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    Daniel Radcliffe, wie wir ihn noch nie gesehen haben? "Harry Potter"-Star wird für neuen Film zum absoluten Kult-Komiker
    18.01.2022 um 20:05
    Markus Trutt
    Markus Trutt
    -Redakteur
    Filme, Serien, Videospiele. Markus brennt schon seit Kindertagen für so ziemlich alles, was über Bildschirme und Leinwände flimmert.

    Daniel Radcliffe hatte nach seiner „Harry Potter“-Zeit schon einige durchgeknallte Rollen. Zumindest in Sachen Look könnte ein neuer Part dem Ganzen aber die Krone aufsetzen. In einem Biopic spielt Radcliffe Comedy-Star Weird Al Yankovic.

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    Daniel Radcliffe ist zwar nach wie vor untrennbar mit der „Harry Potter“-Reihe verbunden – schließlich hat er in ganzen acht Filmen den beliebten Zauberschüler verkörpert –, dennoch hat der heute 32-Jährige seit dem Ende der Fantasy-Saga vor allem dank vieler abgefahrener Genrerollen schon mehrfach bewiesen, dass man ihn nicht auf seine Durchbruchsrolle festlegen sollte. So hat er unter anderem auch als furzende Leiche in „Swiss Army Man“, unfreiwilliger Action-Held mit an die Hände genagelten Pistolen in „Guns Akimbo“ oder trauernder Mann mit Teufelshörnern in „Horns“ überzeugt.

    Ungewöhnlich und ambitioniert ist auch der neueste Part, den sich Radcliffe nun geangelt hat und in dem sich der Schauspieler vor allem äußerlich so präsentieren dürfte, wie wir ihn bislang noch nicht gesehen haben:

    Für das Biopic „Weird: The Al Yankovic Story“ schlüpft Daniel Radcliffe in die Haut des titelgebenden Kult-Musikers und -Komikers. Das berichten US-Branchenmagazine übereinstimmend.

    Das ist Weird Al Yankovic

    Weird Al Yankovic, der mit bürgerlichem Namen Alfred Matthew Yankovic heißt, ist vor allem in den USA eine regelrechte Popkultur-Ikone, erfreut sich aber auch im Rest der Welt großer Beliebtheit. Tatsächlich ist der fünffache Grammy-Preisträger sogar der Comedy-Künstler mit den meistverkauften Alben überhaupt. Bekannt wurde er in erster Linie mit seinen kongenialen Parodien von Pop-Hits wie Michael Jacksons „Beat It“ (bei Yankovic: „Eat It“) und Madonnas „Like A Virgin“ („Like A Surgeon“).

    Mit „UHF - Sender mit beschränkter Hoffnung“ versuchte er sich 1989 aber auch als Hauptdarsteller in seinem eigenen Kinofilm. Über die Jahre hatte er jedoch auch viele größere und kleinere Hollywood-Gastauftritte, etwa in den „Nackte Kanone“-Filmen oder zuletzt in „Bill & Ted retten das Universum“.

    Charakteristisch ist für ihn vor allem auch seine lange Lockentolle, die wir uns an Daniel Radcliffe noch nicht so richtig vorstellen können – weswegen wir aber umso gespannter auf das Projekt sind. Vielleicht sieht es dann am ehesten so aus, als würde man Radcliffes Perücke in der zweiten Staffel der Comedyserie „Miracle Workers“ noch mit Locken versehen:

    Stanislav Honzík/TBS / Saeed Adyani/Netflix
    links: Daniel Radcliffe in „Miracle Workers“, rechts: Weird Al Yankovic in der Netflix-Serie „Wet Hot American Summer: First Day Of Camp“
    Streaming statt Kino

    In „Weird: The Al Yankovic Story“ soll nichts zurückgehalten, sondern jede Facette von Yankovics Leben und Karriere beleuchtet werden, vom kometenhaften Aufstieg mit seinen frühen Hits bis zu seinen „leidenschaftlichen Promi-Liebesaffären und seinem berühmten verdorbenen Lebensstil“, wie es in der offiziellen Beschreibung etwas augenzwinkernd heißt. Dass dabei auch Yankovics typischer Humor nicht zu kurz kommt, dafür sorgt der Comedy-Star selbst, steuert er doch gemeinsam mit Regisseur Eric Appel („Son Of Zorn“, „Brooklyn Nine-Nine“) das Drehbuch bei.

    Der Film wird allerdings nicht auf die große Leinwand kommen, sondern als erstes eigenproduziertes Biopic exklusiv für den Roku Channel gedreht. Dabei handelt es sich um einen eigenen Kanal des gleichnamigen Media-Player- und Streaminganbieters. Während es Roku-Gerätschaften (die etwa vergleichbar mit Amazons Fire TV Sticks sind) auch in Deutschland gibt, lässt der Roku Channel hierzulande bislang noch auf sich warten.

    Es steht aber auch generell noch nicht fest, wann „Weird: The Al Yankovic Story“ erscheinen wird. Da die Dreharbeiten im Februar 2022 beginnen sollen, wäre eine Veröffentlichung aber schon Ende des Jahres oder Anfang 2023 denkbar.

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