Auch wenn sich „Weapons“-Mastermind Zach Cregger für seine „Resident Evil“-Verfilmung eine eigene Geschichte ausgedacht hat, hat er sich in Sachen Look & Feel doch ganz klar an der wegweisenden Videospielreihe orientiert. Doch damit erschöpfen sich die Inspirationen für den verschneiten Horror-Trip keineswegs. Auch die Filmgeschichte stand ganz offensichtlich Pate für den einen oder anderen Einfall.
So erinnern die Body-Horror-Elemente bei den mutierten Kreaturen bisweilen wohl nicht zufällig an John Carpenters Sci-Fi-Grusel-Klassiker „Das Ding aus einer anderen Welt“. Noch direkter wird aber auf einen Meilenstein des Action-Genres angespielt, der bis heute absoluten Kult-Status genießt.
"Resident Evil" auf den Spuren von "Stirb langsam"
Die Rede ist von „Stirb langsam“ aus dem Jahr 1988. Und tatsächlich dürfte eine ganz bestimmte Referenz auf den Klassiker mit Bruce Willis vielen Filmfans nicht entgangen sein. Denn genau wie John McClane 38 Jahre vor ihm ist auch „Resident Evil“-Protagonist Bryan (Austin Abrams) im letzten Akt seines Films gezwungen, sich barfuß durch ein Hochhaus zu kämpfen, in dem es vor Gegnern nur so wimmelt (auch wenn es hier natürlich mutierte Monster und keine deutschen Terroristen sind).
Tatsächlich ist das aber nicht die einzige Anspielung auf „Stirb langsam“, obgleich die zweite für Nicht-Waffennarren wohl etwas schwerer zu erkennen ist. Denn bei zwei der Schusswaffen, mit denen Bryan in „Resident Evil“ hantiert, handelt es sich um genau die Knarren, mit denen John McClane im ersten Teil seiner Action-Reihe den bösen Buben im Nakatomi Plaza den Garaus gemacht hat, namentlich eine Beretta 92 und eine Heckler & Koch MP5:
20th Century Studios
Die kommen so oder in modifizierter Form zwar auch schon in den „Resi“-Spielen zum Einsatz, sind im neuen Film nun aber umso präsenter – und wecken gerade in Kombination und im Kontext des Hochhaus-Settings eindeutig Erinnerungen an „Stirb langsam“.
Während der neue „Resident Evil“ aktuell auf jede Menge Begeisterung stößt, sind sich manche beim Ende etwas uneins. Warum das Finale aber gerade im Hinblick auf die Welt der Spielevorlage so gelungen ist, könnt ihr im folgenden Artikel nachlesen:
Das Ende von "Resident Evil" spaltet das Publikum – darum ist es aber gerade für Fans der Videospiele so genial!