"Prestige"-Autor kritisiert Christopher Nolans "Batman"-Filme als "langweilig und prätentiös"

In einem großen Interview mit der französischen Webseite Skript sprach Autor Christopher Priest über die Verfilmung seines Buches "Prestige" durch Christopher Nolan und kritisierte dabei die folgenden "Batman"-Filme des Regisseurs.

Warner Bros.

Mit der Adaption seines Buches "The Prestige" ist Christopher Priest ganz glücklich, von den weiteren Filmen von Christopher Nolan hält er allerdings nicht so viel. Vor allem an den "Batman"-Filmen lässt er kein gutes Haar. Diese seien "seicht und schlecht geschrieben". Seine Kinder finden die "Dark Knight"-Trilogie sogar "langweilig und prätentiös". Von dem ganzen psychologischen Realitäts-Ansatz hält er nicht viel, schließlich ist Batman ein "Bodybuilder, der von Gebäuden herunterspringt", wie Priest im Video-Interview mit Skript mit einem Augenzwinkern sagte. Trotz des vielen Lobs, dass vor allem "Batman Begins" und "The Dark Knight" bekamen, glaubt Priest nicht, mit seiner Meinung alleine dazustehen. Ganz im Gegenteil. Bei den Kinovorführungen zu "Batman Begins" und "The Dark Knight" sei vor allem das junge Publikum kaum gefesselt gewesen. Viele hätten sich unterhalten, auf ihrem Handy gespielt oder das Kino für Toiletten verlassen. Ihre Aufmerksamkeit war nur bei den Action-Szenen auf der Leinwand.

Bei der Adaption von "The Prestige" habe Christopher Nolan aber gute Arbeit geleistet. Es sei einer der besten Filme des Regisseurs, der laut Priest leider mittlerweile "versuche ein moderner Kubrick zu sein", wobei er denke, dass Nolan "als moderner Hitchcock besser wäre."

Dass Nolan die Rechte an "The Prestige" bekam, sei übrigens damals eine sehr knappe Angelegenheit gewesen. 2001 habe er entschieden, die Filmrechte zu seinem 1995 veröffentlichten Buch zu veräußern. Sam Mendes ("American Beauty") sei sehr interessiert gewesen und eigentlich seine erste Wahl gewesen. Als der ebenfalls interessierte Christopher Nolan gehört habe, dass Mendes bessere Chancen hat, habe er Priest sein Frühwerk "Following" zugeschickt. Dieser Film hat den Autor nach eigener Aussage dazu bewogen, die Rechte Nolan zu geben. Dass er immer "junge Talente unterstützten will", habe zusätzlichen Einfluss gehabt. 2006 erschien dann der Film mit Hugh Jackman und Christian Bale als duellierende Magier.

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