionen dürfte sorgen, dass Paul Mescal, der bereits früher mit der Rolle in Verbindung gebracht, zuletzt aber kaum mehr gehandelt wurde, nun wohl doch im Rennen ist. Der spannendste Name ist aber der von Jack Barton. Schließlich hat er bislang noch keinen Kinofilm angeführt, sondern auf der großen Leinwand überhaupt erst eine winzige Nebenrolle in Yorgos Lanthimos' Oscar-Hit „Poor Things“ absolviert. Kennen dürftet ihr den 31 Jahre alten Briten vorwiegend durch Serien. Im Netflix-Hit „Heartstopper“ ist er der ältere Bruder einer Hauptfigur, dazu mischt er in „SAS: Rogue Heroes“ mit. Die Entstehungsgeschichte einer britischen Spezialeinheit stammt immerhin von Steven Knight, dem Autor des kommenden „James Bond 26“.
Disney / Netflix
Vor allem soll sich Barton aber laut den Quellen von Page Six im bisherigen Casting-Prozess zu einem ernsthaften Favoriten entwickelt haben. Insider bezeichnen Barton angeblich bereits als „The One“. Gefunden worden sein soll er von Casting-Direktorin Nina Gold bei ihrer gezielten Suche nach weniger bekannten britischen Schauspielern.
Noch 2026 soll der neue 007 feststehen
Wichtig ist aber, dass man das weiterhin mit einer ordentlichen Portion Vorsicht genießen sollte. Page Six ist nicht die verlässlichste Quelle und bekannt dafür, Informationen auch zu übertreiben. Zudem sind wir immer noch im Auswahlprozess, es kann also noch Änderungen geben. Es spricht aber viel dafür, dass diese sechs Namen wirklich auf der Liste stehen. Turner, Elordi und Dickinson werden auch von Deadline bestätigt. Dass Lowden beim Vorsprechen dabei sein soll, will auch The Playlist unabhängig in Erfahrung gebracht haben.
Universal Pictures / Apple
Was vor allem sicher ist: Die Suche ist nun wirklich in der entscheidenden Phase. Die Vorsprechen stehen unmittelbar bevor. Wenn wir vorherige 007-Suchen als Maßstab nehmen, dürften sie aus zwei Runden bestehen. In der ersten mussten die Kandidaten in der Vergangenheit oft eine oder mehrere Szenen aus alten Bond-Filmen nachspielen. Die zwei oder drei Leute, die hier am meisten überzeugen, dürfen sich dann in einer weiteren Runde schon mit Drehbuchseiten aus dem neuen Film beweisen. Noch vor Ende 2026 soll der Name verkündet werden, wie die Verantwortlichen um Produzentin Amy Pascal („Spider-Man: Brand New Day“) zuletzt verrieten. Selbst wenn Jack Barton jetzt der Favorit sein sollte, hat er also noch einige Hürden zu meistern.