Mit „The Furious“ gelang Regisseur Kenji Tanigaki gemeinsam mit dem Action-Choreografen Kensuke Sonomura ein wahres Martial-Arts-Spektakel. In unserer FILMSTARTS-Kritik vergebe ich nicht nur hervorragende 4,5 von 5 Sternen, sondern bezeichne den Film als „das Must-See-Action-Highlight des Jahres 2026“. Vor allem die sensationell choreografierten Kämpfe, bei denen sich eine kreative Idee an die nächste reiht, gehören zum Besten, was das Action-Kino bislang geboten hat.
Davon könnt ihr euch mittlerweile auch zu Hause überzeugen, denn gerade erschien „The Furious“ auf DVD, Blu-ray und im tollen Mediabook. Doch hier soll es vor allem um die aktuelle Nachricht gehen, dass uns ein weiterer kompromissloser Martial-Arts-Kracher ins Haus stehen könnte.
Denn wie das US-Branchenmagazin Variety berichtet, soll „The Furious“-Hauptdarsteller Xie Miao die Hauptrolle in einem neuen Actionthriller übernehmen, der sich ausdrücklich am brachialen Stil seines jüngsten Films orientiert.
Nach "The Furious": Xie Miao soll in den USA zuschlagen
Der bislang noch titellose Film wird vom in Los Angeles ansässigen Produktionsunternehmen Stars Collective entwickelt. Es soll sich um einen in den USA angesiedelten, englischsprachigen Action-Crime-Thriller handeln, bei dem erneut harte, realistische Martial-Arts-Action im Mittelpunkt steht. Noch befindet sich das Projekt allerdings in einer frühen Entwicklungsphase. Weder ein Regisseur noch weitere Darsteller*innen sind bislang bekannt. Auch Informationen zur eigentlichen Handlung oder einem möglichen Starttermin stehen noch aus.
Wir wissen nur, dass zum Produzententeam neben Peter Luo („Malignant“) und Wayne Wei Jiang („Meg“) auch Wei Junzi gehört, der bereits an den ebenfalls sehr sehenswerten „Eye For An Eye“-Filmen mit Xie Miao beteiligt war. Das Projekt wird zwar in den USA gedreht und für den weltweiten Markt realisiert, aber wahrscheinlich auch mit Geld aus China finanziert. Das Ziel ist dabei offensichtlich nicht nur, an die spektakuläre Action von „The Furious“ anzuknüpfen, sondern Xie Miao auch international endgültig als Actionstar zu etablieren.
„Ein Publikum auf der ganzen Welt soll noch mehr von dem zu sehen bekommen, was er draufhat“, heißt es so in der offiziellen Ankündigung. Darin wird auch versprochen, dass man die stärksten Elemente des klassischen Martial-Arts-Kinos mit einem globalen Ansatz beim Geschichtenerzählen und der Produktion verbinden will.
Xie Miao gilt als die Zukunft des Martial-Arts-Kinos
Eigentlich ist Xie Miao bereits 42 Jahre und ein echter Veteran im Actionkino. Bereits als Kind stand er in den 1990er-Jahren an der Seite von Jet Li vor der Kamera, unter anderem in „The New Legend Of Shaolin“ und „My Father Is A Hero“. Zudem gewann er bereits damals mehrere Kampfsport-Titel. In den vergangenen Jahren machte er vor allem mit der bereits genannten „Eye For An Eye“-Reihe auf sich aufmerksam, in der er einen blinden Schwertkämpfer verkörpert.
In China ist er deswegen schon länger ein großer Name. Mit „The Furious“, in dem er einen stummen Handwerker spielt, der sich nach der Entführung seiner Tochter auf eine gnadenlose Rettungsmission begibt, dürfte er nun aber auch weltweit auf dem Radar vieler Actionfans gelandet sein. Seine enorme körperliche Präsenz, die entscheidend dazu beiträgt, dass die zahlreichen Kämpfe so eindrucksvoll geraten sind, hat sogar dafür gesorgt, dass er plötzlich als die Zukunft des Martial-Arts-Kinos gilt. Nicht wenige rechneten bereits damit, dass er bald in Hollywood-Projekten auftauchen wird. Doch statt jetzt einen Nebenbösewicht im nächsten Teil irgendeines Franchises zu spielen, ist es vielleicht ein schlauer Weg, ihm ein Projekt als Hauptdarsteller auf den Leib zu schneidern.
Capelight Pictures
Ob der neue US-Thriller ein ähnlich hohes Niveau wie „The Furious“ erreichen kann, bleibt aber natürlich abzuwarten. Schließlich wissen wir bislang nicht, wer hinter der Kamera die Verantwortung tragen wird. Und im Actionkino hilft selbst die beste Kampfkunst nur wenig, wenn die Choreografie nicht stimmt. Doch selbst die ist noch keine Garantie, weil gerade im Schnitt unglaublich viel verloren gehen kann. „The Furious“ war daher nicht nur so gut, weil vor der Kamera neben Xie Miao auch Joe Taslim, Yayan Ruhian, JeeJa Yanin und Brian Le für geballte Action-Expertise sorgten, sondern weil mit Kenji Tanigaki und Kensuke Sonomura die vielleicht derzeit weltweit besten kreativen Köpfe des Genre-Kinos die volle Kontrolle hatten. Ein spannendes Projekt bleibt der noch titellose Thriller aber allemal.
Auch Quentin Tarantino will bald wieder Action inszenieren – allerdings auf ganz andere Weise. Mehr dazu gibt es im folgenden Artikel:
Mantel-und-Degen-Action in Quentin Tarantinos letztem Film? Erstes Poster zum neuen Projekt des Kult-Regisseurs enthüllt