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    Disney verliert die Rechte an "Ice Age"-Kultfigur Scrat: Das steckt dahinter
    04.02.2022 um 10:24
    Annemarie Havran
    Annemarie Havran
    -Mitglied der Chefredaktion
    Film- und Serien-Fan mit Leib und Seele. Immer, wenn im Kinosaal das Licht ausgeht oder der Vorspann einer starken Serie beginnt, kommt die Gänsehaut.

    Das Säbelzahn-Eichhörnchen und seine Nuss – dieses geradezu legendäre Duo dürfte mit für die meisten Lacher in den „Ice Age“-Filmen gesorgt haben. Damit ist nun aber Schluss, denn Disney darf Scrat ab „Ice Age 6“ nicht mehr zeigen.

    Disney und seine verbundenen Unternehmen

    Die Animations-Abenteuer der „Ice Age“-Reihe sind von schwankender Qualität mit nicht immer zündendem Witz – doch ein Gag scheint sich nie abzunutzen: Wie das doofe Säbelzahn-Eichhörnchen Scrat jeder Gefahr trotzt, um seine heißgeliebte Nuss (eigentlich ist es ja eher eine Eichel) zu verteidigen.

    Die Macher*innen der Filme wussten, was sie an dem pelzigen Nager haben, als sie den ersten „Ice Age“-Film – mit 4,5 von 5 möglichen Sternen der beste der Reihe und nahezu eine Animations-Legende – mit einer Scrat-Szene eröffneten. In den ersten Minuten lag das Publikum damit schon direkt lachend am Boden und der Rest des Films hatte leichtes Spiel. Doch „haben“ die „Ice Age“-Verantwortlichen Scrat noch? Nicht mehr! Denn Disney hat die Rechte an der Figur verloren.

    Scrat-Erfinderin hat Rechtsstreit gewonnen

    Die Schöpferin des Fan-Favoriten, Ivy Silberstein, reichte nämlich bereits vor 20 Jahren eine Klage wegen Urheberrechtsverletzung ein – und hat nun gewonnen. Das postete sie persönlich auf Twitter:

    Silberstein schreibt auf ihrem Channel ICY SUPERSONIC: „Kein Scrat in Disneys ‚Ice Age 6‘. Sie bedankt sich bei Disney, ihre Rechte an der Figur zu respektieren, die sie am 19. Mai 1999 erschaffen hat – übrigens unter der Schreibweise Sqrat.

    Schon 2002 reichte Silberstein ihre Klage ein, damals gegen Twentieth Century Fox, dessen Animationsschmiede Blue Sky für die „Ice Age“-Filme verantwortlich zeichnete. Nachdem Disney im Jahr 2019 20th Century Fox aufkaufte, übernahm es nicht nur die Rechte am „Ice Age“-Franchise, sondern erbte auch den Rechtsstreit, der nun nach 20 Jahren voller Rückschläge für die Künstlerin doch noch zu ihren Gunsten entschieden wurde.

    ›› "Ice Age" bei Disney+*

    Damit verliert Disney ein Markenzeichen der Reihe, deren Beliebtheit mit dem bis dato jüngsten Teil 5 auch schon etwas zurückging. Stiegen die weltweiten Einnahmen zunächst von Film zu Film kontinuierlich an, bis „Ice Age 3 - Die Dinosaurier sind los“ und „Ice Age 4 - Voll verschoben“ beide um die 880 Millionen US-Dollar einspielten (nämlich 887 und 877 Mio.), spielte „Ice Age 5 - Kollision voraus!“ weltweit nur noch knapp 409 Millionen ein. In seiner Heimat USA war er mit nur 64 Millionen Einnahmen sogar ein regelrechter Flop.

    Scrat heißt eigentlich Sqrat

    Über die Jahre erhoben bereits mehrere Personen Anspruch darauf, das geistige Eigentum an Scrat zu besitzen. Den stärksten und nun gerichtlich bestätigen Anspruch machte Silberstein geltend – die übrigens zu der Figur inspiriert worden sein soll, als sie im Park eine Kreuzung aus Eichhörnchen und Ratte zu sehen glaubte. So kam die Figur übrigens auch zu ihrem Namen: SQRAT = SQuirrel (Eichhörnchen) + RAT (Ratte).

    Im nächsten „Ice Age“-Abenteuer stehen aber sowieso erst einmal ganz andere Figuren im Vordergrund: In „Ice Age - Die Abenteuer von Buck Wild“, einem Spin-off der Hauptreihe rund um Sid, Diego, Manny und Co., geht es um das abenteuerlustige Wiesel Buck Wild (im Original gesprochen von Simon Pegg) und die Oppossum-Brüder Crash und Eddie. „Buck Wild“ kommt nicht ins Kino, sondern am 26. März 2022 direkt zu Disney+.

    Der nächste Teil der Hauptreihe, also „Ice Age 6“, wurde bislang noch nicht offiziell angekündigt.

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