Wenn Filmschaffende mit originellen eigenen Erfolgen für Aufsehen sorgen, wird man in Hollywood direkt hellhörig. Oftmals folgen schnell die Franchise-Angebote, und nicht wenige Kreative landen am Ende bei Marvel oder einer anderen bekannten Marke. Wer befürchtet, dass auch Zach Cregger diesen Weg einschlägt, kann aber erleichtert aufatmen.
Ja, der gefeierte Macher hinter den Horror-Juwelen „Barbarian“ und „Weapons“ hat sich mit dem in Kürze in den Kinos startenden „Resident Evil“ schon an ein Franchise gewagt. Doch in einem Interview machte Cregger jetzt klar, dass Marvel, DC und Co. gar nicht anrufen müssen. Denn „Resident Evil“ ist ein Sonderfall ...
Nur "Resident Evil" und keine weiteren Franchises
Im Gespräch mit Deadline wurde Cregger darauf angesprochen, ob es bereits andere Franchise-Angebote oder vielleicht sogar den Druck gab, sich an große Marken zu wagen. Doch seine Antwort ist eindeutig. Er sei seines Wissens nach nie für ein Franchise angefragt worden oder das Angebot sei schlicht nicht bis zu ihm durchgedrungen. Denn er habe sehr klar gemacht, dass er daran kein Interesse habe. „Resident Evil“ sei die absolute Ausnahme: „Ich mache das hier, und das war’s für mich“, erklärt der begeisterte Fan der Vorlage. Nur seine persönliche Liebe für die Spiele sei der Grund, warum „Resident Evil“ eine Sonderstellung einnehme.
Seine Ablehnung gegenüber Franchises begründet er damit, dass er sich in erster Linie gar nicht als Regisseur, sondern als Autor sehe. Als solcher möchte er seine eigenen Geschichten erzählen, und zwar so, wie es ihm gefällt und ihn zufriedenstellt. Doch bei großen Marken gebe es zwangsläufig Vorgaben. Er wolle beim Schreiben nicht darauf achten müssen, bestimmte Vorgaben abzuhaken. Auch hier sei „Resident Evil“ ein besonderes Projekt, weil ihm selbst die Idee für die Story kam.
Ein Sequel "Resident Evil 2" bleibt trotzdem möglich
Eine kleine Hintertür lässt sich Cregger mit seinen Worten offen. Seine Ansage, künftig keine weiteren Franchises übernehmen zu wollen, bedeutet nämlich nicht zwangsläufig, dass nach einem Film bereits Schluss mit „Resident Evil“ ist. Bereits in früheren Interviews erklärte er, dass seine Horror-Adaption zwar als eigenständiger Film konzipiert ist, in ihm inzwischen aber längst Ideen heranreifen, wie es danach weitergehen könnte.
Sollte der erste Teil erfolgreich sein, dürfte man ihm schließlich auch bei einer Fortsetzung maximale Freiheiten zugestehen. Schon mit dem kommenden Film adaptiert Cregger keines der Games, sondern erzählt eine eigene Geschichte. Diese Story spielt in derselben Welt und parallel zu den Ereignissen seines persönlichen Lieblingsspiels „Resident Evil 2“. Im Mittelpunkt steht Bryan (Austin Abrams), ein medizinischer Kurier, der einen vermeintlich gewöhnlichen Auftrag übernimmt und mitten in der eskalierenden Katastrophe landet.
Der Kinostart von „Resident Evil“ ist am 17. September 2026. Falls ihr schon ein paar Tage vorher exklusive Einblicke in den Film bekommen wollt, habt ihr die Chance, Tickets für die Special Preview zu gewinnen, die wir zusammen mit Constantin Film, Moviepilot und GameStar veranstalten. Mehr dazu gibt es im folgenden Artikel:
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