Die Karriere von James Spader ist in ziemlich ungewöhnlichen Bahnen verlaufen: Er war lange Jahre in größeren und kleineren Filmen zu sehen, bevor er Anfang der 2000er das Fernsehen für sich entdeckte. „The Practice“, „Boston Legal“, „The Office“ und schließlich „The Blacklist“ sorgten dafür, dass Spader in den vergangenen Jahren fast nur noch auf den heimischen Bildschirmen zu sehen war. Besonders in der Rolle als Raymond „Red“ Reddington, die er in 218 Folgen spielte, schien es sich Spader gemütlich gemacht zu haben, wie er auch selbst ganz offen zugab. Unterbrochen wurde die fast ein Jahrzehnt andauernde Verpflichtung bei der Crime-Serie allerdings von einem ziemlich ungewöhnlichen Gastspiel: Er spielte (mit Motion-Capture-Technik) und sprach titelgebenden Bösewichts in „Avengers: Age Of Ultron“ von 2015.
Der zweite „Avengers“-Film kam damals längst nicht so gut an wie der erste Teil von 2012, jedoch waren sich fast alle einig, dass James Spader als Roboter-Bösewicht Ultron eine verdammt gute Besetzung war. Dementsprechend war die Freude vieler Marvel-Fans riesig, dass Spader nach elf Jahren ein Comeback als Ultron feierte – und zwar in der am 14. Oktober 2026 gestarteten MCU-Serie „VisionQuest“ auf Disney+.
Doch nicht nur für Marvel-Fans gibt es bei „VisionQuest“ Grund zur Freude – auch „The Blacklist“-Fans dürfen durchaus einen Blick riskieren. Denn während James Spader in „Avengers 2“ nicht selbst zu sehen war, tritt er in der Marvel-Serie auch als menschlicher Avatar von Ultron auf – und erweist sich dank seiner großen Spielfreude und der knackig geschriebenen Dialoge als echter Szenendieb. Mehr dazu erfahrt ihr auch in unserer spoilerfreien Kritik zu den ersten vier Folgen von „VisionQuest“:
Lohnt sich "VisionQuest"? So gut ist die neue Marvel-Serie auf Disney+Doch damit nicht genug: In der vierten Folge verneigt sich „VisionQuest“ mehr als deutlich vor „The Blacklist“ – indem James Spader wieder in den bekannten Raymond-Reddington-Look schlüpft, samt Mantel mit hochgestelltem Kragen und natürlich vor allem dem ikonischen Fedora-Hut. Nur der Rauschebart dürfte für „The Blacklist“-Fans etwas gewöhnungsbedürftig sein:
NBC / Virginia Sherwood / Disney und seine verbundenenen Unternehmen
Die Sequenz wird wohl nicht umsonst mit einem „Du siehst toll aus!“ von Spaders Szenenpartner Paul Bettany eingeleitet. Das lenkt noch einmal besondere Aufmerksamkeit auf den Look des „The Blacklist“-Stars – auch wenn dieser direkt pariert: „Ich sehe aus wie aus einem schlechten Film“ (im Original: „I look like straight-to-video“).
Ein besonderer Bonus für „The Blacklist“-Fans: Nicht nur das Outfit von James Spader ist ein klarer Verweis in Richtung des Crime-Serien-Hits. Zudem dreht sich ein großer Teil der Episode darum, dass eine Taskforce mithilfe des von Spader verkörperten und wenig vertrauenswürdig scheinenden Außenseiters Ultron einen kniffligen Fall lösen soll – ganz genau wie in „The Blacklist“!
Übrigens gehört „The Blacklist“ für die FILMSTARTS-Community sogar zu den besten Krimi-Serien aller Zeiten. Welche Titel es noch in die Top-10 geschafft haben, erfahrt ihr hier:
4,53 von 5 Sternen! Das ist die beste Krimi-Serie aller Zeiten – laut den deutschen Zuschauern*Bei diesem Link zu Disney+ handelt es sich um einen Affiliate-Link. Mit dem Abschluss eines Abos über diesen Link unterstützt ihr FILMSTARTS. Auf den Preis hat das keinerlei Auswirkung.