Das Warten hat ein Ende: Die deutsche Antwort auf den besten Sci-Film aller Zeiten gibt es jetzt endlich auf Blu-ray!
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Mit „Signale – Ein Weltraumabenteuer“ wollte die DEFA unter anderem eine Alternative zu Stanley Kubricks Sci-Fi-Meisterwerk „2001: Odyssee im Weltraum“ abliefern. Diese Woche feierte der Film seine Blu-ray-Premiere.

Von Sidney Schering

Das Sci-Fi-Kino ist umfang- sowie abwechslungsreich, weshalb man fürstlich darüber streiten kann, welcher Film denn der absolute Genreprimus ist. Ein Titel mischt allerdings besonders oft mit, wenn es darum geht, den Sci-Fi-Film schlechthin zu küren: Stanley Kubricks „2001: Odyssee im Weltraum“ wird von Steven Spielberg und James Cameron in höchsten Tönen gefeiert (mehr dazu), ist für „Star Wars“-Schöpfer George Lucas das Beste, was das Genre je hervorgebracht hat (wir berichteten) und ist auch im FILMSTARTS-Ranking der besten Sci-Fi-Filme aller Zeiten die Nummer eins.

Es dürfte nicht verwundern, dass ein derart populäres Werk unzählige Filmschaffende zu ihren eigenen Werken inspirierte. 1970 etwa folgte mit „Signale – Ein Weltraumabenteuer“ eine Koproduktion zwischen der DDR und Polen, die vielfach als deutsche Antwort auf Kubricks Ausnahmewerk bezeichnet wurde. Vor zwölf Jahren feierte der Film seine DVD-Premiere, nun erreicht er das HD-Zeitalter: Diese Woche ist „Signale – Ein Weltraumabenteuer“ erstmals auf Blu-ray erschienen!

Darum geht es in "Signale – Ein Weltraumabenteuer"

Der erfahrene Raumschiffkommandant Veikko (Piotr Pawlowski) soll mit der „Laika“ einen Routinekontrollflug bestreiten. Er plant jedoch, diese Mission zu nutzen, um sich auf die Suche nach dem verschollenen, von seinen Vorgesetzten zerstört geglaubten Forschungsschiff „Ikaros“ zu begeben.

Daher stellt er eine besondere Crew zusammen, die ihn bei dieser listigen Reise unterstützt. Auf dem Planetengürtel zwischen Mars und Jupiter nimmt sie eine spannende Wende: Die „Laika“ empfängt fremde Funksignale, die sich nicht eindeutig zuordnen lassen...

Kubrick trifft auf "Barbarella"

Als literarische Vorlage diente Carlos Raschs Roman „Asteroidenjäger“*, der sich als „wissenschaftlich-fantastische Erzählung“ versteht und neun Jahre vor „Signale – Ein Weltraumabenteuer“ veröffentlicht wurde. Das Drehbuch verfasste wiederum Regisseur Gottfried Kolditz („Im Staub der Sterne“) gemeinsam mit Claus-Ulrich Wiesner, der auch mehrere „Polizeiruf 110“-Fälle und die kultige TV-Miniserie „Spuk unterm Riesenrad“ geschrieben hat.

Den Pomp, die formale Experimentierfreude und die philosophische Ambition des Kubrick-Klassikers konnten Kolditz und Wiesner nicht wiederholen. Jedoch schwebte ihnen sowieso keine direkte, exklusive Antwort darauf vor. Laut DEFA-Stiftung sichtete die „Signale“-Crew zur Vorbereitung nämlich neben „2001: Odyssee im Weltraum“ auch die tonal und ästhetisch ganz anders geartete Weltalleskapade „Barbarella“.

Geklotzt wurde dennoch: Die DEFA legte 4,5 Millionen Mark für die Produktion hin und übernahm somit 70 Prozent der Entstehungskosten, der Rest des Geldes floss aus Polen. Auch der Dreh fand überwiegend in Babelsberg statt, da das Filmstudio in Łódź nicht auf Dreharbeiten mit massiven 70-mm-Kameras ausgerichtet war.

Und solltet ihr nach „Signale“ Lust bekommen haben, euch auch einen namhafteren Sci-Fi-Film nach Hause zu holen, dann befolgt doch diesen Heimkino-Tipp:

Heimkino-Highlight: Dieses Sci-Fi-Meisterwerk ist sogar (noch) besser als "Interstellar" – jetzt feiert es 4K-Premiere!

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Sidney Schering
Sidney Schering
-Freier Autor und Kritiker
Er findet Streaming zwar praktisch, eine echte Sammlung kann es für ihn aber nicht ersetzen: Was im eigenen Regal steht, ist sicher vor Internet-Blackouts, auslaufenden Lizenzverträgen und nachträglichen Schnitten.
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