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    Netflix dreht "365 Days 2" und "365 Days 3", aber Fans der Erotik-Bücher sollten sich auf Veränderungen einstellen
    Von Tobias Mayer — 14.05.2021 um 11:50

    „365 Tage“ wurde auf Netflix zu einem Hit, obwohl die Kritiken miserabel waren und obwohl es eine Kontroverse um den Inhalt der Erotikbuch-Adaption gab. Nun ist klar, dass zwei Sequels kommen – wobei Abweichungen zu den Büchern erwartet werden.

    Netflix

    365 Days“ über die sexuelle Beziehung eines Mafiabosses (Michele Morrone) und seines Entführungsopfers Laura (Anna Maria Sieklucka) wurde nicht von Netflix produziert, aber der Streamingkonzern kaufte die Exklusivrechte für viele Länder außerhalb des Produktionslandes Polen. Die Kritiken waren zwar grottenschlecht (der Film steht auf der Kritiken-Sammelseite Rotten Tomatoes bei 0%) und das Drehbuch wurde bei den Anti-Oscars als schlechtestes Skript des Jahres ausgezeichnet, am Ende gilt aber bei Netflix dieselbe Regel wie seit Jahrzehnten in Hollywood: Es wird fortgesetzt, was viel geschaut wurde. Und „365 Days“ war nun mal der beliebteste Film 2020 auf Netflix.

    Das Branchenmagazin Deadline berichtet nun exklusiv, dass Netflix „365 Days 2“ und „365 Days 3“ produzieren wird (zuvor hatte sich schon abgezeichnet, dass es mindestens eine Fortsetzung geben wird). Die Sequels entstehen im Unterschied zu dem eingekauften Vorgänger unter der Kontrolle des Streamingdienstes, weswegen Deadline aus gutem Grund davon ausgeht, dass sich Netflix diesmal auch inhaltlich einmischen wird. Es soll zu Änderungen gegenüber den Buchvorlagen von Autorin Blanka Lipinska kommen (obwohl die Autorin trotzdem weiterhin an den Skripts beteiligt sein soll).

    Diesmal weniger kontrovers?

    Wie Deadline schreibt, sollen diesmal „einige der potentiell kontroversen Inhalte“ der Buchvorlagen abgeschwächt werden. Was das genau heißt, bleibt erst mal unklar. Dem ersten „365 Days“ wurde vorgeworfen, sexuelle Übergriffe und das Stockholm-Syndrom zu romantisieren. An dieser Art der Kritik kann ein Konzern wie Netflix, der sich in vielen seiner Filme und Serien progressiven Werten verschrieben hat, kein Interesse haben.

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    Vieles bleibt dennoch beim Alten

    Vor und hinter der Kamera von „365 Days 2“ und „365 Days 3“ wird es dennoch viel Kontinuität geben: Die Drehbücher kommen erneut von Blanka Lipinska, Barbara Bialowas und Tomasz Mandes, Barbara Białowąs und Tomasz Mandes übernehmen erneut die Regie (das ist ein Unterschied zum anderen großen Erotik-Hit „Fifty Shades Of Grey“, wo das Kreativteam nach dem ersten Teil größtenteils ausgetauscht wurde).

    Die beiden Hauptdarsteller*innen Michele Morrone und Anna-Maria Sieklucka werden beide zurückkehren, Magdalena Lamparska als Lauras Freundin Olga ebenfalls.

    Neu im Cast wird Model und Schauspieler Simone Susinna begrüßt, der die neue Figur Nacho spielt und von dem ihr euch hier bereits einen Eindruck verschaffen könnt:

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    Ein Beitrag geteilt von Simone Susinna (@susinnasimone)

    Nacho ist dabei der größte Mafia-Konkurrent von Massimo – und hat nun seinerseits Laura entführt. Und die findet auch Gefallen an ihm und ist so bald zwischen den beiden Männern hin- und hergerissen. Kann Massimo mit seinerseits einer neuerlichen Entführung ihr Herz gewinnen? Oder verliert er sie an Nacho? Das erfahren wir im Sequel.

    Wie es in den Buchvorlagen sonst so weitergeht, haben wir bereits in einem anderen Artikel beschrieben:

    "365 Days 2" & "365 Days 3" auf Netflix: So heftig geht es in den Fortsetzungen zum Erotik-Thriller weiter

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