Ob man ihn nun mag oder nicht: Wer gerne für Blockbuster ins Kino geht, kommt seit vielen Jahren einfach nicht an Chris Pratt vorbei. Er ist das Gesicht der „Jurassic World“-Reihe, Anführer von Marvels „Guardians Of The Galaxy“, leiht dem Titelheld der animierten „Super Mario Bros.“-Filme seine Stimme und wurde obendrein in einigen der teuersten Produktionen der Streaming-Geschichte gecastet – darunter Netflix' „The Electric State“ und Amazons „The Tomorrow War“. Mit der Serie „The Terminal List“ lockt er seit 2022 zudem viele Action-Aficionados regelmäßig vor die Bildschirme.
Doch das war natürlich nicht immer so. Jeder hat irgendwann mal klein angefangen, musste sich erst einmal nach oben arbeiten. In den 2000ern gehörte Pratt so erstmals zum festen Cast eines Erfolgsformats im Fernsehen („Everwood“), bevor ihm mit „Parks And Recreation“ endgültig der Durchbruch gelang. Im Kino musste er sich zunächst mit Nebenrollen begnügen, etwa im Ab-18-Actionkracher „Wanted“ (als unausstehlicher Kumpel von James McAvoy). Doch selbst diese kleineren Aufträge waren für den heute 47-jährigen Amerikaner einst eine echte Sensation, hielt er sich Jahre zuvor doch als Kellner in einem Shrimp-Restaurant über Wasser. Jetzt verriet der Superstar, wie damals alles seinen Anfang nahm.
Chris Pratt: "Ich lebte in einem Van"
In einem neuen Beitrag auf Instagram schwelgt Pratt in Erinnerungen – an eine Begegnung, die sein Leben für immer verändern sollte. „Vor Hollywood lebte ich in einem Van in Hawaii und habe bei der Bubba Gump Shrimp Company gekellnert“, so der Ehemann von Katherine Schwarzenegger und Schwiegersohn von Arnold Schwarzenegger (und ja, die bis heute erfolgreiche Restaurant-Kette basiert tatsächlich auf einer Idee aus „Forrest Gump“!). Bis eines Tages die aus „Phantom Kommando“ und „Die Farbe Lila“ bekannte Rae Dawn Chong das Restaurant besuchte und den damaligen Niemand, der es mittlerweile zum Superstar brachte, (fast) sprachlos machte: „Ich bin an ihren Tisch gegangen und sagte: ‚Hey, Sie sind ein Filmstar! Was machen Sie denn hier?‘“
Auf die Frage, ob er den schauspielern könne, entgegnete Pratt nur „Hölle, ja! Stecken sie mich in ihren Film!“ Chong fragte schließlich nach seiner Telefonnummer, doch das Problem war: Chris Pratt hatte zu jener Zeitpunkt gar keine! Also gab er die seines Kumpels Mike weiter, der irgendwann ganz beiläufig meinte: „Ach so, übrigens: Jemand hat für dich angerufen.“
Er bekam tatsächlich die Möglichkeit, für den Low-Budget-Horrorfilm „Cursed Part 3“ vorzusprechen, überzeugte Chong, bekam die Rolle – und wurde für die Dreharbeiten sogar extra eingeflogen. Gedreht wurde nämlich nicht in Hawaii, sondern in Los Angeles. Hollywood!
„Ich hatte 60 Dollar, eine Tasche mit Klamotten und ein Paar Rollerblades“, erinnert sich der „Garfield“-Synchronspecher heute. „Rae sagte mir, sie würden mich einfliegen lassen. Und ich erinnere mich, dass ich genau in diesem Moment dachte: ‚Mein Leben hat sich gerade für immer verändert. Ich werde Schauspieler!‘“ Er werde Rae Dawn Chong für immer dafür dankbar sein, einem jungen Kerl in einem Shrimp-Restaurant eine Chance gegeben zu haben. „Jeder fängt irgendwann irgendwo an – und hier hat alles für mich begonnen.“
Als nächstes gibt es den Publikumsliebling übrigens in „Warrior Kid“ zu sehen, zu dem gerade erst der Trailer veröffentlicht wurde:
Marvel-Star Chris Pratt auf den Spuren von "Karate Kid": Deutscher Trailer zu "Warrior Kid"