24,5 Minuten Standing Ovation nach der Weltpremiere bei den Filmfestspielen von Venedig: Diesen absoluten Rekord für das renommierte Festival hat in diesem Jahr die Dokumentation „NAZA“ aufgestellt – und wir können uns dieser Begeisterung nur anschließen. In der offiziellen FILMSTARTS-Kritik gab es die seltene Höchstwertung von 5 Sternen für das „erschütternde Meisterwerk“, das für unseren Autor Janick Nolting gar zu den „herausragendsten Dokumentarfilmen der Kinogeschichte“ gehört.
Das heimlich über mehrere Jahre in Tel Aviv gedrehte neue Werk des israelischen „No Other Land“-Regie-Duos Yuval Abraham und Rachel Szor schaut schonungslos hinter die Kulissen von Israels Kriegsführung gegen die Hamas. Damit haben sie aber nicht nur einen Film über den Nahostkonflikt, sondern generell einen über die zynischen Techniken des Tötens im 21. Jahrhundert, die auch zahlreiche zivile Opfer fordern.
„So schwer erträglich die Gewaltschilderungen sind, sollte ihn jeder gesehen haben“, heißt es weiter im Fazit unserer Kritik – und genau das wird schon bald ermöglicht. Am 1. Oktober 2026 startet „NAZA“ zunächst in den deutschen Kinos. Doch schon Ende November wird der Film weltweit über die Website der an der Produktion beteiligten britischen Zeitung The Guardian als kostenloser Stream zur Verfügung gestellt. Das berichtet unter anderem das Branchenblatt Variety. Auf diese Weise möchte man den wichtigen Ausnahmefilm einem größtmöglichen globalen Publikum so einfach wie möglich zugänglich machen.
Trotz des Applaus-Rekords bei der Premiere konnte „NAZA“ am Ende übrigens nicht den Hauptpreis von Venedig einheimsen. An welchen Film er stattdessen ging und welche Auszeichnung es dann doch für „NAZA“ gab, erfahrt ihr im folgenden Artikel:
24,5 Minuten Applaus haben am Ende doch nicht gereicht: Der Goldene Löwe geht 2026 an "Woman Unknown"