Blutrünstiges Fantasy-Spektakel mit FSK 18 neu im Heimkino: Das indizierte Original ist Kult – aber das Remake ist noch so viel besser!

In den 80ern erlangten einige B- und C-Movies Kultstatus, die heute höchstens noch aus nostalgischen Gründen Anklang finden. Dadurch ergibt sich jedoch die Chance für Remakes, es besser zu machen – wie nun ein aktuelles Beispiel zeigt.

Gehen Hollywood die Ideen aus? Oder ist es bloß bequemer, mit weniger Aufwand zu ernten, was etablierte Marken einst gesät haben? Am Ende gibt es wohl viele Gründe für die Vielzahl von Remakes, Reboots, Prequels und anderen Ablegern, die uns seit Jahren um die Ohren gehauen werden. Und ja, viele dieser Filme (und Serien) sind nicht notwendig und können ihren Vorbildern in der Regel auch nicht das Wasser reichen. Doch Ausnahmen bestätigen eben auch genau diese Regel.

Jüngstes Beispiel: Deathstalker“ – das Legacy Sequel zum gleichnamigen Kult-Hit aus der Kultschmiede von Low-Budget-Koryphäe Roger Corman, der hierzulande auch unter dem Titel „Der Todesjäger“ bekannt ist und als „Conan“-Trittbrettfahrer seinerzeit eigentlich nur einen Zweck hatte: schnellen Reibach machen. Und die Rechnung ging auf.

Produktionskosten von 500.000 Dollar stand am Ende ein Gewinn in zweistelliger Millionenhöhe gegenüber. Da kümmerte es die Macher auch nicht weiter, dass das freizügige Gemetzel von der Kritik verrissen wurde – und auch beim Publikum keine Jubelstürme auslöste. Und so wurden bis 1993 nicht nur drei Fortsetzungen, sondern auch jede Menge weitere Gurken ähnlicher Couleur nachgeschoben, die – mit Ausnahme vielleicht von „Deathstalker II - Duell der Titanen“ – allesamt zeigten, dass es noch viel schlechter geht.

Es mussten über 40 Jahre vergehen, bis schließlich Steven Kostanski um die Ecke kam und das kultige Trash-Franchise mit „Deathstalker“ in nie dagewesene Höhen katapultierte. Was sich der auf handgemachte Creature-Features und Retro-Genrekino mit 80er-Flair spezialisierte Kanadier für das Kult-Revival einfallen ließ? Davon konnten sich die B-Movie-Enthusiasten anderswo bereits vor über einem Jahr überzeugen. Hierzulande mussten wir letzlich noch eine Weile ausharren, doch jetzt ist es endlich so weit: Während ihr das Original, das 25 Jahre auf dem Index stand, aktuell ganz ohne Zusatzkosten mit eurem Prime-Video-Abo streamen* könnt, erscheint der neue „Deathstalker“-Film am 13. November 2026 endlich auch in Deutschland – ungekürzt mit FSK 18. Auf DVD* und Blu-ray* sowie als auf nur 777 Stück limitierte 4K-Edition im Mediabook*:

Und eines können wir an dieser Stelle bereits verraten: Wer mit den Werken Kostanskis vertraut ist, weiß auch schon ganz genau, was einen auch diesmal erwartet…

Nach "Psycho Goreman" kommt "Deathstalker"

Für den Fall, dass ihr noch nie von Steven Kostanski gehört habt: Das ist der Kerl, der seine Faszination fürs eklig-spaßige Horror-, Fantasy- und Sci-Fi-Unterhaltung in den vergangenen Jahren immer wieder mit wenig Budget und umso mehr Liebe für die Materie ausgelebt hat. Das beste Beispiel: Die intergalaktische Blutorgie „Psycho Goreman“, in dem ein außerirdischer Krieger auf der Erde landet, sich mit zwei Kindern anfreundet – und in deren Dienst drauf los splattert, als gäbe es kein Morgen …

… und Kostanski macht mit „Deathstalker“ genau da weiter. Es scheint ganz so, als würde der Autor und Regisseur seine Filme der menschlichen Anatomie nachempfinden – denn diese haben nicht nur jede Menge Blut, sondern auch ein großes Herz. Inhaltlich ist das Ganze natürlich eine Sword-and-Sorcery-Sause, wie es sie schon zig mal gab. Bezahlt macht sich hingegen, dass Konstanski eben nicht nur Regisseur, sondern auch ein erfahrener Spezialeffekt-Meister ist – und mit Gummimasken, Kunstblutbeuteln und Co. eine handgemachte Gore-Granate entfesselt, wie man sie heute kaum noch zu sehen kriegt.

Ja, „Deathstalker“ ist direkt den 80ern entsprungen und nimmt sein Publikum auf eine Zeitreise in eine Ära mit, in der vielleicht nicht alles besser (etwa das „Der Todesjäger“), aber irgendwie sympathischer war. Und Hauptdarsteller Daniel Bernhardt, den Action-Aficionados aus den „Matrix“- und „John Wick“-Filmen kennen? Der geht in der Rolle voll auf – und brilliert als schwertschwingender Muskelprotz, dass man am liebsten den Quelle-Katalog rauskramen würde, um sich direkt die neueste Deathstalker-Actionfigur nach Hause zu holen…

Noch mehr Ab-18-Stoff gibt's im nachfolgenden Artikel:

"Absolut geisteskrank": Einer der krassesten FSK-18-Kultfilme der 90er kommt ins Heimkino – ungekürzt!

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Daniel Fabian
Daniel Fabian
-Senior-Redakteur
Ob Sammlereditionen aus aller Welt, aktuelle Schnäppchen oder Uncut-Horror – er weiß ganz genau, wie man an die großen Must-Haves kommt.
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