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    Noch brutaler als im Kino? "Halloween Kills"-Macher kündigt Langfassung des FSK-18-Horrors an
    15.10.2021 um 11:37
    Daniel Fabian
    Daniel Fabian
    -Redakteur
    Horror ist in seiner DNA verankert – ob irre wie „Braindead“ und „Eraserhead“ oder packend wie „Halloween“ und „High Tension“. Hauptsache ungekürzt!

    Pünktlich zum heutigen US-Start von „Halloween Kills“ verriet Regisseur David Gordon Green, dass sein Film später auch noch als längere Extended Edition erscheinen soll. Die Kinofassung sei dennoch seine bevorzugte Fassung – aus gutem Grund.

    Universal Studios. All Rights Reserved.

    Eine Woche bevor „Halloween Kills“ am 21. Oktober in den deutschen Kinos startet, gibt es die sehnlich erwartete Rückkehr von Kult-Killer Michael Myers in den USA bereits ab heute auf der Leinwand sowie bei dem Streaming-Anbieter Peacock zu schauen. Doch egal ob nun in Übersee oder in den hiesigen Lichtspielhäusern – wir bekommen genau jene Fassung zu sehen, die David Gordon Green auch als seinen Director’s Cut sieht. Und dennoch bestätigte der Regisseur jetzt, dass auf DVD und Blu-ray später auch noch eine erweiterte Version folgen soll.

    Der Extended Cut von „Halloween Kills“ wird einen größeren, anderen Schluss als die Kinofassung haben, das verriet Green nun im Gespräch mit Collider. Im Kino habe jenes Finale jedoch keinen Platz, weil es sich vor allem in Hinblick auf die kommende Fortsetzung „Halloween Ends“ (Kinostart: 13. Oktober 2022) nicht richtig anfühle. „Ich finde, es war cool für einen Solofilm. Aber wir wissen, wo wir [Anm.d.Red.: mit dem nächsten Film] hin wollen“, so Green, der mit „Kills“ einen schlüssigen Übergang zum nächsten Film herstellen wollte.

    Must-See für Horror-Fans neu bei Netflix – perfekt zur Einstimmung für "Halloween Kills"!

    Was genau das bedeutet, werden wir wohl erst in einigen Monaten erfahren, wenn „Halloween Kills“ dann voraussichtlich auf DVD und Blu-ray erscheint. Möglich ist, dass das Schluss-Gemetzel noch brutaler ausfällt, doch Greens Beschreibung klingt eher nach einem zusätzlichen Handlungsdetail, das unmöglichen machen würde, in Teil 3 wie geplant weiterzumachen – und weniger nach Gewaltschnitten, die man für die Kinoauswertung vornahm. Letztere sind ja gerade im Horror-Kino keine Seltenheit, hätten uns in diesem Fall aber auch ein wenig gewundert, denn schon in der Kinofassung geht es ordentlich zur Sache...

    "Halloween Kills": Der brutalste Teil der Reihe?

    „Gnadenloser und sadistischer als je zuvor“, heißt es in der FILMSTARTS-Kritik zu „Halloween Kills“. Das sieht auch die FSK ähnlich, die den Film ab 18 Jahren freigab (während der direkte Vorgänger noch ab 16 war). Und tatsächlich machte „Halloween Kills“ bis dato vor allem Schlagzeilen mit seiner Härte. Mit einer Petition wird jetzt sogar gefordert, die auch schon im Trailer zu sehende Eröffnungsszene zu entfernen, in der Michael Myers einigen Feuerleuten den Garaus macht.

    "Ich habe versucht, genau das nicht zu machen"

    Wir sprachen vorab mit Regisseur David Gordon Green über seinen neuen Film und haben unter anderem auch nachgehakt, wie es denn überhaupt dazu kam, dass „Halloween Kills“ zu einer derartigen Schlachtplatte ausuferte (das ganze Interview könnt ihr dann zum Kinostart auf FILMSTARTS lesen).

    FILMSTARTS: Die Morde in deinem „Halloween“-Film von 2018 und vor allem in „Halloween Kills“ sind viel grausamer als in John Carpenters Original und in den alten Fortsetzungen. Warum hast du dich für mehr Gewalt entschieden?

    David Gordon Green: Ich habe eigentlich versucht, genau das nicht zu machen, und es hat nicht geklappt.

    FILMSTARTS: Nope.

    David Gordon Green: Ich liebe John Carpenters Film für die Subtilität, Zurückhaltung und Spannung. Die Morde da sind einfach nur brillant, ohne grausam und grotesk zu sein. Aber wie dem auch sei – als wir den neuen Film gemacht haben, war da der meisterhafte Make-up und Effektspezialist Chris Nelson dabei. Dann sitzt du zwar im Schneideraum und denkst dir: Wir können nicht einfach jemandem die Augen ausdrücken, so was würde Jason machen, aber nicht Michael – doch ich war dann einfach zu fasziniert davon.

    Mein Cutter und ich haben dann gesagt: Ok, dieser Kill wird brutal, aber beim nächsten sind wir subtiler... und bevor wir uns versehen konnte, war der ganze Film brutal. Und das hat sich einfach richtig angefühlt. Man sollte nicht so viel darüber nachdenken. Ich habe ein paar Grundregeln festgelegt und schließlich einige davon gebrochen. Das gehört beim Geschichtenerzählen einfach dazu. Ich habe eine Idee, verfolge sie, aber der Flow führt mich woanders hin. Und dieser Film wurde viel brutaler, als ich das erwartet habe.

    FILMSTARTS: Das kann man so sagen...

    David Gordon Green: Und der Film heißt halt nicht umsonst „Halloween Kills“. Bei diesem Titel weiß jeder, was ihn erwartet.

    "Halloween Kills": Bald im Podcast

    Wir widmen uns „Halloween Kills“ übrigens auch in einer kommenden Folge unseres Podcasts Leinwandliebe, die dann pünktlich vor Halloween am 28. Oktober erscheint. Ihr könntet jetzt schon ein paar Horrorfilm-Tipps gebrauchen, um euch auf den Grusel-Tag des Jahres einzustellen? Dann hört mal in die Folge rein, in der Moderator Sebastian und die beiden FILMSTARTS-Redakteure Tobias und Pascal ihre Lieblings-Horrorfilme vorstellen:

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