Er gilt als Chamäleon zwischen Kunst und Kommerz, als Schauspiel-Tausendsassa, der kein Halbgas kennt – und so nicht nur einen Oscar (für „Leaving Las Vegas“) gewinnen konnte, sondern auch einige der legendärsten Action-Klassiker der 90er („Face/Off“, „The Rock“) prägte. Und auch in die Welt der Superhelden tauchte Nicolas Cage im Laufe der Zeit immer wieder ein.
Ob nun als Held am Rande in „Kick-Ass“ und „The Flash“ oder im Rampenlicht der beiden „Ghost Rider“-Filme sowie der gefeierten Prime-Video-Serie „Spider-Noir“, die trotz hervorragender Kritiken nach nur einer Staffel wieder eingestampft wurde: Nicolas Cage liebt Superhelden und Comics – nicht umsonst benannte er seinen 2005 geborenen Sohn Kal-El nach Superman! Deswegen meine er auch „durchaus liebevoll“, was er nun auf der Fan Expo Dallas über den größten Superhelden-Kosmos der Kinogeschichte denkt…
Marvel: Die WWE der Kinolandschaft?
Cage ließ es sich als Gast bei der Convention nämlich nicht nehmen, seine Meinung kundzutun, was das Marvel Cinematic Universe angeht – und schlug damit durchaus hohe Wellen. Denn ob seiner eigenen Faszination für die Materie, scheint er das Mega-Franchise auch ein Stück weit zu belächeln. Cage dazu (via The Playlist):
„Wenn ich diese über 50-jährigen, ansonsten intelligenten und außergewöhnlich begabten Schauspieler in diesen lächerlichen Kostümen sehe, wie sie sich für den Kampf bereit machen – und seien wir mal ehrlich: letztlich läuft alles auf den Kampf hinaus –, dann muss ich unweigerlich daran denken, dass mich das MCU an eine groß finanzierte, glorifizierte WWE erinnert.“
Universal Pictures
Inwiefern Cage der Milliarden-Marke damit vielleicht Unrecht tut oder am Ende womöglich auch ein Fünkchen Wahrheit spricht, kann natürlich jeder für sich selbst entscheiden. Fakt ist, dass es im MCU zwar reichlich Spandex-Kloppereien gibt, darüber hinaus aber eben auch noch viel, viel mehr.
Während ihn „Spider-Noir“ einst übrigens vor allem aufgrund der Film-noir-Perspektive reizte, feiert die im Kino von seiner Verkörperung geprägte Figur des Ghost Rider demnächst allerdings ihr großes Comeback – sowie ihren offiziellen Einstand ins MCU:
„Ghost Rider“ soll 2028 in die Kinos kommen und dann Ryan Gosling als Flammenkopf ins Marvel Cinematic Universe einführen. Die Inszenierung übernimmt dessen „Star Wars: Starfighter“-Regisseur Shawn Levy, der dafür sogar einen Tom-Cruise-Actioner sausen ließ:
Für MCU-Horror: "Deadpool & Wolverine"-Regisseur lehnte Regie bei Action-Blockbuster ab, obwohl Tom Cruise ihn unbedingt wollte