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    Mega-brutaler Zombie-Schocker "The Sadness" fällt bei der FSK durch – doch es gibt auch gute Nachrichten
    25.10.2021 um 16:16
    Julius Vietzen
    Julius Vietzen
    -Redakteur
    Julius hat beim Jobben in einer Videothek so ziemlich jeden Horrorfilm gesehen, den es dort gab, und dabei einige Perlen entdeckt – von „Splinter“ über „Triangle“ bis „Fragiles“.

    Der Zombie-Schocker „The Sadness“ dürfte für viele Horrorfans zu den Must-See-Filmen 2021/22 zählen. Erschwert wird das nun dadurch, dass die FSK selbst eine Freigabe ab 18 Jahren verweigert hat. Doch der Verleih Capelight will in Revision gehen...

    Machi Xcelsior Studios

    Heutzutage gibt die FSK zahlreiche Filme ab 18 oder sogar ab 16 Jahren frei, die vor nicht allzu langer Zeit nur in stark gekürzten Fassungen in Deutschland erschienen oder kurz nach Veröffentlichung indiziert worden wären. Doch auch heute gibt es noch die Fälle, in denen die FSK ihr Siegel komplett verweigert, also einen Film nicht einmal mit einer Freigabe ab 18 Jahren durchwinkt. Aktuelles Beispiel: „The Sadness“.

    Der Zombie-Schocker schlug aufgrund des extremen Gewaltgrads und des blutigen Gemetzels bereits bei der Veröffentlichung des ersten Trailers Anfang 2021 hohe Wellen, ebenso war es bei der Ankündigung, dass der taiwanesische Film auf dem Fantasy Filmfest 2021 zu sehen sein würde. Nun hat sich der deutsche Verleih Capelight die Rechte für „The Sadness“ gesichert und auf Facebook bekanntgegeben, dass man im ersten Anlauf bei der FSK gescheitert ist.

    Schade für Horrorfans, trotzdem gibt es gleich eine Reihe hoffnungsvoll stimmender bzw. guter Nachrichten: Capelight kündigt in dem Post an, dass man in Revision gehe, also eine neue Prüfung des Films für eine Freigabe ab 18 Jahren beantragen werde. In den vergangenen Jahren gab es eine Handvoll Fälle, in denen solche oder ähnliche Neuprüfungen erfolgreich waren, zum Beispiel bei dem Alien-Horrorfilm „Sputnik“:

    FSK verpasst der russischen Antwort auf "Alien" eine Freigabe ab 18 – aber der deutsche Verleih wehrt sich mit Erfolg!

    Außerdem verkündete Capelight, dass man „The Sadness“ im Falle einer erfolgreichen Revision 2022 ins Kino bringen werde. Wer darauf nicht setzen und den Film im Kino keineswegs verpassen möchte, sollte sich übrigens ranhalten, aktuell läuft „The Sadness“ nämlich beim Fantasy Filmfest, das 2021 noch vom 24. bis 31. Oktober in Frankfurt und Nürnberg und vom 31. Oktober bis 7. November in Hamburg, München und Köln stattfindet.

    Sollte die Revision scheitern und die FSK weiterhin ihre Freigabe verweigern, kündigte Capelight in dem Facebook-Post an, „The Sadness“ notfalls auch mit SPIO-Freigabe zu veröffentlichen – in 4K, „im Mediabook und im SteelBook“ und „in jedem Fall uncut“.

    Zur Erklärung: Statt einer FSK-Altersfreigabe kann der Verleih den Film auch von einer Juristen-Kommission prüfen lassen, die beurteilt, ob es zum Beispiel strafrechtliche Bedenken gibt. Sollte diese zu dem Urteil kommen, dass keine Verstöße vorliegen, kann der Film mit der SPIO/JK-Kennzeichnung in den Handel gebracht werden. Filme mit SPIO/JK-Kennzeichungen können im Gegensatz zu Filmen mit FSK-Freigabe nach Erscheinen indiziert werden.

    Zudem spielen die meisten Kinos in Deutschland keine Filme ohne FSK-Freigabe – daher will Capelight „The Sadness“ in diesem Fall wohl auch „nur“ fürs Heimkino veröffentlichen.

    Das ist "The Sadness"

    In Taiwan hat sich die Bevölkerung so sehr an das sogenannte Alvin-Virus gewöhnt, dass niemand mehr die Bedrohung ernst nimmt. Als Jim (Berant Zhu) seine Freundin Kat (Regina Lei) zur U-Bahn bringt, ahnen sie noch nicht, dass sich das bald ändern soll: Während Jim und die anderen Gäste in einem voll besetzen Café von einer blutüberströmten alten Frau angegriffen werden, muss Kat in der U-Bahn mitansehen, wie ein Massaker losbricht.

    Wir haben „The Sadness“ bereits gesehen und vergeben in unserer FILMSTARTS-Kritik gute 3,5 von 5 Sternen. Fazit von Autor Björn Becher: „‚The Sadness‘ ist ohne Frage einer der heftigsten Splatterfilme aller Zeiten. Doch auch jenseits der radikal-kompromisslosen Gewalt gibt es genügend interessante Ideen, selbst wenn einige davon nur angeschnitten werden.“

    Die FILMSTARTS-Kritik zu "The Sadness"
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