11 Jahre nach seinem Marvel-Aus ist Ultron zurück – ein einziges Meeting überzeugte "The Blacklist"-Star James Spader

Mehr als ein Jahrzehnt nach „Avengers: Age Of Ultron“ kehrt James Spader als Kult-Schurke Ultron ins MCU zurück. Dabei brauchte Marvel offenbar nur ein einziges Gespräch, um den „The Blacklist“-Star vom Comeback in „VisionQuest“ zu überzeugen.

Als die Avengers 2015 in „Avengers: Age Of Ultron“ gegen die mörderische künstliche Intelligenz Ultron antraten, waren viele Marvel-Fans am Ende auch ein wenig traurig und enttäuscht. Denn sie glaubten, die Geschichte eines der bedeutendsten Comic-Bösewichte sei bereits nach einem einzigen Film abgeschlossen. Vision (Paul Bettany) vernichtete schließlich den letzten verbliebenen Körper des Schurken und so schien es keine Zukunft für die Figur sowie Darsteller James Spader im Marvel Cinematic Universe zu geben.

Doch nicht nur in Comics gibt es nach einem scheinbar unerschütterlich feststehenden Ende immer noch einen Ausweg, sondern auch in den Adaptionen. Nachdem Ultron schon in der Animationsserie „What If... ?“ in anderen Ecken des Multiversums mitmischen durfte, steht jetzt auch seine Rückkehr im Kern-MCU bevor. Denn elf Jahre nach den Ereignissen des „The Avengers“-Sequels stellt sich nun heraus, dass Ultron keineswegs tot war. In der kommenden Disney+-Serie „VisionQuest“ kehrt der Gegenspieler auf besondere Weise zurück. Und damit schlüpft auch James Spader, den Serienfans natürlich vor allem als Raymond Reddington aus dem langlebigen Crime-Hit „The Blacklist“ kennen, wieder in die Rolle.

Dass gerade Spader noch einmal ins MCU zurückkehrt, war dabei offenbar alles andere als selbstverständlich. Doch Marvel musste am Ende überraschend wenig Überzeugungsarbeit leisten.

So einfach konnte Marvel James Spader überzeugen

Ein ganzes Jahrzehnt stand James Spader fast ausschließlich für „The Blacklist“ vor der Kamera und machte auch deutlich, dass ihm das genügt. Er suche nicht nach Rollen, er beteilige sich auch nicht an der Entwicklung neuer Stoffe. Er sei faul und genieße das übrige Leben viel zu sehr. Doch nachdem sein Serien-Hit 2023 endete, juckte es ihn dann doch wieder in den Fingern. Wie Spader in der aktuellen Printausgabe des britischen Filmmagazins Empire erklärt, war er nach „The Blacklist“ auf der Suche nach einem Projekt, das sich für ihn tatsächlich neu und anders anfühlt. Und genau das fand er in der vertrauten Umgebung des MCU.

Ein einziges Treffen mit Marvel Studios habe ihn laut eigener Aussage überzeugt, dass die Ultron-Rückkehr in „VisionQuest“ genau das „einzigartige und andere Projekt“ sei, nach dem er gesucht habe, so Spader. Den Schauspieler begeisterte dabei wohl, dass er die eigentlich ihm bereits bekannte Figur dieses Mal auf eine ziemlich andere Weise spielen darf. Statt per Performance Capture wieder einen großen Metallroboter zu spielen, zeigt er Ultron jetzt in Menschengestalt.

"VisionQuest" enthüllt: Ultron war die ganze Zeit in Vision gefangen

Wie schon der erste Trailer zu „VisionQuest“ verriet, hat Vision seinen Schöpfer am Ende von „Age Of Ultron“ offenbar gar nicht vollständig vernichtet. Stattdessen lud er dessen Bewusstsein in seine eigene Programmierung hoch. Dort existierte Ultron die vergangenen elf Jahre weiter und ist auch Teil der am Ende von „WandaVision“ entstandenen neuen Form von Vision. In diesem leben zudem auch weitere verschiedene KI-Persönlichkeiten.

Paul Bettany beschreibt Ultron so im Vorlauf zur kommenden Serie als eine Art Gefangenen in Visions Bewusstsein. Spader selbst verriet derweil, dass sich seine Figur über die Jahre verändert hat. Denn der „Avengers“-Widersacher hat die lange Wartezeit mit viel Internet, Fernsehen und Geschichtsbüchern verbracht und so sehr viel Wissen aufgenommen, aber auch das Malen als Hobby entdeckt.

Wie sich dieser neue Ultron zeigt und ob er trotzdem weiterhin, wie viele Fans nach dem Trailer vermuten, finstere Pläne hegt und zum Gegner für Vision wird, erfahren wir schon sehr bald. VisionQuest“ von Showrunner Terry Matalas („Star Trek: Picard“) startet am 14. Oktober 2026 bei Disney+ und wird eine Trilogie abschließen, die auch noch aus „WandaVision“ und „Agatha All Along“ besteht. Nachfolgend haben wir noch den englischen Originaltrailer zur kommenden MCU-Serie:

Björn Becher
Björn Becher
-Mitglied der Chefredaktion
Seit mehr als 20 Jahren schreibt Björn Becher über Filme und Serien. Hier bei FILMSTARTS.de kümmert er sich um "Star Wars" - aber auch um alles, was gerade im Kino auf der großen Leinwand läuft.
Ähnliche Nachrichten
Das könnte dich auch interessieren