Gerade ist Gal Gadot im neuen Thriller „The Runner“ auf Amazon Prime Video zu sehen, doch in erster Linie assoziieren sie die meisten sicher mit „Wonder Woman“ und der „Fast & Furious“-Reihe. Teil dieser Vita wäre beinahe ein weiteres legendäres Action-Franchise geworden. Gadot gehörte nämlich zu den Schauspielerinnen, die für die Rolle der Furiosa in George Millers „Mad Max: Fury Road“ vorsprachen. Das tat sie sogar ausgesprochen ausführlich.
Bekanntlich sehen wir in dem intensiven Action-Meisterwerk Charlize Theron und Tom Hardy. Doch Regisseur Miller war lange auf der Suche. So testete er auch Michael Fassbender und Jeremy Renner für die männliche Hauptrolle und für den Part der Furiosa auch Gadot. Das verriet die Schauspielerin jetzt im Podcast Happy Sad Confused. Dabei erzählte sie nicht nur, wie außergewöhnlich aufwendig ihr Casting tatsächlich war, weswegen sie auch dachte, sie hat gute Chancen auf den Part, sondern dass sie dabei mit einem Marvel-Star zusammenspielte. Denn ihr „Mad Max“-Partner beim sogenannten Match-Test war „Loki“ Tom Hiddleston.
Vier Stunden Casting für "Mad Max: Fury Road"
Laut Gadot dauerte die Arbeit satte vier Stunden, was für ein Casting ungewöhnlich lange ist. Es zeigt, dass Miller die Kombination aus Gadot und Hiddleston wirklich in Betracht zog und sie nah an einer Besetzung waren. Auch die Schauspielerin rechnete sich im Anschluss an das Vorsprechen gute Chancen aus. Sie fand die gemeinsame Arbeit sehr gelungen und glaubte daher, die Rolle so vielleicht schon in der Tasche zu haben.
Wie intensiv die Arbeit war, verdeutlicht Gadot mit einer kleinen Anekdote. Weil das Vorsprechen an einem kalten Londoner Wintertag stattfand, sei sie mit mehreren Kleidungsschichten angekommen. Nach vier Stunden harter Arbeit habe sie nur noch ein Tanktop getragen. Es sei viel gedreht worden, das Vorsprechen sei wirklich „verrückt“ gewesen.
Aus der Enttäuschung wurde "Wonder Woman"
Rückblickend ist es natürlich ein faszinierendes Was-wäre-wenn-Szenario, aber die meisten Filmfans dürften froh sein, wie die Geschichte ausgegangen ist. „Mad Max: Fury Road“ entwickelte sich 2015 zu einem der gefeiertsten Actionfilme der vergangenen Jahrzehnte und gewann sechs Oscars. Bei FILMSTARTS bekam George Millers wuchtiger Endzeit-Blockbuster 4,5 von 5 Sternen und der Action-Exzess gehört für uns sogar zu den besten Filmen dieses Genres überhaupt.
Aber auch für Gadot sollte sich die Niederlage beim Casting schon bald als Glück im Unglück erweisen. Wie sie im selben Gespräch erzählte, hatte sie damals eine ganze Reihe von Absagen hinter sich. Nach „Fury Road“ war sie sogar an einem Punkt angelangt, an dem sie darüber nachdachte, Hollywood den Rücken zu kehren, nach Israel zurückzugehen und ihr Studium wieder aufzunehmen. Doch dann kam noch die Einladung von Warner, dem Studio, das auch schon „Fury Road“ produzierte, für ein weiteres geheimes Vorsprechen. Und wie sich kurz darauf herausstellte, ging meist dabei um den Part der Wonder Woman. Der Rest ist Geschichte ...
Ein Happy-End nahm Gal Gadots Zeit bei DC aber nicht. Auch darüber äußerte sie sich im Podcast. Mehr dazu erfahrt ihr im folgenden Artikel:
Gal Gadot bricht ihr Schweigen über das DC-Chaos um "Wonder Woman 3", Henry Cavill und ihren endgültigen Abschied