"Borat" hätte beinahe Tarantinos ikonischsten Bösewicht gespielt – die Rolle wurde später mit dem Oscar ausgezeichnet!
von Louis Verheyen
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Mit seiner Hauptbesetzung in Quentin Tarantinos kommendem Theaterstück machte Sacha Baron Cohen zuletzt große Schlagzeilen. Wie der Comedian jetzt verriet, hätte er aber beinahe schon in einem Tarantino-Meisterwerk aus dem Jahr 2009 mitgewirkt.

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Als Quentin Tarantinos neues Projekt im März 2026 offiziell angekündigt wurde, dürften viele Fans erst einmal ziemlich überrascht reagiert haben. Dabei handelt es sich nämlich nicht um seinen finalen, zehnten Film, sondern um ein humorvolles Theaterstück namens „Popinjay Cavalier“. Und im vergangenen September folgte gleich die nächste Überraschung: Die Hauptrolle in der Abenteuerkomödie wird von niemand Geringerem als „Borat“-Darsteller Sacha Baron Cohen ausgefüllt.

Dieser bestätigte nun in einem Interview mit Josh Horowitz, dass die Zusammenarbeit der beiden Hollywood-Stars eigentlich schon lange Zeit absehbar war. Immer wieder gab es Gespräche über gemeinsame Projekte – und einst galt Cohen sogar als Kandidat für Tarantinos wohl denkwürdigste Bösewicht-Schöpfung, wie er nun selbst verriet: den ebenso wortgewandten wie furchterregenden Nazi-Offizier Hans Landa.

„Ich habe ihn tatsächlich einmal angerufen, und in ‚Inglourious Basterds‘ wollte ich den – war es der ‚Judenjäger‘? – den wollte ich spielen. Er hat die Rolle dann irgendeinem anderen Kerl gegeben“, witzelte Cohen und spielte damit natürlich auf den großartigen Christoph Waltz an, der für seine eindrückliche Performance als Landa schließlich seinen ersten Oscar erhielt.

Auch in "Django Unchained" sollte Cohen auftauchen

Bereits vor kurzem plauderte Cohen mit dem Branchenmagazin The Playlist darüber, dass er ursprünglich auch in Tarantinos Nachfolgefilm hätte auftauchen sollen. Für „Django Unchained“ hatte der Filmemacher ihm nämlich eine Figur namens Scotty Harmony auf den Leib geschrieben, die mit der Handlung von Djangos Gattin Broomhilda verknüpft war:

„Ich stand kurz davor, eine Szene mit Kerry Washington zu drehen. Ich ließ mir sogar ein künstliches Kinn anfertigen, da Quentin unbedingt wollte, dass ich einer bestimmten Figur ähnele, die ihm aus den 40er-Jahren gefiel.“ Letztendlich musste der Schauspieler jedoch absagen, da er schon für die Musicalverfilmung „Les Misérables“ verpflichtet war.

Daher ist es doch ziemlich passend, dass Tarantino und Cohen jetzt ausgerechnet für ein Bühnenstück endlich zusammenfinden. Für seine Rolle als geübter Schwertkämpfer trainiert der Comedy-Star aktuell übrigens zehn Stunden die Woche. „Das wird beängstigend“, gab er im Josh-Horowitz-Interview zu und scherzte, dass seine Schwertkampftrainer allesamt Narben zu haben scheinen. „Ich frage: ‚Ist das sicher?‘ Sie antworten: ‚Es ist unwahrscheinlich, dass du dich verletzt.‘“

Am 18. März 2027 können sich Besucher des Londoner Phoenix Theatre selbst ein Bild von Cohens Schwertkünsten machen, denn genau dann feiert Quentin Tarantinos „Popinjay Cavalier“ Premiere. Einen von Tarantinos absoluten Lieblingsfilmen gibt es unterdessen schon jetzt im Heimkino zu sehen – mehr dazu im nachfolgenden Artikel:

Einer der besten Filme des Jahres neu im Streaming-Abo: Auch Tarantino feiert ihn – und war dafür gleich 2x im Kino!
Louis Verheyen
Louis Verheyen
-Freier Autor
Genießt alle Facetten des Kinos und lässt sich von „Mulholland Drive“ ebenso gern verstören wie von „Call Me By Your Name“ verzaubern. Hofft immer noch wehmütig darauf, dass Richard Kelly mal wieder einen Film dreht.
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