Auf unsere Liste der zehn besten Science-Fiction-Filme laut den Bewertungen der FILMSTARTS-Community hat er es erstaunlicherweise nicht geschafft – trotzdem gilt „2001: Odyssee im Weltraum“ (1968) gemeinhin als einer der einflussreichsten Filme der Kinogeschichte im Allgemeinen und des Sci-Fi-Genres im Speziellen. „Star Wars“-Schöpfer George Lucas etwa hat sich für seine eigene Weltraum-Saga nicht nur von den damals wahrlich bahnbrechenden Effekten inspirieren lassen, sondern hält Stanley Kubricks Meisterwerk sogar für den besseren Film.
Lucas ist natürlich bei Weitem nicht der einzige, auf den „2001: Odyssee im Weltraum“ einen riesigen Eindruck gemacht hat: Tom Hanks – durch „Apollo 13“ selbst Weltall-erprobt – hat ihn nach eigenen Aussagen mehr als 20 Mal gesehen. Auch „Arrival“- und „Dune“-Schöpfer Denis Villeneuve zählt ihn zu den fünf Filmen, die in seinen Augen jeder Kinofan wenigstens einmal in seinem Leben gesehen haben muss.
Und dann sind da noch zwei andere Sci-Fi-Experten: Steven Spielberg, der nicht zuletzt für Alien-Filme wie „Unheimliche Begegnung der dritten Art“, „E.T. – Der Außerirdische“ oder „Krieg der Welten“ berühmt ist, sowie „Terminator“- und „Avatar“-Mastermind James Cameron.
Im Rahmen der AMC-Dokumentarfilmreihe „James Cameron's Story Of Science Fiction“ sprechen die beiden Regisseure offen über den tiefgreifenden Einfluss, den Kubricks Klassiker auf ihre Karrieren ausgeübt hat (via Sensacine.com). Spielberg beschreibt seine erste Begegnung mit dem Film sogar als eine Art spirituelles Erweckungserlebnis: „‚2001: Odyssee im Weltraum‘ hat mein Leben und meinen Alltag tief geprägt. Es war das erste Mal, dass ich im Kino das Gefühl hatte, eine religiöse Erfahrung zu machen.“
James Cameron geht noch einen Schritt weiter: „Ich habe den Film in den ersten zwei Jahren nach seinem Start 18 Mal im Kino gesehen“, so der „Titanic“-Macher. „Ich erinnere mich an einen Jungen, der durch den Saal rannte und schrie: ‚Das ist Gott!‘ Und in dem Moment meinte er das auch wirklich so.“
In der Tat war „2001: Odysee im Weltraum“ seiner Zeit damals weit voraus – wegen seiner neuartigen Bildsprache (bei dem Übergang vom in die Luft geworfenen Knochen zum tanzenden Raumschiff handelt es sich womöglich um den berühmtesten Schnitt der Filmgeschichte!), dem revolutionären Produktionsdesign, der Verschmelzung von Science-Fiction und philosophischen Fragestellungen.
George Lucas hat seine Liebe zu „2001“ übrigens sogar in einem „Star Wars“-Blockbuster verewigt. Wie genau, erfahrt ihr im nachfolgenden Artikel:
Stoppt "Star Wars: Episode 1" bei 33 Minuten und 40 Sekunden – und ihr entdeckt eine Liebeserklärung an ein absolutes Sci-Fi-Meisterwerk!Dies ist eine aktualisierte Wiederveröffentlichung eines bereits zuvor auf FILMSTARTS erschienenen Artikels. Ein ähnlicher Artikel ist zuvor auf unserer spanischen Schwesternseite Sensacine.com erschienen.