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    "Vikings: Valhalla" auf Netflix: Der mysteriöse Rückkehrer aus der Original-Serie erklärt
    07.03.2022 um 20:12
    Björn Becher
    Björn Becher
    -Mitglied der Chefredaktion
    Schaut Serien am liebsten bei Streaming-Diensten wie Netflix, Disney+ oder Prime Video - zuletzt u. a. "Winning Time", "Lincoln Lawyer" und "Better Call Saul".

    „Vikings: Valhalla“ spielt rund 100 Jahre nach der Vorgängerserie „Vikings“, daher sind die meisten Verknüpfungen nur lose Erwähnungen. Doch mit dem Seher kehrt eine Figur wirklich zurück. Wie ist das möglich? Und was steckt dahinter?

    Netflix

    Legendäre „Vikings“-Figuren wie Ragnar Lothrbok werden in der Netflix-Nachfolgeserie „Vikings: Valhalla“ immer wieder erwähnt, aber treten natürlich nicht auf. Schließlich ist die neue Serie rund 100 Jahre später angesiedelt. Es sind alle von damals tot. Doch einen Rückkehrer gibt es trotzdem: den Seher (gespielt von John Kavanagh, u.a. auch bekannt aus „Braveheart“), eine mit seinen zugewachsenen oder zugenähten Augen direkt auffallende Erscheinung.

    In „Vikings“ ist der Seher das Orakel von Kattegat, das angeblich mit den Göttern kommunizieren kann. Er dient als Ratgeber für die Hauptfiguren, die ihn oft um Hilfe bitten. In „Vikings: Valhalla“ findet ihn plötzlich Freydis (Frida Gustavsson) in den Wäldern bei Uppsala, als sie selbst Hilfe und Orientierung braucht. Später stößt auch der christliche Fanatiker Jarl Kåre (Asbjørn Krogh Nissen) auf ihn. Doch wie ist das möglich?

    Der Seher ist tot!

    Denn was wir mit Sicherheit wissen: Der Seher ist tot. In „Vikings“ wird er ermordet, als Ivar der Knochenlose (Alex Høgh Andersen) erzürnt über seine Prophezeiung zur Axt greift. Das hält ihn aber bereits in „Vikings“ nicht davon ab, weiter aufzutreten.

    Denn der Seher erscheint anschließend trotzdem noch in einer Vision. Handelt es sich also auch bei den Auftritten in „Vikings: Valhalla“ um solche Visionen? Und was genau steckt dahinter? Dafür gibt es zwei besonders populäre Theorien....

    Ist der Seher eine Einbildung oder ein Gott?

    Ein Teil der Fans hält die Visionen mit dem Post-Axt-Tod-Seher für reine Einbildung der ihn sehenden Figuren. Diese Theorie ist besonders beliebt bei allen, die „Vikings“ und „Vikings: Valhalla“ Fantasy-Aspekte absprechen wollen.

    Danach haben die in diesem Moment ja ohnehin berauschte Freydis und der fanatische Kåre sich einfach nur eingebildet, dass sie den ihnen aus Sagen von den alten Zeiten bekannten Seher gesehen haben. Dafür spricht vor allem, dass ihn andere Figuren nicht sehen können. Wenn Kåre voller Stolz den gefangenen Seher seinem Verbündeten Olaf (Jóhannes Haukur Jóhannesson) präsentiert, sieht der nur einen leeren Käfig. Für Olaf ist in diesem Moment klar, dass Kåre verrückt ist.

    So sehen das auch viele Fans. Kåre ist verrückt, Freydis war auf einer Art Drogen-Trip. Beide halluzinieren. Den Seher gibt es nicht mehr. Er ist tot.

    History Channel
    Der Seher - hier in "Vikings".

    Ein anderer Teil der Fans hält den Seher dagegen für einen Gott, der durch die Visionen weiter mit Menschen kommuniziert. Diese Theorie ist besonders beliebt bei allen, die „Vikings“ und „Vikings: Valhalla“ eben auch für Fantasy-Serien halten.

    Die von dem Seher zu Lebzeiten getätigten Prophezeiungen erwiesen sich als ziemlich zuverlässig. Er scheint also womöglich wirklich eine Verbindung zu den Göttern besessen zu haben. Weil er selbst einer ist? Dann ist er womöglich nie gestorben, sondern hat damals nur eine menschliche Hülle hinter sich gelassen. Schon zu „Vikings“-Zeiten spekulierten Fans darüber, dass der Seher der Gott Njörðr (auch Njörd genannt) ist, der sich unter die Menschen geschmuggelt hat.

    In „Vikings“ gibt es auch schon einen deutlichen Hinweis darauf, dass der Seher in Wirklichkeit Njörðr ist. Er selbst erzählt die Geschichte des alten Gottes und enthüllt dabei, dass dieser alte, verwelkte Haut hat, aber nicht an den großen Füßen. Die Serie zeigt uns dann, dass diese Beschreibung auf den Seher selbbst zutrifft. Es war für viele „Vikings“-Fans ein klarer Fingerzeig, doch es folgte danach nie eine Bestätigung. Nun wurde die Theorie wieder ausgegraben und viele Fans hoffen nun auf eine Bestätigung in den kommenden Staffeln von „Vikings: Valhalla“.

    Was bedeutet das Handlecken?

    Bei der Diskussion, welche der Theorien nun zutrifft (oder ob es eine ganz andere Lösung gibt), hilft übrigens jene Geste, die alle wohl zuerst mit dem Seher verknüpfen, überhaupt nicht: das Handlecken. Bekanntlich leckt jeder Figur, die etwas von dem Seher wissen will, ihm zur Ehrerbietung die Hand. Auch Freydis macht dies in „Vikings: Valhalla“.

    Doch wer sich nun fragt, aus welcher Mythologie, welcher Saga oder von welch wahrer Historie das Handlecken inspiriert ist, wird von der Antwort womöglich überrascht sein: Das Handlecken entstand in einem improvisierten Moment beim Dreh der Original-Serie. Es war nie geplant, es hatte nie etwas zu bedeuten. Es wurde nur beibehalten, weil es irgendwie passend erschien.

    Mehr vom Seher in den Staffeln 2 & 3 auf Netflix

    Noch kann also fleißig weiter diskutiert werden, aber vielleicht gibt es in Zukunft eine Antwort. Wir sind uns zumindest sehr, sehr sicher, dass der Seher noch weitere Auftritte in den kommenden Seasons von „Vikings: Valhalla“ haben wird. Von der Serie sollen noch einige Episoden kommen. Eine zweite Staffel ist sogar schon abgedreht, eine dritte auch bestellt. Autor und Serienmacher Jeb Stuart („Stirb langsam“) hat angeblich sogar einen Plan für fünf Seasons.

    Das Ende von "Vikings: Valhalla" auf Netflix erklärt: Darum ist der blutige Berserker-Moment für die 2. Staffel so wichtig
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