Der sowohl zu den populärsten als auch meistbeschäftigten Schauspielern Deutschlands zählende Lars Eidinger („Nahschuss“, „Sterben“, „Babylon Berlin“) tritt nun auch vermehrt in internationalen Produktionen auf. So wird der Berliner im Sommer 2027 als Superschurke Brainiac im DC-Blockbuster „Superman 2: Man Of Tomorrow“ zu sehen sein. Längst abgedreht ist hingegen „Moulin“, ein mit großem Aufwand realisiertes Kriegs- und Historien-Biopic aus Frankreich. Die Regie übernahm der ungarische Oscargewinner László Nemes („Son Of Saul“).
Bei der Titelfigur handelt es sich um Jean Moulin, eines der wichtigsten Mitglieder des französischen Widerstands während der Besatzung des Landes durch deutsche Truppen im Laufe des Zweiten Weltkriegs. Während Moulin von Gilles Lellouche („Zone 3“, „Asterix & Obelix im Reich der Mitte“), einem der seit Jahren größten Stars unseres Nachbarlandes, verkörpert wird, gibt Eidinger seinen Widersacher. Dabei geht es um den ranghohen SS- und Gestapo-Offizier Klaus Barbie, der für seine besondere Grausamkeit bekannt war und als „Schlächter von Lyon“ in die Geschichte einging.
„Moulin“ feierte seine Weltpremiere am 17. Mai 2026 im Wettbewerb der Filmfestspiele von Cannes. Frankreichweit kommt der Titel am 28. Oktober dieses Jahres in die Kinos. Wann wir „Moulin“ hierzulande sehen können, wurde indes noch nicht bekannt gegeben.
Neben Lellouche und Eidinger erwarten euch in weiteren wichtigen Rollen unter anderem Louise Bourgoin („Adèle und das Geheimnis des Pharaos“), Félix Lefebvre („Mein fabelhaftes Verbrechen“), Christian Harting aus „Er ist wieder da“, Pierre Nisse („Die Purpursegel“) und Marcin Czarnik aus dem ebenfalls von László Nemes inszenierten „Andor Hirsch“.
Wir haben „Moulin“ bereits in Cannes sehen und für euch rezensieren können. Unser Chefredakteur Christoph Petersen vergibt in der offiziellen FILMSTARTS-Kritik allerdings nur durchschnittliche 2,5 von 5 möglichen Sternen. Dabei sieht er ausgerechnet Lars Eidingers Auftritt in der Rolle des Klaus Barbie als das Hauptproblem eines rein visuell grandios gelungenen Films.
"Moulin": Das ist die Story
Jean Moulin (Gilles Lellouche) gilt als maßgebliche Führungsfigur der Résistance während des Zweiten Weltkriegs und als unumstrittener Nationalheld in Frankreich. Die Story des nach ihm betitelten Films setzt kurz vor seiner Verhaftung ein: 1942 kehrt der ein Jahr zuvor nach London geflohene Moulin im Auftrag der Exilregierung um General de Gaulle per Fallschirmsprung aus einem britischen Flugzeug in seine Heimat zurück. Seine Mission: die untereinander zerstrittenen Widerstandsgruppen endlich zu vereinen, um sie im Kampf gegen die deutschen Besatzer wirkungsvoller zu machen.
Kurz nachdem ihm dies im Mai 1943 tatsächlich gelungen ist, wird der unter einem Tarnnamen offiziell als Innenausstatter arbeitende Moulin in Caluire-et-Cuire nahe Lyon von der Gestapo verhaftet. In den Verhören setzt der leitende SS-Obersturmführer Klaus Barbie (Lars Eidinger) alles daran, herauszubekommen, welche der von den Nazis inhaftierten Franzosen zur Führung des Widerstands gehören. An Moulin scheint er sich trotz perfidester Foltermethoden allerdings die Zähne auszubeißen …
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Einen ganz anderen, aber ebenfalls während der deutschen Besatzung Frankreichs spielenden Film stellen wir euch mitsamt seines Trailers im folgenden Artikel vor:
"Ach, Herr Offizier. Ich bin übrigens Jude!": Deutscher Trailer zur Tragikomödie "Nur ein kleines bisschen Glück"