Mit seiner eindringlichen Darbietung von Batman-Bösewicht Bane in „The Dark Knight Rises“ hat sich Tom Hardy bei vielen Zuschauern tief ins Gedächtnis gebrannt. Was viele nicht wissen: Nur wenige Jahre später hätte er beinahe eine weitere Figur im DC-Kosmos verkörpert. Doch diesmal hätte er die Stadt nicht ins Chaos gestürzt, sondern sie genau davor bewahrt.
So stand Hardy eigentlich schon als Besetzung für Rick Flag fest, den Gruppenanführer im ersten „Suicide Squad“. Letztendlich ging die Rolle jedoch an Joel Kinnaman – ein Umstand, der für Hardy äußerst frustrierend war.
Deshalb musste Tom Hardy "Suicide Squad" verlassen
Nachdem bekannt wurde, dass Hardy nicht mehr Teil von „Suicide Squad“ sein würde, lief die Gerüchteküche erst einmal heiß. Einige Stimmen vermuteten, dass der Schauspieler mit dem Projekt nicht zufrieden war, was er allerdings noch weit vor Kinostart persönlich dementierte: „Ich wollte unbedingt daran mitarbeiten, und ich weiß, dass das Drehbuch der absolute Hammer ist“, erzählte er 2015 dem Branchenmagazin Collider.
Dabei nannte er auch den wahren Grund für sein Ausscheiden, der schlicht auf ein Terminproblem zurückzuführen war. Der Dreh von „The Revenant“, in dem Hardy den Widersacher von Leonardo DiCaprio spielte, verlief nämlich deutlich länger als zunächst geplant – und überschnitt sich schließlich mit den Arbeiten an „Suicide Squad“.
Zu allem Überfluss setzte Hardys Rolle in „The Revenant“ einen langen Rauschebart voraus, der in keiner Weise zu Rick Flag gepasst hätte (und dass dies ein desaströser Faktor für einen Filmdreh sein kann, stellte spätestens Henry Cavills unrühmlich retuschierter Schnurrbart in „Justice League“ zur Schau – ausgerechnet auch eine Produktion aus dem Hause DC).
Daher verstand Hardy zwar, warum seine Umbesetzung unvermeidlich war, zeigte sich aber dennoch merklich angefressen: „Ich wurde quasi mit voller Wucht aus ‚Suicide Squad‘ rausgekickt und musste die Rolle an Joel Kinnaman abgeben.“ Seinem Schauspielkollegen gab er trotzdem Rückenwind: „Er wird einen fantastischen Job machen.“
Zumindest damit sollte er auch recht behalten. Denn während der Film selbst – trotz seines massiven finanziellen Erfolges – sowohl Kritiker als auch Fans weitgehend enttäuscht zurückließ, konnte Kinnaman als Rick Flag auf ganzer Linie überzeugen. So sehr sogar, dass er in James Gunns Soft-Reboot „The Suicide Squad“ zusammen mit Margot Robbie und Viola Davis als eine der wenigen Hauptfiguren aus dem Original zurückkehrte.
Hardys Groll wird im Nachhinein ohnehin schnell verflogen sein, schließlich hätte er ohne seinen gescheiterten DC-Auftritt womöglich niemals beim Konkurrenten Marvel anheuern können. Und dass der Schauspieler jede Menge Spaß in der Rolle als „Venom“ hatte, sieht man in jeder Sekunde seiner drei Spider-Man-Ableger.
Apropos Spider-Man: Auch Tom Cruise verpasste nur knapp seinen Auftritt in einem Comic-Film. Der „Mission Impossible“-Star sollte einst die freundliche Spinne aus der Nachbarschaft verkörpern – nur dass diese Version überhaupt nicht so freundlich ausgesehen hätte:
Tom Cruise hätte beinahe eine düstere Variante von "Spider-Man" gespielt – es existiert sogar ein fertiges Drehbuch!*Bei dem Link zum Angebot von Amazon handelt es sich um einen sogenannten Affiliate-Link. Bei einem Kauf über diesen Link erhalten wir eine Provision.