"Jeder einzelne Moment ist wichtig für 'Avengers: Doomsday'": Die "Avengers: Endgame Extended"-Macher erklären die neuen Szenen
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Die Regisseure Joe und Anthony Russo haben nicht nur „Avengers: Endgame“ gedreht, sondern auch „Avengers: Doomsday“. Deswegen sind sie natürlich perfekt geeignet, um zu erklären, wie „Endgame Extended“ auf den kommenden MCU-Blockbuster vorbereitet.

Von Julius Vietzen

Mit „Avengers: Endgame Extended“ läuft aktuell die erweiterte Fassung von „Avengers: Endgame“ in den deutschen Kinos. Und wie schon damals beim regulären Kinostart sind die Regisseure Joe und Anthony Russo schnell zur Stelle, um die Bedeutung des neuen Endes und der neu hinzugefügten Abspannszenen zu erklären – und um zu betonen, warum Marvel-Fans den Film unbedingt vor dem Start von „Avengers: Doomsday“ sehen müssen.

Im Gespräch mit dem Filmmagazin Empire betonten die Russo-Brüder, dass nicht nur in den neuen Szenen, sondern auch in den Dialogen während des ursprünglichen Films Hinweise auf „Doomsday“ versteckt sind – womöglich etwa in Iron Mans berühmtem Satz „Leg dich mit der Zeit an und sie schlägt zurück“. Vor allem aber erklärten sie die vier neuen Szenen, natürlich ohne sich dabei allzu sehr in die Karten schauen zu lassen:

"Avengers: Endgame Extended": Das neue Ende mit Loki erklärt

In der neuen Finalszene besucht Loki (Tom Hiddleston) den in der Zeit zurückgereisten Steve Rogers (Chris Evans) und Peggy Carter (Hayley Atwell). Dazu verrieten die Russos, dass wir hier sowie in „Doomsday“ eine neue Version der Figur erleben:„Der Gott des Schabernacks bleibt der Gott des Schabernacks und er hat so viele verschiedene Inkarnationen. Eine der Freuden von ‚Doomsday‘ ist, dass wir hier eine neue Inkarnation zu sehen bekommen“.

Gemeint ist damit wohl, dass wir hier den zum Gott der Geschichten aufgestiegenen Loki vom Ende der zweiten Staffel „Loki“ und seine neuen Multiversums-Kräfte erstmals so richtig im Einsatz sehen.

"Avengers: Endgame Extended": Die Mid-Credit-Szene mit Hulk & Doom erklärt

In der ersten Mid-Credit-Szene von „Avengers: Endgame Extended“ sehen wir, wie Bruce Banner (Mark Ruffalo) in einem unterirdischen Bunker Besuch von Doctor Doom (Robert Downey Jr.) bekommt. Die Russos bestätigten im Interview, dass diese Szene tatsächlich an den Hulk-Rückfall in „Spider-Man: Brand New Day“ anknüpft und ließen dann eine interessante Bemerkung fallen:

Zwar wollten die Filmemacher nicht verraten, warum Doom ausgerechnet Banner ins Visier nimmt. Doch immerhin deuteten sie an, dass der Bösewicht auch noch andere Figuren rekrutiert: „[Dooms] Interesse geht womöglich über Banner hinaus. Das ist alles, was wir dazu sagen werden.“ Ob die Mid-Credit-Szene aber bedeutet, dass Mark Ruffalos Figur in „Doomsday“ dabei ist, ließen die Russos weiterhin offen: „Banner ist definitiv ein Teil der Geschichte, die sich um Doom dreht. Wir werden seinen Auftritt in ‚Doomsday‘ weder bestätigen noch leugnen.“

"Avengers: Endgame Extended": Die Mid-Credit-Szene bei der TVA erklärt

In der zweiten Mid-Credit-Szene, die in der Time Variance Authority (TVA) spielt, beobachten wir gemeinsam mit Mobius (Owen Wilson), Ouroboros (Ke Huy Quan) und Casey (Eugene Cordero) den Kollaps des Marvel-Multiversums. Diesen Moment beschreibt Joe Russo als „das Größte, was dem MCU jemals passiert ist. Es scheint das Ende aller Zeiten zu sein.“

Die Szene sei äußerst wichtig für „Doomsday“, aber gleichzeitig auch nicht wichtiger als die anderen drei Szenen. Sowieso sei jeder einzelne Moment mit Bedacht geplant: „Jedes bisschen Bildmaterial, das ihr seht, ist irgendwie von Bedeutung. Es gibt Hinweise in jedem Schnipsel dieser neuen Szenen, die euch zu einer größeren Geschichte in ‚Doomsday‘ führen können.“

"Avengers: Endgame Extended": Die Post-Credit-Szene mit Doctor Doom erklärt

Die letzte Szene ganz am Ende des Abspanns von „Avengers: Endgame Extended“ ist zwar die kürzeste, bei genauerem Hinsehen jedoch die wichtigste oder zumindest spannendste. Denn hier wird das Hämmern wieder aufgegriffen, das am Ende von „Avengers: Endgame“ zu hören war – und in die Origin Story von Doctor Doom umgedeutet, die der von Iron Man sehr zu ähneln scheint!

Das war natürlich nicht so geplant, wie die Russos im Interview augenzwinkernd zugaben, und ist schlicht der Tatsache geschuldet, dass beide Figuren von demselben Schauspieler gespielt werden: Robert Downey Jr. „Es gibt hier definitiv eine Symmetrie. Eine interessante Untersuchung von Gut und Böse. Natürlich ist diese Szene am Ende so gedacht, dass sie fast identisch ist. Es geht darum, diese Dualität zu erforschen.“

Eine interessante Information zum Schluss noch: Im Interview klingt es so, als ob all diese Änderungen speziell für „Endgame Extended“ gedreht wurden und nicht in „Doomsday“ zu sehen sein werden. Wir gehen jedoch davon aus, dass das ein Missverständnis ist, das der etwas schwammig gestellten Frage geschuldet ist. Denn die Szene mit Loki und die in der TVA dürften so oder so ähnlich sehr wohl am Anfang von „Doomsday“ zu sehen sein.

Und wenn ihr etwas tiefer in die Bedeutung der Szenen eintauchen wollt, können wir euch das nachfolgende YouTube-Video empfehlen:

Julius Vietzen
Julius Vietzen
-Senior-Redakteur
Seit "Iron Man" ist Julius ein riesiger Fan, der nach "Avengers: Endgame" und dem Ende der Infinity-Saga nun auch die Multiversums-Saga im MCU in vollen Zügen genießt.
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