Filmfans freut es besonders, wenn sich renommierte, seit Jahrzehnten erfolgreiche Stars für einen Film zusammenfinden. Ein jüngeres Beispiel für das Aufeinandertreffen zweier solcher Schauspiel-Schwergewichte ist der Thriller „Wolves“ (2024) mit den Oscar-Gewinnern und „Ocean‘s Eleven“-Kollegen George Clooney und Brad Pitt.
Noch weit länger im Geschäft als Clooney und Pitt sind Ex-„Batman“-Darsteller Michael Keaton und Morgan Freeman („Die Verurteilten“). Keaton begann seine Karriere in den 70er-Jahren, Freeman ein Jahrzehnt früher. Sie sind damit zwei echte Hollywood-Ikonen, die bislang in rund 200 (!) Filmen zu sehen waren. Bald kommt noch ein weiterer Film hinzu, für den die beiden nach fast vier Jahrzehnten erneut zusammenarbeiten – und sich als erbitterte Feinde im Wilden Westen gegenüberstehen.
Keaton und Freeman als gezeichnete Western-Helden
Wie das Branchenmagazin Deadline exklusiv berichtet, werden Keaton und Freeman die Hauptrollen im Western-Thriller „Rode To Ruin“ übernehmen. Das Projekt befindet sich noch in der frühen Entwicklungsphase und basiert auf einem Drehbuch von R. Dean McCreary (Co-Autor des Horrorfilms „The Pope’s Exorcist“).
Keaton, der den Film auch inszenieren wird, übernimmt die Rolle des Ex-U.S.-Marshals Henry Tillman. Dieser sucht seit 40 Jahren nach dem Mörder seiner Frau. Eine Spur führt ihn zum gealterten Outlaw Joseph Mulberry (Freeman), dessen Erinnerungen immer mehr verblassen. Dennoch kommt Tillmann mit seiner beschwerlichen Suche nach der Wahrheit allmählich voran. Aber die riskante Reise gefährdet das Leben der zwei innerlich zerrissenen Männer.
Über weitere Figuren oder gar Darsteller gibt es bisher keine Informationen. Für Keaton und Freeman ist „Rode To Ruin“ jedoch eine filmische Wiedervereinigung. Zum ersten Mal seit dem (längst in Vergessenheit geratenen) Drama „Süchtig“ (1988) arbeiten die Hollywood-Legenden wieder gemeinsam an einem Film. Während das Western-Genre für Keaton eine Premiere darstellt, kann Oscar-Gewinner Freeman („Miss Daisy und ihr Chauffeur“) bereits einschlägige Genre-Erfahrung vorweisen.
Die dritte Regiearbeit von Michael Keaton
So wirkte der mittlerweile 89-Jährige 2005 im Neo-Western-Drama „Ein ungezähmtes Leben“ mit. 1992 spielte er unter der Regie von Clint Eastwood im Oscar-prämierten Meisterwerk „Erbarmungslos“ einen – wie passend – alternden Gesetzlosen. Für Keaton ist „Rode To Ruin“ nach „The Merry Gentleman“ (2008) und „A Killer’s Memory“ (2023) die dritte Regie-Arbeit. Aktuell gibt es aber noch keine Termine für den Drehbeginn oder den Kinostart.
Der profilierte Charaktermime plant „Rode To Ruin“ nach eigener Aussage als emotionalen Thriller mit Tiefgang, der an jedem Ort spielen könnte. „Ebenso wie ‚Die Verurteilten’ mehr ist als ein reiner Gefängnisfilm, handelt es sich bei ‚Rode To Ruin‘ nicht einfach nur um einen Western. Es ist eine Geschichte mit vielen Ebenen, die zufällig im Wilden Westen spielt“, sagte der „Birdman“-Star in einem offiziellen Statement.
Als er das Drehbuch zum ersten Mal las, habe er gedacht: „Die Geschichte ist wirklich gut. Hier können Morgan und ich aber noch mehr herausholen. Als wir darüber gesprochen haben, war klar, dass wir auf derselben Wellenlänge liegen.“
Als gestandener Profi mit jahrzehntelanger Dreherfahrung kann es sich Morgan Freeman durchaus erlauben, bestimmte Angebote abzulehnen und nicht nochmal in frühere (Kult-)Rollen zu schlüpfen. Das betrifft etwa auch seinen gefeierten Part als Gott im Komödien-Klassiker „Bruce Allmächtig“:
"Das ist der größte Fehler, den Morgan Freeman je gemacht hat": Oscar-Preisträger lehnte Kino-Hit von 2013 ab – und der Regisseur nimmt ihm das bis heute übel!