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    "Stranger Things" greift nach dem ultimativen Netflix-Rekord: Wird Staffel 4 "Squid Game" als erfolgreichste Serie ablösen?
    Benjamin Hecht
    Benjamin Hecht
    -Redakteur
    Hat auf Netflix schon viele schöne Stunden verbracht: Zu seinen Highlights zählen die Sci-Fi-Dystopie „Black Mirror“ und die Comedy „Bojack Horseman“.

    „Stranger Things“ ist extrem erfolgreich, das sollte mittlerweile jede*r mitbekommen haben. Staffel 4 kommt nun jedoch sogar der bisherigen Netflix-Nummer-1 „Squid Game“ sehr nahe. Für den All-Time-Rekord fehlt aber noch ein gutes Stück.

    NETFLIX / YOUNGKYU PARK

    Die vierte Staffel von „Stranger Things“ setzt ihren Erfolgskurs fort. Mit dem Erscheinen von Teil 2, bestehend aus den Episoden 8 und 9, am vergangenen Freitag, lockte der Streaming-Dienst übers Wochenende wieder massenhaft Zuschauer*innen vor die Bildschirme. So wurden in der vergangenen Woche weltweit 301 Millionen weitere Stunden von „Stranger Things 4“ geschaut, von denen allerdings nur 221 Millionen, die sich wirklich auf die neuen Folgen beziehen, zur offiziellen Netflix-Statistik hinzuaddiert werden.

    „Stranger Things“ hat somit als zweite Netflix-Serie nach „Squid Game“ die Marke von über einer Milliarde geschauter Stunden innerhalb der ersten 28 Tage nach Release geknackt. Insgesamt steht die Serie nun bei 1,151 Milliarden – und es bleiben noch mehr als drei Wochen, um den Wert zu steigern!

    "Stranger Things" vs. "Squid Game": Wer wird siegen?

    „Stranger Things“ Staffel 4 belegte in der Netflix-Statistik schon vor dem Erscheinen der finalen Folgen Platz 1 der erfolgreichsten englischsprachigen Serien, und zwar weit vor „Bridgerton“ Staffel 2, die mit gerade mal 656 Millionen Stunden dahinter liegt. Doch der Netflix-Krösus stammt aktuell noch aus Korea: „Squid Game“ hält mit unglaublichen 1,650 Milliarden Stunden (noch) den Rekord. Doch kann „Stranger Things“ den Survival-Hit vom Thron stoßen?

    Stand jetzt fehlen „Stranger Things“ noch rund 500 Millionen Stunden, um „Squid Game“ zu schlagen. Um diese Zahl zu erreichen, bleiben noch 25 Tage. Allein in den ersten drei Tagen nach Release, also von 1. bis 3. Juli, hat das Finale von Staffel 4 des aktuellen Serien-Hits etwa 220 Millionen Stunden erzielt. Wir rechnen damit, dass die aktuelle Woche erneut sehr starke Zahlen für „Stranger Things“ schreiben wird.

    Zwar bleibt wohl der große Ansturm der Hardcore-Fans aus, die die Folgen gleich am ersten Wochenende sehen wollten. Allerdings kommen jetzt all die Netflix-Nutzer*innen zum Zug, die bisher keine Zeit hatten, die finalen beiden Episoden zu sehen. Außerdem ist es gut möglich, dass sich viele Fans die Folgen gar ein zweites Mal ansehen werden. Weitere 200 Millionen Stunden scheinen für Woche 2 also durchaus realistisch. Danach wird das Interesse aher wohl deutlich einbrechen – und dann würden noch 300 Millionen Stunden fehlen, die „Stranger Things“ in 18 Tagen sammeln müsste, um die verbleibende Lücke zu „Squid Game“ zu schließen.

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    Es wird ein knappes Rennen, bei dem „Stranger Things“ aber wahrscheinlich nicht ganz an „Squid Game“ vorbeikommen wird. Denn das Problem der neuen Folgen ist: Sie dauern insgesamt gerade mal knapp vier Stunden. Teil 1 von Staffel 4 bestand aus über neun Stunden und holte insgesamt etwa 930 Millionen Stunden für die Statistik, also ungefähr 100 Millionen pro Stunde Laufzeit. Konsequent weiter gedacht bedeutet das, dass Teil 2 wohl nicht viel mehr als 400 Millionen weitere Stunden erzielen wird. Zwar wird es auch Nachzügler geben, die jetzt erst Teil 1 nachholen, bevor sie Teil 2 schauen, und somit im ersten Zeitraum nicht erfasst wurden. Dabei dürfte es sich aber um eine Minderheit handeln.

    Um „Squid Game“ zu schlagen, müssten die Folgen 8 und 9 alleine für rund 720 Millionen Stunden in 28 Tagen sorgen – und das scheint eher unwahrscheinlich.

    Doch selbst wenn das gelingen würde, wäre das überhaupt nicht verdient. Denn die Art und Weise, wie Netflix die Daten erhebt, bringt Probleme mit sich. Von einem fairen Wettkampf kann hier keine Rede sein.

    Die Probleme mit der offiziellen Netflix-Statistik

    Netflix misst den Erfolg einer Serienstaffel daran, wie viel Stunden diese in den ersten 28 Tagen nach Veröffentlichung gestreamt wurde. Im Vergleich zwischen „Squid Game“ und „Stranger Things“ zeigt sich ein Problem: Staffel 1 von „Squid Game“ dauert 492 Minuten (8 h 12 min), Staffel 4 von „Stranger Things“ hingegen dauert 782 Minuten (13 h 2 min)!

    Angenommen, jemand interessiert sich für beide Serien gleichermaßen, sodass er beide einmal durchschaut. Dann landen bei „Stranger Things“ fast fünf (!) Stunden mehr auf dem Konto als bei „Squid Game“. Das ist einfach ein unfairer Vergleich!

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    Und noch etwas: „Stranger Things“ bekommt auch noch mehr Zeit zugesprochen. Da die Staffel in zwei Teilen erschien, bekommt sie nicht nur ein Zeitfenster von 28 Tagen, sondern gleich zwei davon. Das geht zwar insofern in Ordnung, weil im zweiten Zeitraum auch wirklich nur die Folgen aus Teil 2 erfasst werden. Dennoch ist es ein weiterer kleiner Vorteil, da manche Nutzer*innen vielleicht erst am Ende des ersten Zeitfensters mit der Staffel angefangen haben, sodass die finalen Folgen nicht mehr mitgezählt hätten, wären sie auf einen Schlag mit dem Rest der Staffel veröffentlich worden.

    Sollte „Stranger Things“ also wirklich die Sensation schaffen und „Squid Game“ schlagen, wird der Hit aus Korea aber dennoch mehr Leute vor den Bildschirm gelockt haben, nur eben für eine kürzere Zeit.

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