"Wenn sie dir genug bezahlen, dann übersiehst du manche Fehler im Drehbuch": Morgan Freeman geht es mit 89 Jahren auch ums Geld

Schauspiel-Ikone Morgan Freeman sucht sich seine Rollen nicht nur nach der Qualität der Filmskripte aus. Für ihn ist noch heute die Bezahlung entscheidend.

Columbia Pictures

Seit über 60 Jahren ist Morgan Freeman als Schauspieler aktiv. Der Mann mit der markanten, tiefen Stimme zählt zu den renommiertesten Stars in Hollywood. Er hat in Filmen wie „Die Verurteilten“, „The Dark Knight“ oder „Bruce allmächtig“ mitgespielt und erhielt für „Million Dollar Baby“ einen Oscar als bester Nebendarsteller. In einem Interview mit der New York Times sprach Freeman jetzt darüber, wie wählerisch er heute bei seinen Rollen ist. Und über die Frage, wann er die Schauspielerei denn an den Nagel hängen wird.

Denn aktuell will der 89-Jährige noch lange nicht aufhören. Er verglich sich dabei mit Hollywood-Legende Clint Eastwood: Solange er in der Lage sei, aus dem Bett zu kommen, möchte er seinen Beruf weiter ausüben.

"Was bezahlen sie dir?"

Freeman erklärte im Interview: „Ich werde so lange arbeiten, wie ich kann – solange jemand fragt, ‚Willst du diese Rolle?‘“

In den vergangenen Jahren spielte er etwa bei „Die Unfassbaren 3 – Now You See Me“ oder dem Actionthriller „Gunner“ mit. Nach seiner langen Karriere entscheide für ihn heute mitunter die Bezahlung, welche Angebote er annehmen möchte.

Freeman dazu: „Wenn dir jemand einen Job anbietet, ist es toll, falls sie auch ein spannendes Drehbuch anbieten.“ Aber in Wirklichkeit würden immer noch andere Faktoren zum Tragen kommen. Deshalb sei für ihn auch die Frage wichtig: „Was bezahlen sie dir? Wenn sie dir genug bezahlen, übersiehst du manche Fehler im Drehbuch, die dort sind.“

Denzel Washington als Nachfolger

Das bedeutet jedoch nicht, dass Freeman allein auf die Bezahlung achte: „Manchmal kann man auch Dinge ansprechen, die im Drehbuch sind und für dich nicht ganz funktionieren. Und im Großen und Ganzen wird das dann ausgearbeitet.“

In seinem Alter seien für ihn keine Traumrollen mehr offen, die er unbedingt haben möchte, meint Freeman. „Ich werde bald 90. Also die Rollen, von denen ich wünschte, dass ich in der Lage wäre, sie zu spielen, spielt nun Denzel Washington.“ Ob das auch auf dessen Rolle in „Black Panther 3“ zutrifft, der demnächst MCU-Geschichte schreiben wird?

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Dominik Thoma
Dominik Thoma
-Hospitant
Mit James Bond fing seine Leidenschaft für Filme richtig an. Dominik Thoma sah zuerst die Craig-Filme, dann alle anderen. Als er in kürzester Zeit mit der DVD-Box durch war, schaute er immer weiter ...
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