Film Nr. 1: Das handgemachte Meisterwerk!
15 Jahre Arbeit mit mehr als 1.100 aktiven Drehtagen stecken im neuesten Fantasy-Abenteuer des Stop-Motion-Studios LAIKA! „Wildwood“ übertrumpft dabei sogar noch mal die bisher herausragenden Filme „Coraline“ und „Kubo – Der tapfere Samurai“ – und liefert mit handgefertigten Puppen und Kostümen die atemberaubendste Fantasy-Action seit „Der Herr der Ringe“! Ein so gutes Argument gegen eine mögliche KI-Zukunft, dass „Wildwood“ (Trailer siehe oben) schon jetzt der Oscar für den Besten Animationsfilm des Jahres nicht mehr zu nehmen sein dürfte – und er ist dabei auch ambitioniert genug, dass erwachsene Filmfans notfalls ruhig auch ohne kindliche Begleitung ins Kino gehen sollten.
Das Fazit der FILMSTARTS-Kritik (5 Sterne): „Es ist der pure Wahnsinn, dass überhaupt jemand ein solches Projekt begonnen hat – und es ist der pure Wahnsinn, dass es tatsächlich fertiggestellt wurde. Aber es ist ja kein Geheimnis, dass bei nicht wenigen der größten Meisterwerke der Kinogeschichte eine (gesunde) Portion Wahnsinn mit im Spiel war.“
Film Nr. 2: Fatih Akıns bester Film seit Langem!
Nach seinen Publikumshits „Rheingold“ und „Amrum“ liefert Berlinale-Gewinner Fatih Akın („Gegen die Wand“) mit „Geister“ seinen persönlichsten und besten Film seit langer Zeit – und dabei handelt es sich ausgerechnet um eine tragisch-übersinnliche Liebesgeschichte: Farasha (Mariam Dawoud) und Faris (Eren M. Güvercin) verlieben sich auf einer Abiparty im Hamburger Fernsehturm – nur um wenige Minuten später bei einem Autounfall auf dem Boden der Elbe zu landen. Farasha ertrinkt und erscheint Faris in den folgenden 40 Tagen als Geist in seinen Träumen:
Fazit der FILMSTARTS-Kritik (4,5 Sterne): „So tragisch-schöne Liebesgeschichten sind – nicht nur im deutschen Kino – viel zu selten. Erst recht mit zwei solchen Hammer-Newcomer-Entdeckungen wie Mariam Dawoud und Eren M. Güvercin. Und wer – wie ich – doch einigermaßen Höhenangst hat, für den wird das luftige Finale auf dem Hamburger Fernsehturm sogar gleich doppelt nervenaufreibend.“
Fatih Akın und sein Hauptdarsteller Eren M. Güvercin waren auch bei uns in der Redaktion zu Gast – und haben dort mit uns gemeinsam auch eine Folge unseres Podcasts Leinwandliebe aufgenommen, die ihr euch hier (oder in eurem regulären Podcast-Feed) anhören könnt:
Film Nr. 3: Episches Zerstörungskino mit Herz und Hirn!
Nachdem in Hollywood regelmäßig Godzilla-Blockbuster mit Budgets weit über 100 Millionen Dollar gedreht werden, hat sich das japanische Originalstudio an einer vermeintlich sehr viel bescheideneren Variante versucht. Aber dann die Überraschung: „Godzilla Minus One“ entpuppte sich nicht nur als richtig guter Film, der die vom Monster angerichtete Zerstörung erfrischend ernst nimmt, sondern lieferte auch mit einem Bruchteil des sonst üblichen Budgets atemberaubende Bilder. Dafür gab es sogar den Oscar für die Besten Effekte – vor der zigfach so teuren US-Konkurrenz wie „Guardians Of The Galaxy 3“.
Jetzt also endlich die heißersehnte Fortsetzung „Godzilla Minus Zero“, die absolut nicht enttäuscht – und im Gegensatz zum Vorgänger, der noch als Geheimtipp galt, direkt in mehr als 350 Kinos inklusive IMAX-Sälen startet:
Fazit der FILMSTARTS-Kritik (4 Sterne): „Ein würdiger Nachfolger für den modernen Kulthit ‚Godzilla Minus One‘. Selbst wenn Godzilla dieses Mal eher zur Nebenfigur degradiert wird, bietet die Fortsetzung dank eines neuen Kaijus bildgewaltiges Kreaturen-Kino, in dem die menschlichen Schicksale und die Folgen der monströsen Zerstörung stets im Vordergrund stehen.“
Film Nr. 4: Der preisgekrönte Festival-Favorit!
Im Kern erzählt „Minotaurus“ die aus Claude Chabrols Klassiker „Die untreue Frau“ bekannte Geschichte eines wohlhabenden Mannes, der einen Detektiv anheuert, um den Liebhaber seiner Frau zu identifizieren – und diesen dann im Affekt erschlägt.
Allerdings spielt das in Cannes mit einem der Hauptpreise ausgezeichnete Thriller-Drama von Meisterregisseur Andrey Zvyagintsev („Leviathan“) während des Krieges im Jahr 2022 in einer bewusst nicht näher definierten russischen Provinzstadt – und dieser abgewandelte Kontext der abgründigen Noir-Erzählung ändert tatsächlich fast alles. So wirkt „Minotaurus“ nie wie ein bloßer Abklatsch, sondern punktet mit grandios-hochglänzenden Cinemascope-Bildern sowie einer straffen Spannungsinszenierung.
Fazit der FILMSTARTS-Kritik (4 Sterne): „Ein in grandiosen Cinemascope-Bildern eingefangenes Noir-Drama, das zwar im Kern eine hinlänglich bekannte Geschichte von einem aus Eifersucht mordenden Ehemann erzählt, aber durch den neuen Kontext trotzdem noch mal einen ganz anderen, ziemlich heftigen Punch entfaltet. Bitterböse und brillant inszeniert!“
Welchen der Filme werdet ihr euch am Wochenende ansehen? Oder werden es sogar gleich mehrere? Wobei es zusätzlich ja auch noch sehenswerte Filme aus den vergangenen Wochen gibt, bei denen noch nicht jede und jeder die Chance hatte, sie im Kino zu sehen – wie etwa im Fall dieses Kultklassikers:
Nach mehr als 40 Jahren läuft dieser Horror-Kultfilm jetzt endlich ungekürzt in den deutschen Kinos: Aber es gibt kaum noch Tickets!