Sci-Fi-Kriegsfilm-Kracher ab morgen im Kino: Darum wird jetzt vor einem der brachialsten Blockbuster-Highlights des Jahres gewarnt
von Daniel Fabian
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Nachdem er mit „Godzilla Minus One“ Geschichte schrieb, schickt sich Takashi Yamazaki nun an, mit „Godzilla Minus Zero“ mindestens genauso spektakulär nachzulegen. Das gelingt eindrucksvoll – dennoch wird vor dem Kaiju-Highlight gewarnt.

116 Millionen Dollar an den weltweiten Kinokassen, ein Oscar für die Spezialeffekte und Sonderstatus in der Riege der zahlreichen Kaiju-Kracher, die die legendären japanischen Toho Studios hervorbrachten: „Godzilla Minus One“ ist ein gewaltiges Science-Fiction-Ereignis, ein erschütterndes (Nach-)Kriegsdrama und einer der besten Monsterfilme aller Zeiten – darüber herrscht weitestgehend Einigkeit. Doch ob sich Regisseur Takashi Yamazaki damit einen Gefallen getan hat, seinen gefeierten Kassenschlager fortzusetzen? Genau das zeigt sich bereits diese Woche:

Nachdem gestern die ersten Previews über die hiesigen Leinwände liefen, startet „Godzilla Minus Zero“ am morgigen 5. November endlich offiziell in den deutschen Kinos – auch in IMAX. Wer also – wie der Verfasser dieses Artikels – dachte, der Vorgänger könnte in Sachen Brachialität gar nicht mehr übertroffen werden, wird nun eines Besseren belehrt. Einerseits lief „Godzilla Minus One“ nämlich gar nicht in dem gefeierten Premiumformat, andererseits legt Teil 2 nun aber auch in einigen Belangen ein paar Schippen oben drauf. Und zwar so sehr, dass nun sogar davor gewarnt wird.

Laut, lauter, "Godzilla Minus Zero"!

Ähnlich wie Christopher Nolan, der bei seinen Film in der Regel großen Wert auf eine authentische, kraftvolle Soundkulisse legt, will Yamazaki die schier unendliche Wucht, mit der Godzilla wütet, nicht nur mit großen Bildern, sondern auch akustisch demonstrieren. Denn ja: Wenn ein derartiges Monstrum eine Schneise der Zerstörung hinterlässt, dann ist das eben auch nichts für Zartbesaitete – oder empfindliche Ohren.

Doch wie unter anderem das Portal filmseal berichtet und auch ich in der gestrigen Preview feststellen durfte, schlagen in IMAX-Vorstellungen von „Godzilla Minus Zero“ reihenweise Smartwatches Alarm – und warnen vor zu hoher Lautstärke:

In der Kommentarsektion des Beitrags melden sich bereits zahlreiche Kinobesucherinnen und Kinobesucher zu Wort, die beipflichten: „Noch nie hat mein Trommelfell nach einem Film so wehgetan“, „Der lauteste Film, den ich je in einem Kino gesehen habe“, „Sogar lauter als ‚Die Odyssee‘“, „Ich kann bestätigen, dass ich echte Schmerzen habe“ liest man hier unter anderem – und das kommt tatsächlich nicht von ungefähr.

Eine persönliche Einschätzung

Auch ich saß gestern in einer IMAX-Vorführung und erspähte im Kinosaal immer wieder aufleuchtende Smartwatches – und bekam ordentlich was auf die Ohren. Und ja: Auch ich kann mich nicht erinnern, jemals in einem Kino mit derart ohrenbetäubendem Lärm beschallt worden zu sein. Habe ich Godzillas Schrei auch noch auf dem Heimweg gehört? Dröhnen mir die Lauscher heute noch? Das zwar nicht. Dennoch muss ich sagen: Etwas leiser hätte es durchaus sein dürfen.

Gerade im Vergleich zu meinem direkten Umfeld gelte ich als jemand, der Lautstärke vergleichsweise gut aushält. Dementsprechend kann ich mir gut vorstellen, dass hier viele an ihre (Schmerz-)Grenze kommen dürften. Wer will, kann alternativ natürlich einfach auf eine reguläre Vorstellung ausweichen oder – so doof es vielleicht klingen mag – Gehörschutz mitnehmen, wie er oft auch in Techno-Clubs genutzt wird.

Ein Must-See im Kino!

Der explizite Hinweis „Filmed For IMAX“ auf den Postern zum Film hat allerdings durchaus seinen Grund. Godzilla gilt als eines der größten Monster der Kinogeschichte – und hat es als solches definitiv auch verdient, auf der größtmöglichen Leinwand (und eben auch mit dem stärksten Soundsystem) erlebt zu werden. Dennoch sollte man vorab wissen, dass einen Japans erster für IMAX gedrehter Film auf ähnliche Weise überrollen wird wie sein titelgebendes Monster die japanische Bevölkerung.

Aber ist „Godzilla Minus Zero“ am Ende auch ein guter Film? Ja, und wie! Die internationale Fachpresse zeigt sich begeistert und auch FILMSTARTS-Redakteur Stefan Geisler spricht von einem „würdigen Nachfolger“ – und vergibt in seiner Kritik gute 4 von 5 möglichen Sternen.

Fans der legendären Riesenechse dürfen sich übrigens freuen, denn auch fernab der Kinoleinwände soll schon bald für frischen Nachschub gesorgt werden:

"Godzilla"-Serie "Monarch" soll in die dritte Runde gehen – allerdings mit großen Veränderungen

Daniel Fabian
Daniel Fabian
-Senior-Redakteur
Fasziniert und berührt werden, aber auch ein stückweit über sich selbst erfahren – darin besteht für Daniel die Magie des Kinos.
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