Godzilla ist zurück! Zwar war er nie wirklich weg, doch mit „Godzilla Minus One“ aus dem Jahr 2023 gelang dem Traditionsstudio Toho ein weltweiter Überraschungserfolg. Während das Monster in Japan standardmäßig für volle Kinosäle sorgte, flimmerten die Produktionen im Rest der Welt meist nur im kleinen Rahmen über die Leinwände. Doch das Sci-Fi-Kriegsepos schlug an den Kinokassen voll ein: Bei Produktionskosten von lediglich 15 Millionen US-Dollar spielte der Film weltweit starke 116 Millionen Dollar ein – und das trotz teils stark limitierter Vorführungen.
Dementsprechend ist es nur logisch, dass die Fortsetzung „Godzilla Minus Zero“ nach dem weltweiten Hype jetzt einen deutlich größeren Kinostart spendiert bekommt – und sogar im IMAX startet. Doch viele Kinogänger*innen fragen sich, was hinter der Wahl des ungewöhnlichen Titels steckt. Wir verraten euch, was es damit auf sich hat.
Der Titel verrät eine Menge über die Situation Japans
Um die Bedeutung von „Godzilla Minus Zero“ richtig zu verstehen, muss man sich zuerst mit dem Titel des Vorgängers auseinandersetzen. „Godzilla Minus One“ spielt in den letzten Tagen des Zweiten Weltkriegs und zeigt ein vom Krieg zerstörtes Japan. Die unter der Leitung von J. Robert Oppenheimer entwickelten Atombomben „Little Boy“ und „Fat Man“ wurden auf Hiroshima und Nagasaki abgeworfen, kosteten weit über 100.000 Menschen das Leben und hinterließen verstrahlte Trümmerwüsten. Das Land befand sich an seinem historischen Tiefpunkt und musste wieder von Grund auf – eben von null – aufgebaut werden. Das Auftauchen von Godzilla verschlimmert den Zustand des kriegsgebeutelten Landes noch weiter – und stürzt es unter den Nullpunkt.
„Godzilla Minus Zero“ macht im Titel somit deutlich, dass sich das Land inzwischen von den Verheerungen durch die Riesenechse erholt hat und die Bevölkerung langsam neue Hoffnung schöpft. Doch natürlich ist Japan noch weit von der einstigen Strahlkraft entfernt – und ein weiterer Monsterangriff gefährdet das Land erneut.
Achtung Spoiler! Das verrät der Titel über die Handlung von "Godzilla Minus Zero"
Zugleich lässt sich der Titel auch als gigantischer Spoiler lesen. Wer also den Film noch nicht gesehen hat, sollte hier stoppen und nach dem Kinobesuch weiterlesen.
Wer den Monster-Blockbuster schon gesehen hat, weiß natürlich, dass hier das titelgebende Ober-Kaiju nur eine Nebenrolle einnimmt. Dafür verbreitet jetzt King Ghidorah Angst und Schrecken. Der dreiköpfige Drache aus dem All legt mit Blitz- und Gravitationsstrahlen ganze Ortschaften in Schutt und Asche. King Ghidorah betrat das Franchise bereits 1964 im Klassiker „Frankensteins Monster im Kampf gegen Ghidorah“ – und avancierte seither zu einem der gefürchtetsten Erzfeinde des Urzeit-Giganten.
Zudem ist King Ghidorah Franchise-Fans noch unter einem ganz anderen Codenamen bekannt: Monster Zero. Diesen Namen erhielt das außerirdische Wesen 1965 im Sci-Fi-Kultfilm „Befehl aus dem Dunkel“. Darin benennt ein außerirdisches Volk vom Planeten X die monströsen Giganten nach einem Nummerncode. Der dreiköpfige Schrecken Ghidorah galt dabei als oberste Bedrohung und erhielt die Bezeichnung „Monster Zero“, während Godzilla als „Monster Zero-One“ und Flugsaurier Rodan als „Monster Zero-Two“ katalogisiert wurden. Wie passend also, dass Regisseur Yamazaki in „Godzilla Minus Zero“ nun genau jenes „Monster Zero“ auf das Nachkriegsjapan loslässt.
Wenn ihr übrigens wissen wollt, warum aktuell sogar vor „Godzilla Minus Zero“ gewarnt wird, dann klickt einfach hier:
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