„VisionQuest“ ist bislang eine äußerst lohnende Erfahrung für Marvel-Fans. Nicht nur ist die neue MCU-Serie richtig gut. Sie knüpft auch an viele vorherige Filme und Serien aus dem „Avengers“-Universum an – und zwar an deutlich mehr, als man angesichts der Handlung um Vision (Paul Bettany) denken würde. Dass die Serie eine Fortsetzung von „WandaVision“ und „Agatha All Along“ ist und dank des Comebacks von Ultron (James Spader) auch „Avengers 2: Age Of Ultron“ eine wichtige Rolle spielt, sollte niemanden überraschen. Doch in der sechsten Folge geht „VisionQuest“ sogar bis ganz an die Anfänge des MCU zurück:
In „VisionQuest“ Episode 6 mit dem Titel „Sackgasse“ kehrt nämlich niemand Anderes als Raza Hamidmi al-Wazar (Faran Tahir) zurück. Raza entführte in „Iron Man“ von 2008 Tony Stark (Robert Downey Jr.), um diesen zum Bau der mächtigen Jericho-Raketen von Stark Industries zu zwingen – und war dadurch ein entscheidender Teil von Iron Mans Origin Story. Wenn man so will, war Raza sogar der erste MCU-Bösewicht überhaupt, bevor sich dann natürlich Tonys Mentor Obadiah Stane (Jeff Bridges) als wahrer Drahtzieher entpuppte und sich als Iron Monger den ersten großen MCU-Showdown mit Iron Man lieferte.
Disney und seine verbundenenen Unternehmen
Die Rückkehr von Raza in „VisionQuest“ nach mehr als 18 Jahren ist eine weitere freudige Überraschung für Marvel-Fans – zumindest für all diejenigen, die die Berichterstattung um die MCU-Serie nicht allzu genau verfolgt haben. Auch wir bei FILMSTARTS.de haben im Januar 2025 darüber berichtet, dass Faran Tahir erneut in seine Schurkenrolle schlüpfen wird. Mehr als anderthalb Jahre später dürfte der eine oder die andere diese Meldung aber schon wieder verdrängt haben.
Erstaunlicherweise ist das Comeback von Raza jedoch kein reiner Fanservice. Es gelingt dem „VisionQuest“-Team um Showrunner Terry Matalas, die Rückkehr organisch in die großen Handlungsstränge der Serie einzuflechten. So wird in der fünften und sechsten Folge bestätigt, dass die Geschichte von Androiden-Bösewicht Jocasta (T'Nia Miller) ebenfalls eng mit Stark Industries verbunden ist. Denn der frühere Rüstungskonzern kaufte ihr KI-Konzept, aus dem später J.A.R.V.I.S. und dann auch Ultron und Vision hervorgingen – womit die damals noch menschliche Josephine Carrington keineswegs einverstanden war.
"VisionQuest": Der Einfluss von Iron Man ist überall
Darüber hinaus ist der lange Schatten von Iron Man aber auch sonst überall in „VisionQuest“ zu spüren – schließlich ist er direkt oder indirekt für die Erschaffung aller KIs verantwortlich, die bisher eine Rolle spielen. In der dritten und vierten Folge, aber auch in den beiden neuen Episoden wurde so etwa das Trauma von F.R.I.D.A.Y. (Orla Brady) thematisiert, die miterleben musste, wie Tony Stark sich in „Avengers: Endgame“ opferte.
Und aktuell deutet alles darauf hin, dass in den verbliebenen beiden Folgen von „VisionQuest“ noch ein weiterer Androide auftritt, der auf der Stark Expo in „Captain America: The First Avenger“ in einer Glaskuppel erstmals zu sehen war. Mehr wollen wir an dieser Stelle nicht vorwegnehmen und belassen es hierbei: „VisionQuest“ Episode 7 erscheint am 4. November und das große Finale dann am 11. November auf Disney+.
Und wenn ihr mehr über die neu angekündigte Marvel-Serie nach „VisionQuest“ erfahren wollt, schaut einfach in diesen Artikel rein:
"X-Men"-Spin-off statt "Agents Of S.H.I.E.L.D."-Revival? Endlich wurden die ersten Details zur neuen Marvel-Serie nach "Daredevil" & Co. enthüllt