Mit „Der Soldat James Ryan“ hat Steven Spielberg Kinogeschichte geschrieben – nicht nur wegen der legendären, rund 20-minütigen D-Day-Eröffnungssequenz, die so realistisch geriet, dass sogar eine Notfall-Hotline für Veteranen eingerichtet werden musste. Das Weltkriegs-Epos spülte mehr als 481 Millionen US-Dollar in die weltweiten Kinokassen und wurde damit zum zweiterfolgreichsten Leinwand-Hit des Jahres 1998, obendrein gab es zehn Oscar-Nominierungen und fünf Auszeichnungen mit dem wichtigsten Filmpreis der Welt (darunter Beste Regie).
Im Mittelpunkt steht bekanntlich Captain John H. Miller (Tom Hanks), der mit seinen Männern nach dem titelgebenden Private James Francis Ryan (Matt Damon) sucht. Doch die Besetzungsliste ist noch deutlich länger – und enthält eine Vielzahl bekannter Namen, teils auch von Schauspielern, die erst später zu großen Stars aufsteigen sollten. Eine Auswahl: Tom Sizemore („Heat“), Edward Burns („She's The One“), Vin Diesel („The Fast And The Furious“), Giovanni Ribisi („Avatar – Aufbruch nach Pandora“), Paul Giamatti („The Holdovers“).
Und auch zwei spätere Serien-Superstars treten in „Der Soldat James Ryan“ auf: Nathan Fillion, der später als Titelheld der Krimiserie „Castle“ und als Polizist John Nolan in „The Rookie“ große Erfolge feierte – und Ryan Hurst, den Fans vor allem für seine Rollen als Opie Winston in „Sons of Anarchy“ und als Beta in „The Walking Dead“ kennen. Letzterer spielte in Spielbergs Meisterwerk nach „Postman“ und „Patch Adams“ seine erst dritte Kinorolle überhaupt und ist als Fallschirmjäger Michaelson nur für einen kurzen Moment zu sehen.
Universal Pictures
Captain Miller und seine Einheit werden an Michaelson verwiesen, weil dieser angeblich mit einem Soldaten namens Ryan befreundet ist. Als sie schließlich aufeinandertreffen, stellt sich die Verständigung jedoch als schwierig heraus: Eine deutsche Granate ist direkt neben dem Kopf des Fallschirmspringers explodiert und hat sein Gehör stark beeinträchtigt. Nach dem Verbleib von James Ryan gefragt, versteht er deshalb zunächst so gut wie nichts und brüllt sein Gegenüber lautstark an. Erst mithilfe eines Notizbuchs erkennt er, um wen es geht – und kann Miller eine entscheidende Information liefern.
Die besagte Szene dauert nur knapp eine Minute, hat bei vielen Zuschauer*innen aber großen Eindruck hinterlassen. Hurst spielte anschließend noch in einigen Kinofilmen mit, in diesem Jahr konnte man ihn sogar in Christopher Nolans Mammutwerk „Die Odyssee“ entdecken. Sein Hauptbetätigungsfeld blieb aber das Fernsehen, so war er neben „Sons Of Anarchy“ und „The Walking Dead“ auch in Hit-Serien wie „Bates Motel“ oder „Bosch“ zu sehen.
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