… und zwar endlich auch zu Hause! Denn nachdem „Resurrection“ am 25. Juni 2026 mit gehöriger Verspätung endlich auch Kinomagie in die hiesigen Lichtspielhäuser brachte, erscheint das chinesische Science-Fiction-Epos nun auch fürs Heimkino. Und zwar so, wie es dem einmaligen Mammutwerk gebührt.
Denn genau wie Regisseur Bi Gan („Long Day's Journey Into Night“) macht auch der hiesige Verleih Plaion Pictures keine halben Sachen – und veröffentlicht das neue Werk des gerade einmal 37-jährigen Ausnahme-Filmers nicht etwa in einer Vielzahl von Ausführungen, sondern direkt als ultimative Version. So bedingungslos, wie „Resurrection“ die vermeintlichen Grenzen des Mediums Film ausreizt, so konsequent ist die Heimkino-Auswertung: „Resurrection“ erscheint am 24. September als edle Sammleredition im Mediabook inklusive Blu-ray und DVD:
Eine Alternative gibt es für all jene, die das 160-Minuten-Epos im Kino verpasst haben, allerdings doch noch. Denn bereits vorab feierte der Film sein digitales Release – und ist so als Kauf- sowie Leihversion bei Amazon Prime Video* und Co. verfügbar. Bedauernswert: Eine 4K-Variante dieses imposanten Bilderrausches wird es zunächst nicht geben.
"Resurrection": 100 Jahre Kino in zweieinhalb Stunden
Regisseur und Drehbuchautor Bi Gan entführt uns in eine unbestimmte Zukunft, in der die Menschen ihre Gabe zu träumen abtreten, um ihre Sehnsucht nach ewigem Leben zu stillen. Einzig die sogenannten Deliriants kämpfen tagein, tagaus für den Fortbestand der Traumwelten – und werden dabei von einer geheimnisvollen Frau (Shu Qi) gejagt, die einen jener Fantasmer (Jackson Yee) in ein rätselhaftes Labyrinth zwischen Raum und Zeit, Realität und Illusion lockt…
„Resurrection“ verweigert sich jedweder traditionellen Erzähllogik und dürfte damit manche Gelegenheits-Filmschauer durchaus vor den Kopf stoßen. Zugleich übt seine ungewöhnliche Struktur aber auch einen besonderen Reiz aus – wie ein kniffliges Rätsel, das es zu entschlüsseln gilt. Vor allem, wenn sich Bi Gan die menschlichen Sinne als Ankerpunkte der Erzählung zunutze macht, entwickelt „Resurrection“ eine enorme emotionale Dichte. Gepaart mit dem hypnotischen Score und der formvollendeten Ästhetik sorgt das für ein einmaliges Film-Erlebnis.
In Kameramann Dong Jinsong hat Bi Gan bereits vor Jahren seinen idealen Partner gefunden, der die Visionen des Regisseurs in einnehmenden Bildern zum Leben erweckt. Das gilt auch für „Resurrection“, der stilistisch durch die unterschiedlichsten Epochen der über 100-jährigen Filmgeschichte führt. Das alleine ist eigentlich schon fast zu viel, um es beim Einmalschauen überhaupt richtig fassen zu können – doch dann ist da auch noch eine über 30 Minuten lange (!) Plansequenz ohne Schnitt, die einem vor schierer Bewunderung glatt die Tränen in die Augen treibt…
Ihr merkt schon, wir kommen aus dem Schwärmen gar nicht mehr heraus – nicht umsonst gab es in der FILMSTARTS-Kritik auch die vollen fünf Sterne. Bevor wir euch diesen so außergewöhnlichen Film aber toterklären, was ohnehin ein Ding der Unmöglichkeit ist, empfehlen wir allen, die offen für etwas Neues sind, „Resurrection“ unbedingt auf die Watchlist zu packen.
Im nachfolgenden Artikel erwartet euch zudem ein aktueller Heimkino-Geheimtipp – und zwar ein Thriller, den kein Geringerer als „Die Odyssee“-Macher Christopher Nolan neu verfilmte!
Kaum einer weiß, dass dieser Film von Christopher Nolan ein Remake ist – jetzt kommt das mindestens genauso gute Original ins Heimkino*Bei den Links zum Angebot von Amazon handelt es sich um sogenannte Affiliate-Links. Bei einem Kauf über diese Links erhalten wir eine Provision.