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    Mit dem gefeierten "Werk ohne Autor": Deutschland ist weiter auf Oscar-Kurs

    87 Filme aus aller Welt wurden ins Rennen um den Oscar in der Kategorie Bester fremdsprachiger Film eingereicht. Neun davon haben es nun in die engere Auswahl geschafft – darunter auch Florian Henckel von Donnersmarcks „Werk ohne Autor“.

    Disney

    Zwölf Jahre ist es mittlerweile her, dass der Oscar für den besten fremdsprachigen Film das bis dato letzte Mal nach Deutschland ging. Auch damals war es Florian Henckel von Donnersmarck, der um den begehrten Goldjungen buhlte, dabei unter anderem sogar Guillermo del Toros „Pan’s Labyrinth“ hinter sich ließ und für „Das Leben der Anderen“ ausgezeichnet wurde. Für „Werk ohne Autor“, seinen erst dritten Spielfilm, könnte der Kölner im Februar 2019 nun womöglich gleich zum zweiten Mal mit der prestigeträchtigsten Ehrung Hollywoods ausgezeichnet werden.

    Das unglaublich aufwändige und hemmungslos großgedachte, 188-minütige Mammutwerk feierte seine Weltpremiere bei den diesjährigen Filmfestspielen von Venedig und lockte knapp einen Monat später, ab 3. Oktober 2018, auch zahlreiche deutsche Zuschauer in die Lichtspielhäuser, die eine ebenso mitreißende wie ambitionierte Geschichte „über die Feingeistigkeit der Kunst“ im Überlängenformat erwartete. Auch wir bekamen mit „Werk ohne Autor“ deutsches Kino zu sehen, wie man es nur selten erlebt – und vergaben 4 von 5 Sterne für einen würdigen Oscar-Kandidaten.

    Werk ohne Autor

    Die Konkurrenz: "Roma", "Cold War" & Co

    Von insgesamt 87 Filmen, die von der Academy als Bester fremdsprachiger Film in Betracht gezogen wurden, haben es nun neun in die engere Auswahl für eine mögliche Nominierung geschafft. Bei aller Euphorie um die deutsche Beteiligung ist allerdings nicht von der Hand zu weisen, dass dieses Jahr gerade jene Kategorie unfassbar stark besetzt ist. Vom ebenso authentischen wie intensiven Thriller-Drama „Birds Of Passage“ von den Anfängen des Drogenhandels in Kolumbien über das dänische Kammerspiel „The Guilty“ bis hin zum südkoreanischen Mystery-Meisterwerk „Burning“, das in unserer Kritik sogar die volle Punktzahl einheimste, hätten sie allesamt eine Erwähnung bei den Academy Awards 2019 verdient. Außerdem noch im Rennen für eine Nominierung: „Capernaum – Stadt der Hoffnung“ aus dem Libanon sowie „Ayka“ aus Kasachstan.

    Ebenfalls zu den neun noch im Rennen verbliebenen Filmen gehören das berührende Familienporträt „Shoplifters – Familienbande“ des japanischen Auteurs Hirokazu Kore-eda („Nobody Knows“) und Pawal Pawlikowskis Noir-Drama „Cold War“, das beim europäischen Filmpreis gleich mit fünf Ehrungen bedacht wurde. Und dann ist da natürlich noch das jüngste Meisterstück von Alfonso Cuarón („Gravity“), dessen „Roma“ wie für die Leinwand gemacht ist, nach einer kurzen Laufzeit im Kino aber nun bei Netflix zu sehen ist.

    Marvels Oscar-Hoffnungen: "Black Panther" und "Infinity War"

    Außer für den Besten fremdsprachigen Film gibt es auch für einige andere Kategorien sogenannte Shortlists, also eine verkürzte Liste von möglichen Kandidaten für eine Nominierung. Diese wurden von der Academy ebenfalls bekanntgegeben. Neben den Kurzfilmen und Dokumentationen betrifft dies auch einige der technischen Nebenkategorien. Hier darf die Comic-Schmiede Marvel beispielsweise nicht nur auf Nominierungen für „Black Panther“ hoffen, dessen Oscar-Kampagne ja bereits in den vergangenen Wochen große Wellen schlug, sondern auch auf „Ant-Man And The Wasp“ sowie „Avengers: Infinity War“, die es in die engere Auswahl in den Kategorien Beste Visuelle Effekte bzw. auch Bester Score gebracht haben. Ebenfalls auf eine Oscar-Nominierung hoffen dürfen u. a. die „Supsiria“-Neuverfilmung, „First Man“, „Ready Player One“ sowie auch die Netflix-Produktionen „Annihilation“ und „The Ballad Of Buster Scruggs“.

    Wer den Oscar letztlich mit nach Hause nehmen wird, erfahren wir in der Nacht von 24. auf 25. Februar 2019, wenn es bei den 91. Academy Awards heißt: „And the Oscar goes to…“

     

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