„Somnium“ (Trailer siehe oben) handelt von Gemma (Chloë Levine), die völlig pleite auf das Jobangebot einer experimentellen Schlafklinik stößt. Nach einem auffällig kurzen Vorstellungsgespräch wird sie bereits für die Nachtwache eingeteilt. Das klingt nach leicht verdientem Geld. Aber Pustekuchen: In der Klinik werden den – meist ausgesprochen – wohlhabenden Patient*innen unterschwellige Botschaften ins Unterbewusstsein implantiert. Die offizielle Begründung: So sollen ihre Ängste und Phobien therapiert werden. Aber schon bald nach Schichtbeginn wird Gemma stutzig, denn offenbar gehen hier auch noch andere, äußerst merkwürdige Dinge vor sich...
„Somnium“ ist seit dem 30. April 2026 fürs Heimkino verfügbar, als VoD-Stream auf den gängigen Plattformen und natürlich als Blu-ray – unter anderem bei Amazon:
Wer so einen Film dreht, ist natürlich auch selbst ein absoluter Genrefan. Deshalb haben wir Racheal Cain angefragt, ob sie uns zum Heimkino-Release von „Somnium“ nicht exklusiv ihre Top-7-Horrorfilme verraten möchte. Sie hat nicht nur zugestimmt, sondern auch noch zu jedem der sieben Filme eine persönliche Begründung verfasst – sowie uns ein Foto vor ihrer privaten Filmsammlung geschickt:
Racheal Cain
Die Top 7 Horrorfilme aller Zeiten (in beliebiger Reihenfolge)
„Rosemaries Baby“ (Roman Polanski, 1968)
Meine Oma hat mir den Film in so jungen Jahren gezeigt, dass er sich anfühlt, als wäre er in meiner DNA eingebrannt. Diese schleichende Paranoia und die meisterhafte Art, wie das Gefühl eingefangen wird, langsam den Halt in der Realität zu verlieren – all das spitzt sich zu diesem herrlich perfiden Twist am Ende zu und macht ihn für immer zu einem meiner absoluten Favoriten.
„Scream - Schrei!“ (Wes Craven, 1996)
Da ich in den 90ern aufgewachsen bin, ist „Scream“ für mich ein echtes Standardwerk. Ich sage oft, dass es der Film war, der mich „zum Filmemachen gebracht hat“, weil die Jungs aus der Nachbarschaft und ich so oft versucht haben, ihn nachzudrehen. Er ist der ultimative Liebesbrief an die VHS-Ära: Er verbindet selbstbewussten Witz perfekt mit echter, knallharter Slasher-Energie. Und als Frau musste man es einfach lieben, dass die weiblichen Charaktere nicht einfach nur „verrückt wurden“ oder „verfolgt“ wurden – sie waren faktisch die Einzigen, die klug genug waren, die Regeln des Albtraums zu verstehen, in dem sie steckten.
„Mulholland Drive“ (David Lynch, 2001)
Die Story des Films – vom Hollywood-Traum zum Albtraum – ist wahrscheinlich der engste spirituelle Vorfahre von „Somnium“. Ich liebe es, wenn Leute meine kleinen Easter Eggs voller Liebe und Wertschätzung für den großen David Lynch entdecken. Hier fängt er die surreale, oft räuberische Natur unserer Branche auf eine Weise ein, die es so zuvor noch nicht gegeben hatte. Es fühlt sich an wie ein wunderschöner Fiebertraum.
„Videodrome“ (David Cronenberg, 1983)
Hier sind David Cronenbergs Themen von medieninduzierten Halluzinationen und der verschwimmenden physischen Realität eine so spannende Untersuchung der psychologischen Folgen technologischer Obsession. Die Art und Weise, wie dieser Film unsere körperliche und psychische Besessenheit von Medien und Bildschirmen erforscht, hat mich tief beeindruckt und wirkt auch heute noch unglaublich vorausschauend.
„The Shining“ (Stanley Kubrick, 1980)
Noch so ein Film, den ich zweifellos in einem viel zu jungen Alter gesehen habe. Wenn man als Szenenbildnerin arbeitet, kommt man nicht umhin, Stanley Kubricks obsessive Liebe zum Detail beim Set-Design zu bewundern. Die Ausstattung ist so gewollt und präzise, dass das Overlook Hotel zu einem eigenen Charakter wird. Außerdem ist es einfach ein riesiger Spaß, diesem Abstieg in die Dunkelheit zuzusehen.
„Ekel“ (Roman Polanski, 1965)
Es gibt so viele Gründe, „Ekel“ zu lieben. Als Filmemacherin machen Horrorfilme aus den 60ern und 70ern besonders viel Spaß, weil das Genre damals zum wichtigsten Ort wurde, um die erdrückende Last häuslicher Erwartungen an Frauen zu untersuchen. Zudem hat der Film einige der besten und ikonischsten praktischen Effekte überhaupt.
„It Follows“ (David Robert Mitchell, 2014)
Ich finde, dieser Film ist ein ästhetischer Triumph. Den Score von Disasterpiece habe ich schon unzählige Male gehört. David Robert Mitchell hat eine so dichte und faszinierende Atmosphäre des Grauens geschaffen, die sich irgendwie gleichzeitig modern und nostalgisch anfühlt – und wer liebt es bitte nicht, Maika Monroe 90 Minuten lang anzustarren?
Wenn ihr den Trailer zu „Somnium“ lieber im Original sehen wollt, haben wir hier auch noch die englischsprachige Version für euch:
FILMSTARTS bietet dir täglich die neuesten Nachrichten über Kino, Serien und Fernsehen. Abonniere FILMSTARTS hier bei Google Discover, um auch unsere Kritiken, Interviews, Streaming- und TV-Tipps sowie die besten und interessantesten Geschichten über deine Lieblingsfilme und -serien nicht zu verpassen.
*Bei dem Link zum Angebot von Amazon handelt es sich um einen sogenannten Affiliate-Link. Bei einem Kauf über diesen Link erhalten wir eine Provision.