Oscar-Preisträger und 90er-Jahre-Action-Star Nicolas Cage ist berühmt für seine exzentrische Auswahl an Projekten. Nach dem reflektierten Rache-Drama „Pig“, dem ultrablutigen Horror-Trip „Mandy“ und dem intensiven Serienkiller-Thriller „Longlegs“ hat Cage einmal mehr bewiesen, dass er es bestens versteht, in seiner Karriere unerwartete Haken zu schlagen.
Denn mit „Prophecy Of The Devil“ hat sich der markante Mime einen atypischen Bibel-Stoff rausgesucht: Der Film erzählt von den Jugendjahren Jesu Christus – und zwar als Genre-Hybrid aus religiösem Coming-Of-Age-Drama, Vater-Sohn-Psychothriller und übernatürlichem Horror. Neugierig geworden? „Prophecy Of The Devil“ ist diese Woche im deutschen Heimkino auf DVD und Blu-ray erschienen.
Alternativ besteht die Möglichkeit, den Bibel-Horror auf diversen Plattformen als VOD zu beziehen. Zu den möglichen Bezugsquellen zählt, wenig überraschend, Amazon Prime Video*.
Darum geht es in "Prophecy Of The Devil"
Ein Zimmermann (Nicolas Cage) und seine einst unter kuriosen Umständen schwanger gewordene Frau (FKA Twigs) leben zurückgezogen in der Wüste, um den Handlangern des mörderischen Königs Herodes zu entkommen. In seiner Pubertät fängt ihr Sohn (Noah Jupe) allerdings an, beunruhigende Fragen über seine wahre Herkunft zu stellen, und gegen seinen Vater aufzubegehren.
Der erkennt im rebellischen Verhalten des Jungen mehr und mehr, dass der Bube über verborgene, potentiell brandgefährliche Kräfte verfügt. Noch dazu beginnt eine fremde und sinister wirkende Frau (Isla Johnston), um die Aufmerksamkeit des Jugendlichen zu buhlen...
Durchaus provokant, aber nicht konsequent
Jesus, der Josef Angst einflößt, und in Horror-Ästhetik verzerrte, biblische Motive? Das klingt nach filmischem Zündstoff – doch dieses Potential für kontroverse, radikale Ideen wird von Regisseur/Autor Lotfy Nathan nicht ausgeschöpft. So urteilt FILMSTARTS-Autor Oliver Kube in seiner 2,5/5-Sterne-Kritik über die Horror-Passagen, sie seien „zwar grausam und blutig, aber nicht mit einer solchen Konsequenz durchgezogen, dass 'The Carpenter’s Son' zumindest Genre-Freaks wirklich begeistern dürfte.“
Dennoch hat Kube Lob für den Genre-Mix über: „Der Film hat definitiv reichlich Schwächen, ist dabei aber auch sympathisch eigenwillig“, befindet er. Denn „Nicolas Cage als Josef von Nazareth ist eine inspirierte Casting-Entscheidung. Es liegt dann auch nicht am Oscargewinner, dass der oft experimentell anmutende Streifen nur streckenweise funktioniert. Mutig und provokant sowie trotz augenscheinlich nicht gerade opulentem Budget attraktiv umgesetzt, ist er aber durchgehend.“
Und wenn ihr nach „The Carpenter’s Son“ einen weniger obskur-kuriosen Film mit Nicolas Cage sehen möchtet, sondern eine seiner stärksten Performances in einem Hollywood-Drama völlig neu im Heimkino erleben wollt – dann solltet ihr unseren folgenden Beitrag aufrufen!
Nicolas Cages größter Triumph kommt endlich wieder ins Heimkino – und zwar so gut wie nie zuvor!*Bei den Links zum Angebot von Amazon handelt es sich um sogenannte Affiliate-Links. Bei einem Kauf über diese Links oder beim Abschluss eines Abos erhalten wir eine Provision. Auf den Preis hat das keinerlei Auswirkung.